Am Kristallsee

Ein RPG der anderen Art. Sobald man den Thread betritt, ist man mitten drin.
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Seriva Senkalora
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#91 Beitragvon Seriva Senkalora » So 24 Dez, 2006 20:16

Irritiert versuchte Empid zu verstehen was der Blaue von ihm wollte, doch er gab es rasch auf. Zu schnell hatte sich die Zeit geändert und er merkte, dass wohl niemand mehr die alten Sprachen kannte...

Dumpf wirbelte der Sand auf, als der schwere Körper auf dem Grund aufsetzte von wo er sich wieder für eine ganze Zeit nicht erheben würde,

[Ich bin mir eigentlich sicher, dass Empid Water mal geantwortet hatte, aber irgendwie ist hier alles ein wenig durcheinander geraten...]

Seriva
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Magan
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#92 Beitragvon Magan » Mo 26 Feb, 2007 20:18

[ooc:Fals euch was an dem Post nicht gefällt oder es irgendwie nicht passt sagt mir bescheit]

Weder Tarar noch Magen merkten etwas von der Kreatur als sie angekommen waren, es war ihnen einfach entgangen, ob nun irgendeine fremde mMcht oder einfach nur der pure Zufall diese Begegnung verhinderte konnte keiner von ihnen je beantworten.
Verdutzt starte Tarar von dem richtigen Waterstorm zum Wasser“golem“. Dies passte nun sogar nicht zu dem Drachen, den sie kannte und den sie nun sogar ihren Freund nannte. Dies teile sie auch Magan mit, bevor sie ihn noch rechtzeitig bat sich lieber in die Luft zu erheben. Magan reagierte sofort und zog gleichzeitig Luarcis mit in die Luft. So als hätte sie es kommen sehen schoss der „Golem“ einen Wasserstrahl auf Tarar ab. Schon bald bemerkte Tarar, dass der Wasserstrahl der auf sie zukam nicht ungefährlich war und eine unglaubliche Intensität in diesem Angriff, steckte die sie von Waterstorm nun wirklich nicht erwartet hätte.
Tarar verstand Waterstorm nicht und versuchte sich seine Stimmungsänderungen zu erklären und einen Ausweg aus dieser Situation zu finden. Durch diese gesteigerte geistige Anstrengung schien die Zeit für sie langsamer zu laufen. Sie konnte förmlich sehen wie der Wasserstrahl sich im Schneckentempo auf sie zu bewegte. Zuerst muss ich den Strahl stoppen und dann..., dachte sie bei sich, wobei sie den letzten Satz nicht beenden wollte, obwohl sie genau wusste was sie dann tun musste.
Die Luft um sie herum begann zu flimmern und bildete bald eine glasähnliche Schutzhülle um Tarar, dann nach einer Ewigkeit, so schien es für Tarar, traf der Wasserstrahl auf die Schutzhülle. Obwohl die Schutzhülle das meiste abschirmte, spürte Tarar trotzdem die ungeheure Kraft die sich hinter dem Angriff versteckt hatte. Schnell grub sie ihre Krallen in den Erdboden und obwohl die dadurch dem einwirken den Wasserkraft entgegenkam wurde die dennoch ca. einen Meter zurückgestoßen. Ihre Krallen hinterließen dabei eine Tiefe spur im Boden. Erst nachdem der Angriff vorbei war, löste sie den Schutzschild und ihre Krallen vom Boden, doch dann löste sich der Wasserwaterstorm auf und Tarar wurde dennoch nass, auch wenn dies wohl nicht so schlimme Folgen hatte. Hätte sie der Wasserstrahl direkt getroffen, wäre es für Tarar wesentlich schlimmer gewesen. Nun ging die Zeit auf für Tarar wieder normal und sie merkte erst jetzt das sie nun wieder ihre Umgebung hörte und nicht nur das Rauschen ihres angebliches Blutes in ihren Ohren (ooc: Tarar ist ein Traumdrache und sie besitzen eigentlich kein Blut, doch da sie sich einbilden so wie alle Lebewesen Blut zu besitzen, scheinen sie dadurch auch welches zu haben). Sie hörte Waterstorm lachen, doch dieses Lachen schien nicht seins zu sein, es klang irgendwie höhnisch so als machte er sich über sie lustig. Langsam bekam Tarar es mit der Angst zu tun, oder jedenfalls mit einem Gefühl das so ähnlich schien wie die Angst selber. Als Waterstorm neben ihr landete, verengten sich ihre Augen kurz vor Zorn, bevor ein Mitleidiger Ausdruck in ihre Weißen
Pupillenlosen Augen trat.
„Waterstorm was ist bloß mit dir los?“, fragte Tarar und sie wusste das sie darauf wohl keine Antwort von Waterstorm bekommen würde. Tarar hob ihre Pfote, woran die Elementarkralle befestigt war, die einzige von den sieben Krallen ,die ihre eigentliche Macht nicht verloren hatte, da sie eigentlich gar nicht in dem Plan der Elementardrachen vorgesehen war. Langsam begann die Elementarkralle zu leuchten. Erst scheine es schwach zu sein, als oder der Stoff aus der die Kralle bestand von ihnen heraus zum leben erwacht war, doch dann wurde es stärker und immer stärker. Bis es auf einmal den Ganzen bereicht um den Kristallsee in ein helle, heiliges Licht tauchte. Sie höre sie Waterstrom zuerst mit einem Überraschten- und dann mit einem Schmerzensschrei von Tarar zurücktrat und sie konnte durch ihren Magischen Blick ansatzweise erkennen wie er versuchte seinen Kopf unter seinen Krallen und Flügeln zu bedenken. Traurig schaute Tarar zu Boden und eine einzige Träne lief ihre schnauze herunter und landete auf den ohnehin schon durchnässten Boden. Das heilige Licht das sie frei setzte, konnte nur dunklen Wesen schaden und da Waterstorm offenbar schmerzen bei dem Licht hatte dies wohl genau das zu bedeuten was Tarar schon vermutet hatte.

Zuerst verstand Magan nicht genau warum ihn Tarar lieber in der Luft haben wollte, doch er hörte den ernst in ihrer Stimme und auch ihre scheinbare große sorge. Wieder mal wunderte er sich wie sehr sie dich doch verändert hatte. Sie schien tatsächlich in diesen anderen Drachen neue Freunde gefunden zu haben und dieser Waterstorm schien ihr genau so wichtig. So stieg magan ganz Artig in die Luft und riss sicherheitshalber noch Luarcis mit sich , denn er wusste nicht ob er ihre Botschaft auch empfangen hatte. Dann verschloss Tarar ihren Geist vor alles und jedem, Magan kannte das Gefühl und die Aura die er nun plötzlich von ihr spürte und er konnte sich vorstellen was mit ihr geschah. Auch Magan konnte so was ähnliches, auf Morlen nannten man diese „Fähigkeit“ Instinkt und die rette einem Drachen schon manche male das leben. Da Magan eine gute Position von hier aus hatte konnte er das Geschehen genau verfolgen und so konnte er auch die Intensität des Lichtstrahls genau erkenne und das machte ihn sorgen. Würde ein Freund, der Waterstorm eindeutig einer für Tarar und auch schon für mich ist, so handeln, fragte sich Magan, ernstlich besorgt. Bis dahin kannte er Tarars vorgehen, doch nun machte sie etwas, was Magan nicht kannte. Er hatte ja schon längst bemerkt das diese Elementarkralle irgendwie besonders war, doch er wusste noch nicht genau was. Doch plötzlich merkte er was es mit diesem heiligen Licht auf sich hatte. Etwas in seinem inneren zwang ihn sich wegzudrehen. Schmerzen, so wie ein leichtes stächen in seinem Herzen, ließen ihn Schaudern. Er, besser gesagt, das was in seiner Seele verborgen lag, wusste das dieses Licht tat und es zwang Magan dazu nicht direkt ins licht zu sehen. Deshalb sah Magan nur ein leichtes Blaues schimmern seines neonblauen Blutes, durch seine geschlossenen Augenlieder. Was ist das für ein Licht, fragte Magan in sich selbst hinein. Für einen Kurzen Moment schien das Blau zu flackern und trüber zu werden und es materialisierte sich ein dunkles und bedrohendes Spiegelbild von Magan vor seinem inneren Auge. Das ist das Licht es Unelements, das Elementes das alle anderen Verbindet und die Harmonie unter ihnen darstellt, doch selbst ohne mich, stellst du als Chaos- oder besser als Energiedrache nicht diesen Einklang derElemente dar. Das Licht, das durch Chaos gebildet wurde um das Gleichgewicht zu halten, schadet nun dem Chaos, auch wenn das Chaos das du darstellst auf der neutralen Seite steht, erklärte Grael ihm,auch das deine Seele mich beherbergt hilft der Situation nicht gerade, doch das ist alles was sich noch geben wird, ich kann dir nicht mehr verraten, warte es ab und warte einfach deine Entwicklung ab. Dann verschwand Grael und auch das Licht wurde schwächer bis Magan nur nicht die Dunkelheit seiner eigenen Augenlieder sah. Erst als der schmerz vorbei war wagte er es wieder die Augen zu öffnen. Eigentlich wollte er nachschauen ob es auch Luarcis gut ergangen war, doch stattdessen richtete sich seine Aufmerksamkeit auf der geschehen unter ihm, denn nun wusste er wieder was Tarar tat, er kannte es nur zu gut, den auch sein Bruder Sild benutzte diesen Zauber sehr oft.

Nachdem das Licht nachgelassen hatte, schaute Tarar zu Waterstorm der noch immer eine Abwehrhaltung gegen das alles durchdringende Licht hatte. Tarar wusste genau das das heilige licht niemals jemanden töten würde, vor allem nicht jemanden der noch etwas reines in sich trug, doch dadurch hatte sie sich zeit verschafft und konnte ihren Zauber in ruhe vorbereiten, während sich Waterstorm von dem schock erholte.
Zu aller erst sprang sie auf einen gewissen abstand von Waterstorm zurück und dann Setzte sie sich auf die Hinterbeine. Leuchtende in allen Farben glitzernde Adern erschienen auf ihren Körper und leuchteten vor allem zwischen ihren Krallen und ihrem Seelenkristall am stärksten. Langsam und dann immer schneller begann sie krallenzeichen zu formen die alle mit einem aus allen Krallen bestehenden Dreieck endeten. Immer und immer wieder wiederholte sie diese Bewegungen bis auf einmal die eine Kralle weiß und die Andere Schwarz zu leuchten schien. Mit jeder weitern Bewegung vereinigten sich die Farben und bildeten im Trübes aber dennoch leuchtendes grau. Erst dann rammte Tarar ihre Krallen in den feuchten Boden. Waterstorm schien langsam wieder zu Sinnen zu kommen, doch der Zauber begann schon zu wirken. Das Grau breitete sich um Waterstorm aus und bildete somit einen grauen Kreis um in, der leicht schimmerte. Nun war es egal was Waterstorm Tat unsichtbare Wände hielten ihn im inneren des Kreises fest. Doch Tarar war noch nicht fertig, egal wie weh es ihr tat sie würde ihren Zauber beenden. Erst ganz leise begann sie die Nötigen Worte in einer alten Sprache zu murmeln. Der Kreis begann auf einmal immer stärker zu glühen bis er sich in einen Feuerring verwandelte, dessen Flammen Blauschwarz waren. Doch die Flammen blieben nicht lande sonder trennten sich und wanderten zu vier Punkten das Kreises wo sie auf den Boden seltsame Runen formten. Nun begann von den Runen aus sich Linien spiralförmig ins innere des Kreises und damit auch auf Waterstrom zu bewegen. Bevor sie Waterstorm erreichten, sagte Tarar das einzige verständliche Wort, des Ganzen Zaubers: „Seelenversiegelung“. Auf einmal löten sich die Linien vom Boden und begangen Waterstorms Körper Hochzusteigen, doch der Zauber stoppte auf einmal. Irritiert schaute Tarar zu Waterstorm der nun im Kreis gefangen war, es schien als ob der Zauber keine Seele richtig greifen wollte...
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#93 Beitragvon Luarcis » Mi 18 Apr, 2007 17:23

Als Waterstorm aufgeregt vorschlug, seine magischen Kräfte mit den Anderen zu messen und sich auch sogleich daran machte, einen Zauber zu sprechen, ahnte Luarcis schon Übles. Es war sonst gar nicht die Art des doch eigentlich so besonnenen und Ruhe liebenden Wasserdrachen, so impulsiv seine Fähigkeiten zur Schau stellen zu wollen, aber der Kampf gegen den Stab der Unterwelt hatte sie wohl alle verändert.
Als Waterstorm aber den kompletten See mit seinem Zauber belegte und die Wassersäulen erschuf, folgte Luarcis nur zu gern Tarars Aufruf, sich in die Luft zu heben. Magan hatte ihn zwar schon mitgezerrt, aber er bedeutete ihm, dass er schon wusste, was los war und folgte seinem Freund einige Meter in die Höhe.
Schließlich lies Waterstorm sein flüssiges Abbild auf Tarar zustürmen und sie angreifen. Mit zusammengekniffenen Augen betrachtete Luarcis besorgt diese Kreatur. Waterstorm hatte ja schon einmal mit Hilfe seiner Elementarkrallen einen Wassergeist erschaffen, ein lebensgroßes Abbild von Luarcis, um sich etwas mit seinen neuen Kräften vertraut zu machen. Aber die reine, wunderschöne Skulptur von damals hatte kaum etwas gemein mit der bulligen, ungesund grünlich schimmernden und grimmigen Kreatur, die Waterstorm da auf Tarar hetzte. Er schien auch keine Rücksicht zu nehmen, auch von Weitem konnte man die Stärke des Wasserstrahls erkennen, die er auf die Traumdrachin spie, aber zum Glück erschuf sie noch rechtzeitig ein stabil wirkendes Schutzschild um sich herum. Dennoch schien selbst das dem mächtigen Angriff gerade so standhalten zu können. Waterstorm war unbezweifelbar stärker geworden, so wie sie alle, aber er scheute anscheinend nicht, diese Macht auch gewissenlos, nur zum Spaß gegen seine eigenen Freunde einzusetzen und das machte Luarcis große Sorgen. Der See wirkte plötzlich alles andere als klar und lebendig, wie noch kurz zuvor, er war tot und verschmutzt, Luarcis konnte nicht glauben, dass ein Wasserdrache, der diesem Element besonders verbunden war, seine Macht einsetzte, um diesem Ökosystem zu schaden, nur um etwas Spaß zu haben.
Luarcis betrachtete besorgt den Blauen, seine Aura war noch zerwühlter als vorher, undurchdringlicher, dunkler, geheimnisvoller. Er konnte nicht durch diesen Schleier dringen, aber in Waterstorms Innerem musste etwas sehr schlimmes vorgehen, ein geistiger Kampf mit sich selbst, den er vielleicht nicht gewinnen würde. Ernst erinnerte sich Luarcis daran, als Waterstorm vom Stab bessessen war und zumindest scheinbar für dessen Zwecke handelte. Damals haben sich er und Varok auch dazu entschlossen, Waterstorm lieber zu töten, als ihn an die Dunkelheit zu verlieren, weil sie keinen anderen Ausweg mehr sahen. Es ging zwar letztendlich alles gut, aber Luarcis hatte schon immer die Befürchtung, dass Water vielleicht etwas zu lange unter dem Bann des Bösen stand und nicht ganz spurlos aus diesem Erlebnis gehen würde. Große Macht konnte verlockend sein, aber sie ist zerstörend und kann dazu führen, dass man am Ende alles verliert, was einem wichtig war.
Aber Luarcis schüttelte diese Gedanken von sich, er hatte schon einmal gedacht, seinen Freund verloren zu haben, er würde diesen Fehler sicher nicht wieder begehen und alles dafür tun, um Waterstorm zu helfen, auch wenn er im Moment noch nicht wusste, wie.
Allerdings schien Tarar dafür eine Entscheidung getroffen zu haben, was sie tun wollte und fing an, ihre Elementarkralle zu aktivieren. Luarcis sah dabei kurz auf seine eigenen Klauen. Die ursprünglichen Elementarkrallen, die sie letztendlich zu übernatürlichen Wesen verwandelten, Naturgeister, die mit vereinten Kräften dazu in der Lage waren, den Stab der Unterwelt zu besiegen, waren verloren und nur noch ihre schwachen Abbilder zeugten von den vergangenen Ereignissen. Aber Luarcis wusste schließlich, dass die wahre Macht der Krallen immer noch aus den Drachen selbst kam, diese Krallen sollten sie nur stets daran erinnern. Nur Tarar hatte ihre eigene Kralle behalten können, aber sie war ja ohnehin schon ein außergewöhnliches Wesen und würde diese Macht sicher weise einsetzen können.
Das Licht, das sie entfesselte wurde schnell immer heller und tauchte schon bald die ganze Lichtung und den See in einen magischen Glanz. Luarcis war immer noch fasziniert und überwältigt von dieser Kraft, obwohl er sie ja schon am eigenen Leib erfahren hatte.
Er kannte das Licht, das Tarar ausströmte, sie war damals beim Kampf gegen den Stab in den gleichen Glanz getaucht. Es war zweifellos das Licht des Lebens, das auch die dunkelsten Orte erhellen konnte und nur dem Bösen schaden und es verbrennen könnte, denen aber, die guten und aufrichtigen Herzens waren, Kraft und Wärme geben würde.
Luarcis starrte gebannt auf das Licht. Als es ihn traf, spürte er, wie es seinen ganzen Körper durchdrang und ihn mit einem seltsamen, wohltuenden Gefühl durchströmte. Als es sein Herz erreichte, spürte er allerdings einen kleinen Stich, ein beklommenes und schmerzendes Gefühl, das aber schnell wieder verflog. Er wusste, dass niemand vollkommen reinen Herzens war, aber er konnte bisher seine dunkle Seite, seine negativen Gefühle und Gedanken meistens gut unter Kontrolle halten, wenn auch nicht immer, wie er sich kurz zurückerinnerte....
Doch diese Gedanken wurden durch das Licht auch gleich wieder hinfort gewaschen und er spürte, wie es ihn weiter durchdrang und stärkte. Er hatte sich noch nie so frei und gut gefühlt.
Plötzlich hörte er eine leise Stimme, ein Gesang, der anscheinend direkt dem heiligen Licht entsprang und seinen Kopf durchfloss. Es war ein wundervoll harmonischer, geradezu überirdischer Klang, der jede Faser seines Körpers mit einer heilenden, stärkenden Kraft durchdrang. Er kannte diesen Gesang, auch wenn er nicht verstand, was er bedeutete. Als er damals die Macht seiner Pflanzenkralle erweckte, konnte er sich mit jedem Baum, jeder Blume um ihn herum auf übernatürliche Weise verbinden. Er konnte sie hören, mit ihnen kommunizieren und durch ihre Stimme reden. Als er als Elementargeist Eins mit ihnen wurde, konnte er den gleichen Gesang hören, der wohl dem Leben selbst entspringen musste.
Luarcis lauschte weiter dieser Melodie, die so unglaublich angenehm und beruhigend war, einen Moment lang hatte er alle Sorgen und Leiden vergessen.
Seine ohnehin schon hellen Schuppen wurden durch das Licht in einen gleißenden Glanz getaucht, sie schienen es förmlich aufzusaugen und mit doppelter Kraft zu reflektieren, so dass er fast den gleichen Anblick bot, wie Tarar selbst.
Dann aber öffnete er seine Augen, die er zuvor genüsslich geschlossen hatte, um Tarar noch einmal direkt anzublicken. Das Licht, das sie aussandte, hatte nun fast seine volle Stärke erreicht und Luarcis dachte erst, dass er dadurch geblendet wurde und seinen Blick abwenden müsste, aber er wusste, dass es ihm nicht schaden würde. Allerdings verschwand in dem gleißenden Licht schließlich alles um ihn herum, es war zu hell und er konnte nichts anderes mehr erkennen.
Doch plötzlich schoss eine Vision durch seinen Kopf, als er von dem heiligen Licht vollkommen durchsetzt war. Er sah eine helle Lichtgestalt vor sich, von einer kraftvollen Aura umgeben, dem gleichen Licht, das auch Tarar gerade aussandte. Zuerst glaubte Luarcis, dass sie es wäre, aber es war nicht so. Dennoch, obwohl er dieses Wesen noch nie zuvor gesehen hatte, kam es ihm seltsam vertraut vor. Aber bevor er näheres erkennen konnte, verschwand dieser Gedanke auch schon wieder, genau wie das Licht, als Tarar ihre „Attacke“ beendete und wieder Normalität einkehrte.
Wir haben eben alle unseren Weg noch nicht beendet und es warten noch viele Dinge auf uns, von denen wir bis jetzt noch nichts ahnen, dachte Luarcis noch, bevor er sich umsah, wie es den Anderen ging. Die helle Aura, in die das Licht ihn getaucht hatte, verflog wieder, auch wenn er immer noch die Kraft spürte, die es ihm gegeben hatte.
Magan schien es gut zu gehen, auch wenn er wohl nicht den gleichen strahlenden und zufriedenen Eindruck wie er selbst machte, dem es noch nie so blendend ging. Aber Waterstorm schien es am schlimmsten getroffen zu haben, er kauerte mit schützend vor sich erhobenen Armen und Flügeln vor Tarar. Luarcis wusste, was das zu bedeuten hatte und seine vorherigen Befürchtungen schienen sich zu bestätigen. Dann fiel sein Blick auf den Kristallsee, die vorher grünliche, trübe Farbe war verschwunden und er glitzerte wieder in seinem alten, wohlansehnlichen Glanz.
Dann aber schaute er zurück zu Tarar, die schon wieder etwas neues vorhatte. Gespannt und interessiert verfolgte er ihren komplizierten Zauber, er musste sehr mächtig sein, auch wenn er die Runen nicht kannte, die die Traumdrachin vor sich formte.
Schließlich sperrte sie Waterstorm in ihren Bannkreis und vollführte den letzten Teil des Zaubers, aber auch Luarcis merkte, dass da etwas nicht stimmte und er nicht vollendet wurde.
Schnell landete er wieder und trat zu Tarar, die einen Moment lang ratlos und verwirrt aussah, ein seltener Anblick bei ihr.
„Seelenversiegelung? Auch wenn ich deinen Zauber nicht genau kenne, Schutzbanne sind normalerweise ja dazu da, um etwas festzuhalten und zu verschließen, verborgene Kräfte, oder einen Dämon etwa. Du scheinst wie immer mehr zu wissen, als ich, in was für einem Zustand befindet Waterstorm sich? Aber egal, was du auch versucht hast, es schien offensichtlich nicht gewirkt zu haben. Welche Kraft auch immer unseren Freund gefangen hält, ob seine eigene dunkle Seite, oder etwas anderes, sie scheint sich gut gegen deinen Zauber wehren zu können....“, sprach der Weiße schließlich mit einem Blick zu Waterstorm, der grimmig mit den Augen funkelnd zu ihnen starrte.
„Aber was auch immer hier vor sich geht, ich denke, es ist uns allen klar, dass wir etwas dagegen unternehmen müssen. Nur was....“, sagte er noch und sah dann fragend zwischen Tarar und Magan hin und her, der nun auch neben ihnen gelandet war.

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#94 Beitragvon Tilondrion » Mo 23 Apr, 2007 21:23

Der Drache war eigentlich nicht darauf gefasst dass Tarar sofort nach seiner Spielerei einen Zauber sprechen würde. Deshalb traf dieser Ihn auch ziemlich unvorbereitet. Er fühlte wie das Licht in Ihn hinein drang und wie es sich in seinem Körper ausbreitete. Plötzlich spürte er in der Nähe seines Herzens einen Schmerz welcher immer grösser wurde. Er breitete sich über seinen ganzen Körper aus. Die Nervenbahnen begannen zu brennen und Waterstorm hatte das Gefühl sein Blut würde einfrieren und das zur gleichen Zeit. Dann war das Licht in seinem Kopf angelangt und er hatte das Gefühl als würde er entzweigerissen. In seinem Kopf hämmerte es und es wurde immer schlimmer. Waterstorm öffnete den Mund zu einem lautlosen Schrei und legte schützend die Flügel vor seinen Kopf. Dann liess der Schmerz nach und das Licht wurde wieder schwächer. Einen kleinen Moment war Waterstorm noch bei sich dann fühlte er wie er durch etwas verdrängt wurde wie schon einige Male zuvor. Er kämpfte verbissen dagegen an und konnte sich noch einige Sekunden durchsetzen und in dem Moment Luarcis und Tarar anschauen. Seine Augen waren in diesem Moment auch noch einmal ganz gelb bevor sich das Andere durchsetzte und die Augen rot und dumpf wurden.
Inzwischen hatte Tarar ihren nächsten Zauber vorbereitet. Doch dies bekam Waterstorm gar nicht mehr mit denn er hatte keinen Zugang mehr zu seinen aktiven Sinnen. Nur ein bisschen Magie war ihm noch geblieben, aber er wusste dass er es nicht riskieren durfte das jetzt einzusetzen.
Mit einem Male fühlte Waterstorm wie etwas näher kam das ihn anzog. Er konnte dem Sog kaum widerstehen. Plötzlich hielt es Inne und Waterstorm war wieder Herr seiner Sinne denn das Andere hatte sich plötzlich zurückgezogen. Sofort übernahm die Seele vom blauen Wasserdrachen den Körper wieder und tappte prompt in die Falle.
Tarar hatte den Zauber zur Seelenversiegelung ausgesprochen welcher jedoch ins stocken geraten war da Waterstorms Seele zu dem Zeitpunkt zu fest verschlossen in seinem Körper gefangen sass. Das Böse hatte das schnell kapiert und sich sofort so weit zurückgezogen dass Waterstorm wieder die Herrschaft über seinen Körper übernehmen konnte. Dieser hatte das getan und damit wurde sofort die Seelenversiegelung wirksam. Waterstorm fühlte wie er auf einmal gar nichts mehr konnte. Er erstarrte und da der Zauber seine Wirkung getan hatte übernahm das Böse den Drachenkörper nun vollends. Die Augen des Drachen wurden Blutrot und seine wasserblauen Schuppen wurden immer dunkler bis sie Schwarz waren. Die Stacheln verloren ihr silbernes Glänzen und wurden ebenfalls Blutrot. Die Hörner wuchsen noch etwas in die Länge verdrehten sich und wurden auch blutrot. Die hellen Brustplatten wurden matter bis sie ein dumpfes Grau angenommen hatten.
Der Drache brüllte und während er brüllte spie er so viel Feuer dass der Wald um den See herum Feuer fing. Dann richtete sich der Drache auf und man konnte erkennen dass er etwas gewachsen war. Er hob seine gewaltige Pranke und knallte sie auf den Erdboden. Der schlag war so stark dass er verstärkt durch die Magie dazu führte dass die Drachen welche in der Nähe standen einige Meter zurückgeschleudert wurden. Dann erhob sich der Drache in die Lüfte segelte auf einen Berg zu und verschwand dahinter.
Er hatte einen grossen Pfotenabdruck hinterlassen in welchem in der Mitte ein blauer Edelstein lag in dessen Innern es silbrig leuchtete.
Waterstorms Seele.

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#95 Beitragvon Magan » Mi 16 Mai, 2007 22:14

[ooc: So endlich fertig. Wie angekündigt weiß ich nicht genau ob euch die Posts gefällt, man kann sie ja noch ändern, aber ich weiß nicht wann ich zeitlich dazu kommen werde. Wati mit deiner Post hast du mir aber ganz schön Kopfzerbrechen bereitet. Hof die Post ist einigermaßen gelungen]

Entgeistert sah Magan mit an wie der Zauber schief ging, den Tarar gewoben hatte. Er konnte diesen Zauber zwar nicht selber durchführen, aber er kannte die Abfolge und die Wirkung des Zaubers. Er wusste sogar die Energiesignatur die der Zauber ausstrahlte, denn er hatte seinen Bruder oft dabei zugesehen. Doch diesmal stimmte rein gar nichts. Der Zauberaufbau hatte am Anfang gestimmt, doch sobald der Zauber Waterstorm erreicht hatte, verlor er sein Ziel und veränderte sich daraufhin, so schnappte er die erst beste Seele die in seinem Wirkungsbereich lag. Nun war es zu spät und Magan sah erschreckt zu was geschah. Er hatte noch nie gehört das so was möglich war, doch wie es aussah konnte der Zauber also auch Seelen fangen, die an einem Körper gebunden waren(Dieser Zauber wurde eigentlich zum einfangen von Geistern entwickelt und wird von Chaosdrachen bzw. Energiedrachen benutzt die sich aus Geister statt auf Golem spezialisiert haben). Vermutlich ist das wieder so eine Variante der Traumdrachen, dachte sich Magan, denn er wusste genau das Tarar in Wahrheit Zauber beherrschte bei dem jeder Zauberkundige vor Neid grün anlaufen würde.
Auch Tarar war geschockt als sie sah wie der Zauber außer Kontrolle geriet. Sie konnte keine klare Entscheidung treffen, als sie sich für diese Möglichkeit entschied, den sie hatte ja keinen klaren Schicksalsblick von Waterstrom herhalten und die Feinen Schicksalslinien waren einfach zu sehr miteinander verwoben um genau zu sagen was man tun konnte für die beste Entwicklung für Waterstorm. Doch im Gegensatz zu Magan beruhigte sie sich schnell wieder und fasste damit schnell wieder einen klaren Kopf. Langsam richtete sie sich auf und schaute zu Waterstorms Körper und zu seiner Seele die in dem Kristall eingesperrt war. Durch diese Aktion, die zwar nicht so geplant verlief wie sich das Tarar gedacht hatte, wurden auf einmal viele Wege von Waterstorms Schicksal verschlossen und Waterstorms weg ließ sich nun besser erkennen, auch wenn Waterstorms Schicksal immer noch ein großes Wirrwarr war. Sie hatte nun eine Idee wie es weitergehen könnte, wobei sie flüchtig zu Magan schaute. Somit konnte sie nicht nur Waterstorm helfen, sondern auch Magan beweisen was in ihm steckte, doch dazu würde er Ruhe brauchen. Waterstorms böses Ich schien sowieso nicht hier bleiben zu wollen, was die Sache erleichterte. Denn keiner außer ihr hatte sich so schnell von den Schock erholt und sie war viel zu schwach um nun zu kämpfen. Es schien kein normaler Schock zu sein und irgendwie schien eine böswillige Aura über den Kristallsee zu liegen. Selbst Waterstorms Seele würde diese Aura spüren können.
Doch Waterstorms böses ich hatte auch etwas nicht bedach,t als es sich mit einem wütenden Schrei in den Himmel erhob. Zwar waren die Elementarkrallen nicht mehr wirklich an Waterstorm gebunden und er konnte, wenn er wollte, diese auch einem anderen geben, doch sie waren doch noch an Waterstorms Seele gebunden und konnten nur weitergereicht werden, wenn Waterstrom dies auch aus freien Willen tat. Was hier nicht der Fall war. Dies war eine Sicherheitsmassnahme um die Krallen nicht in die falschen Hände kommen zu lassen. Als das böse Ich von Waterstorm schon eine gute Höhe erreicht hatte und sich damit viel zu weit von dem Edelstein und damit Waterstorms Seele entfernt hatte, begangen die Krallen Energieblitze auszusondern, die Waterstorms Bösen Ich erstmal einen schmerzenden Schlag versetzen. Dann schienen die Elementarkrallen zum Leben zu erwachen und sich wie Schlangen um des bösen-Waterstorms Krallen zu winden, bis sie mit einem „Klack“ von dessen Krallen lösten und auf das Gras neben Waterstorms Seelenkristall vielen. Der rote Drache knurrte wütend die beiden Elementarkrallen an, so als hätten sie ihn persönlich beleidigt, doch dann hob er seinen finsteren und dennoch auf eine gewissen weiße prächtigen Kopf und verschwand in den Wolken.
Erst langsam löste sich Magans Erstarrung. Es geschah einfach viel zu schnell und es war viel zu viel auf ein mal. So das sein Gehirn einfach aussetzte und er keine klare Entscheidung treffen konnte. Er fühlte sich gar nicht gut und irgendwie reagierte auch sein Körper nicht, der lag immer noch wegen der Schockwelle auf den Boden. Er war unsanft auf seinen rechten Flügel gelandet und befürchtete das er vielleicht gebrochen sein könnte. Endlich gelang es Magan seinen Kopf zu schütteln und er hoffte das es helfen würde den Nebel in seinem Kopf zu vertreiben, der ihn beim Denken beschränkte. Er wusste das es Waterstorms Körper war der vor ihm stand auch wenn er nun ganz anders aussah, doch er wusste auch das sich gerade etwas gewaltig schlechtes vor ihnen in die Luft gestiegen war uns sich nun frei in der Welt bewegte, wenn sie es nicht aufhielten. Doch warum konnte er sich nicht bewegen und warum schrie sein ganzer Körper danach wegzulaufen und sich irgendwo in einem Loch zu verkriechen, bis dieses Etwas weg war. Vermutlich wäre unwillentlich Magan dieser Panik gefolgt wenn er sich bewegen könnte. Es war als ob dieses Etwas die Ungekehrte Aura von Waterstorm besaß und diese hatte sich über den Ganzen Kristallsee gelegt. Viele Drachen besaßen so was wie die Drachenangst, die dafür sorge das verschiedene Rassen, vor allem aber solche wie die Menschen, einem Drachen nicht zu nahe komme konnte und sofort die Flucht ergriff, doch genau diese Drachenangst wirkte nun auf Luarcis und Magan. Es war so ein erdrückendes Gefühl, das Magans Gehirn nur noch kaum vernünftige Entscheidungen treffen konnte, das dieses Gefühl über die Angst hinausging. Es war schon mehr Panik und blankes Entsetzen. Sein ganzer Körper schrie danach zu fliehen, doch er war wiederum so sehr gelähmt als wäre er zu eis erstarrt. Magans Augen hatten schon jeden Glanz verlohren und waren vollkommen grau, genau so wie sein Fell, das sich durch einen Instinkt heraus gesträubt hatte und Magan größer erschienen ließ als er war. Als Waterstorms ehemaliger Körper in den Wolken verschwand und nicht mal mehr die Spur einer Roten schuppe zu sehen war, löste sich endlich und schlagartig diese Aura auf und auch Magans Erstarrtheit. Mit zitternden Pfoten sank Magan in sich zusammen und war dankbar das dieses Wessen weg war. Er registrierte nicht ein mal was mit Waterstorms Seele in einem Kristall eingekerkert war uns sein Körper gerade verschwunden war und genau so merkte er nicht wie schnell und plötzlich diese finstere Aura verschwunden war und das er sie nun eigentlich nicht mehr spürte. Sein Herz Pochte noch wie verrückt und ein energiereiches Neonblaues Blut schien zu Eis gefroren und gleichzeitig zu kochen.
Tarar sah zu Luarcis und Magan z, sagte kein Wort und ließ ihnen Zeit sich erstmal wieder zu sammeln. Da sie ein Traumdrache war und keinen wirklichen organischen Körper besaß, hatte die Drachenpanik, wie sie nun diese entsetzliche Weiterentwicklung der Drachenangst nannte, keine Auswirklungen auf sie gehabt, außer die das sie sich genau vorstellen konnte was die anderen wohl gefühlt hatten, den sie konnte auch Gefühle haben ob nun positiv oder negativ, nur ihr Wissen rettete sie davor das gleiche Schicksal zu erleiden. Dennoch war auch sie Geschockt von den Vorgängen und hätte auch wenn sie es noch die Kraft dazu hätte nichts tun können. Das einzige was ihr Hoffnung gab war die Tatsache das sie mittlerweile einen neuen Plan hatte und das Waterstorms Schicksalsweg nun offenkundiger war als vor wenigen Minuten, außerdem waren die Elementarkrallen nicht verloren gegangen, was ihnen noch einen weitern kleinen Vorteil verschaffte.
Langsam erhob sich Magan wieder, denn nun endlich gehorchen ihn seine Muskeln, auch wenn er noch auf zittrigen Beinen stand weil er seinen Schock von vorhin, wobei hier die Drachenpanik eine entscheidende Rolle gespielt hatte, noch immer nicht ganz überwunden hatte. Doch dann strafte er sich Ruckartig und öffnete seine vorhin geschlossenen Augen in denen man beobachten konnte wie sie ihre rote Farbe wieder annahmen. „Wir müssen ihm sofort hinterher, bevor er ganz verschwunden ist“, sagte Magan laut und bestimmt, seine Stimme war fest, was er wohl nur mir viel mühe schaffte. Schon machte er sich heißspornig daran in die Luft zu gehen, doch Tarar die plötzlich vor im stand hielt ihn an der Schulter fest. „Denk nach Magan!“, sagte sie bestimmt, „er ist schon weg, spürst du den noch etwas von seiner Aura? UND selbst wenn du ihn einholst so hast du doch wieder keine Chance gegen diese Aura anzukommen“. Sie spürte wie sich die Muskeln unter Magans Schulterfell anfingen sich langsam zu entspannen, die kühne Idee die aus der Angst geboren war, Waterstorm vielleicht für immer zu verlieren, war erloschen. Die gerade wieder gewonnene rote Farbe einer Augen begann wieder zu verblassen und ein dumpfes Grau anzunehmen. „War....War das eben Drachenangst. Ich dachte sie wirkt nur auf andere Lebewesen und auch nicht so extrem“, sagte Magan dessen Stimme entschlossen an Standfestigkeit verloren hatte. „Nein, das war sicher keine Drachenangst. Ich würde so was eher als Drachenpanik betrachten, den das würde das Gefühl wohl eher beschreiben und das wir Drachen es spüren konnten heißt nur, das die Drachenpanik unglaublich stark ist, was unsere Situation nicht gerade leichter macht,“ erklärte Tarar, „du siehst es hätte nichts gebracht hals über kopf Waterstorms Körper hinterher zu hetzten“. Magan schaute traurig zu Boden doch bevor er Gefahr lief wieder seinen ganzen Mut zu verlieren sage Tarar zu ihm und sprach laut genaug damit Luarcis sie auch hören konnte: „Hör zu, wir können ihn im Moment nicht verfolgen, wir brauchen erstmal etwas um uns vor seiner Drachenpanik zu schützen. Außerdem müssen wir uns erstmal um Waterstorms Seele kümmern, nur du kannst das. Weißt du was ich meine Magan!“.
Er schaute Tarar verwirt an. Zuerst verstand er nicht was sie wollte. Er fing sogar an zu glauben das sie vielleicht nur scherzte. Was sollte er den schon tun. Waterstorms Körper war weg nur noch sein Seelenkristall, den er nun endlich registriert hatte, mit den beiden Elementarkrallen, die Waterstorms Elemente darstellten waren noch hier. Sein Seelenkristall...., fragte sich Magan auf ein mal, plötzlich blitze ein Funke des Verstehens in Magans Augen auf. „Natürlich sein Seelenkristall“, schimpfte er mit sich selber, den er war wütend auf sich, dass er nicht gleich daran gedacht hatte. „Ich glaube es wäre aber besser wenn du es machen würdest“, sagte Magan zu Tarar, „du kennst dich da viel besser aus als ich. Ich will nichts falsch machen, oder zu schlampig sein. Doch um das zu vermeiden würde ich einiges an Energie brauchen, die ich wohl nicht habe.“ Magan sah Tarar verzweifelt an, doch diese lächelte auf ein mal. „Magan!“, sagte sie bestimmt“, das hier ist nicht meine Aufgabe sondern deine. Ich weiß das du all das nötige hast was du brauchst und noch viel mehr. Glaub an dich und denk nach, du findest schon eine gute Lösung. Vor allem bleib Ruhig denk an deinen Körper.“ Dann deutete sie auf die Elementarkrallen und zwinkerte kurz: „Diese Elementarkrallen sind auch stark und sie werden dir die Sache sicher erleichtern“. Magan gab sich nun wohl oder übel geschlagen, doch das die Elementarkralen da waren, würde bei der ganzen Sache nur Hilfreich sein. Nun spuckten viele Ideen in Magans kopf herum und er versuchte sich genau zu erinnern wie Waterstrom ausgesehen hatte, jede Farbveränderung und jeden Muskelstrang rief er sich noch mal vor seinem geistigen Auge in Erinnerung. Mit einem enttäuschten Seufzer öffnete Magan seine Augen. Er hatte tatsächlich einen großen Hacken bei seiner Idee gefunden, zu dem ihm einfach keine Lösung einfiel. Dabei ging es noch nicht mal um den Punkt Energie, den sein Vorhaben forderte einen gewaltigen Energieverbrauch. Traurig schaute er auf den blauen Stein, in dem Waterstorms Seele in einem silbernen Glanz schimmerte. Die Elementarkrallen, die ihn Tarar vor kurzem erklärt hatte, würden ihn nicht helfen, denn sie waren noch an Waterstorms Seele gebunden. Dies machte die Sache nicht gerade einfacher. Magan begann langsam wieder in Verzweiflung zu versinken. Dies schien eindeutig nicht sein Tag zu sein. Seine Gefühle waren immer noch durch die Auswirkungen der Drachenpanik vollkommen durcheinander und im Moment erlebte er sie alle mit ungewöhnlicher Intensität. Magan wusste das wenn er sich Gefühlsmäßig nicht bald beruhigen würde, dies ihn früher oder später zerstören würde. Noch ein mal schloss er die Augen und die Welt wurde wieder schwarz. Zuerst musste er seine Gedanken ordnen, er brauchte sowieso Ruhe um eine Idee umzusetzen. Doch zuerst musste er noch was anderes erledigen. Er Atmete tief ein und wieder aus. Bilder schwirrten vor einem Geschlossenen Augen umher, einige waren Glücklich, doch viele waren Traurig. Magan befürchtete das dies die Nachwirkungen der Drachenpanik zu viel für ihn waren. Vielleicht lag es daran das Magan das Pech hatte halb organisch und halb energetisch zu sein. Diese beiden Komponenten verbanden nur seine Gefühle miteinander und sorgten für einen geordneten Ablauf, doch im Moment schien Magan innerlich zu bersten.
Aus einer Tiefen Kraft die er in sich entdeckte schöpfte Magan dennoch die Ruhe, die er brauchte, und die Bilder verschwanden vor seinen Augen. Alles wurde ruhig in ihm und er wusste nun eine Lösung. Magen hob stolz seinen Hals und warf einen Kopf zurück. Sein Maul öffnete sich langsam aus dem zuerst ein leises tiefes Brummen hervorkam, dass ich dann aber immer mehr steigerte. Zum Schluss kam aus Magans Kelle eine mehrstufige Melodie, die durch seine Magie verstärkt wurde. Auch wenn die Melodie nur aus Tönen bestand, so enthielt sie doch die Bitte nach Hilfe. Magan legte seine ganze Dringlichkeit in den „Drachenruf“. Die Luft schien für einen kurzen Moment zu flimmern, doch dann war die Melodie aus und Magan schaute wieder zu Boden. Nun hieß es abwarten, doch dies brauchte Magan nicht lange. Nicht weit weg von ihnen begann die Luft zu schimmern und es bildeten sich kleine blaue Dampfwolken die sich kreisförmig um einen bestimmten Punkt bewegten. Von einer Sekunde auf die nächste war das Portal perfekt aufgebaut. Aus dem hellen Schimmer in der Mitte konnte Magan schließen, das es ein Direktwegportal war und nicht erst ins Dazwischen geführt hatte. Etwas trat aus dem Portal und Magan wurde von einem Sonnenstrahl getroffen, der sich auf diesem etwas reflektiert hatte. Doch Magan brauche nicht zu sehen wer dies war. Er wusste es ja bereits, denn er hatte ihn gerufen. Als er vollkommen aus dem Portal getreten war und Magans Augen sich an die Sonnenstrahlung gewöhnt hatten, schloss sich das Portal wieder hinter ihm. Magan betrachtete den „Drachen“ vor sich. Aus seinen Augen die die selbe silberne Farbe hatten die jeder teil seiner Körpers, konnten geübte Lebewesen schließen, dass es sich hierbei um einen Drachengolem handelte. Da dieser Golem Magan sehr ähnlich sah, bis das er keine Farbunterschiede enthielt und ein viel grelleres Silber hatte, konnte man darauf schließen, das Drachengolem wohl Magan gehörte bzw. von ihm erschaffen wurde. Der Drachengolem war vollkommen silbern, das galt poliert zu sein schien, doch erst bei näherer Betrachtung erkannte man das das Silber keins war. Den es war Flüssig und nur wenige Drachen schafften es ja dafür zu sorgen das die Substanz eines Golems einen anderen Aggregatzustand annahm als bei seiner Normaltemperatur. Magan war sicher nicht stark genug um so was zu erreichen. Doch er hatte von einem Stoff gehört das man das Lebendige Silber nannte, wie es sich dann herausstelle war es besser unter den Namen Quecksilber bekannt. Dieses Quecksilber, war eigentlich gar nicht Lebendig, doch dies hatte Magan damals geändert und diese Golem damit erschaffen. Magan war halt alles andere als Perfekt wenn es um Zauber ging und das konnte er immer noch an diesem Golem sehen. Mehrmals viel etwas Quecksilber vom Golem und bildete Tropfen auf der Erde die aber sofort wieder mit dem Golem verschmolzen. So erinnerte er eher an brennendes silbernes Kerzenwachs anstatt an Metall. Du armer, so wirst du wohl nicht frei sein können, wenn du deine körperliche Form nicht richtig halten kannst, dachte Magan bei sich. Dieser Golem musste noch genau Magans Befehle befolgen, den er war noch nicht frei und an Magans Seele gebunden. Magan konnte überhaupt erst einen Golem frei lassen wenn seine Seele sich so weiterentwickelt hatte, das sie der eines richtigen Drachen entsprach. Doch dieser Golem war noch lange nicht soweit, besonders weil er nicht mal seine Köperform halten konnte. „Ihr habt mich gerufen, Meister?“, fragte der Golem mit einer metallisch holen Stimme. „Wie oft soll ich dir sagen das du mich nicht Meister nennen sollst? Das tut sowieso keiner meiner Golems außer dir“, sagte Magan zu ihm. Doch er hatte mittlerweile aufgegeben ihn zu belehren. In diesem Punkt war sein Golem viel zu stur. Magans Golems hatte es immer gut bei ihm. Er war keine der Drachen die sich gerne Arbeit abnehmen ließen, nur ab und zu brauchte Magan halt Hilfe und da waren Golems einfach klasse. Viele seiner Rasse betrachteten sie als stumme Diener, die weder ein freies Leben noch sonst welchen Luxus verdienten, wenn man sie nicht mehr brauche zerstörte man einfach ihren Seelenkristall und hatte ruhe von ihnen. Doch Magan war nicht so, er ließ es gerne zu das sich seine Golems weiterentwickelten und er befreite sie wenn er sicher war das sie alleine überleben konnten. Darum hatte er wohl auch noch so guten Kontakt zu seinen freien Golems und sie taten ihn gerne noch einige Gefallen wen er darum bat. Doch Magan war nicht wirklich gut in der Golemerschaffung und so viele Golems wie andere Drachen hatte er nie erschaffen, bis jetzt konnte er nur zwei Golems die Freiheit schenken und er hatte nur 6 erschaffen, darunter diesen Quecksilbergolem. „Luarcis darf ich dir Queck vorstellen, er ist mein Kampfgolem und ich glaub wir können seine Hilfe gebrauchen, jedenfalls für einen kurzen Moment. Und nimm nicht so viel auf sein Meistergetue ich glaube er lernt es nie“, sagte Magan zu dem weißen, der den Golem interessiert betrachtete. Magan fand den Namen Queck richtig praktisch, er war leicht zu merken und zeigte was dieser Golem war. Allerdings war Magan damals selbst überrascht gewesen, als er Queck erschaffen hatte und merkte das er ein Kampfgolem geworden war. Magan hatte es noch nie geschafft willentlich so einen Kampfgolem zu erschaffen und seit Queck hatte er dies auch nicht mehr geschafft. Einen Kampfgolem erkannte man an seinen Ausgeprägten Muskeln und der besseren Panzerung als die von seinem Erschaffer. Doch durch Quecks wandelnde Form trat dies nicht so sehr heraus, dafür konnte es Magan nur zu gut an seiner Aura erkennen.
Da Magan sich immer noch nicht so gut fühlte übermittelte er seinen Golem telepatisch was er dachte, außerdem wollte er es schnell hinter sich bringen, den ohne Queck war sein Hort beinahe ohne Schutz. Der Quecksilbergolem lächelte kurz als er verstanden hatte und schaute Magan besorgt an, nun da er wusste was los war, machte er sich natürlich sorgen um ihn. Doch Magan winkte ab, es gab nun wichtigeres als seinen Gefühlszustand. Der Kampfgolem Hob ein Vorderbein unter dem sich langsam die Luft zu bewegen viel, doch dann erkannte man das es sich und Quecksilbertropfen handelte, die sich um einen bestimmten Punkt vereinigten und damit einem immer größere Kugel bildeten. Als die Kugel so groß wie ein Medizinball war, nahm der Golem sein Vorderbein weg und Magan belegte die Quecksilberkugel noch schnell mit einem extra Gravitationszauber, da diese genau so eine schlechte Formgebung hatte wie sein Golem. Trotz dieser Aktion war der Golem nicht kleiner geworden, sondern behielt seine Konsistenz, dies verdankte er einem Meisterstreich von Magan der dafür sorge das in Quecks innersten Körper eiskalte Temperaturen herrschten und damit konnte der Golem wesentlich mehr Quecksilber in sich speichern und diesen Verlust von heute regenerieren. „Danke dir, nun will ich dich aber nicht weiter aufhalten“, sagte Magan zu Queck, dieser neigte leicht den Kopf und öffnete mit einer schlichten Pfotenbewegung wieder ein Portal. Er warf allerdings Magan noch einen besorgten Blick zu bevor er im Portal verschwand. Das Portal schloss sich gleich hinter ihm. Magan starte noch auf die stelle wo vor kurzem das Portal war, doch dann wurde ihn wieder klar das er sich auf eine andere Sache konzentrieren musste. Er schaute auf die Quecksilberkugel auf der sich kleine Wellen von oben nach unten bewegen, was ein Hinweis für die Schwerkraft war und das der Gravitationszauber nicht perfekt war. Nun hatte er wirklich alles was er brauchte, doch ein Problem bleib noch aus. Wie sollte er bloß so viel Energie aufwenden können, um diesen Zauber so genau wie möglich auszuführen, denn er wollte hierbei nicht schlampig sein, den diesmal ging es um die Seele eines Freundes. Las mir dir helfen, du weißt genau das deine Energie auf so einen hohen Level nicht ausreicht, du würdest dich nur selbst bei dem versuch umbringen, sagte eine tiefe, dunkle Stimme in Magans Seele. Er spürte wie sich etwas Finsteres über Magans Seele legte, doch diese Finsternis kannte er schon, auch wenn sie für ihn genau so erschreckend war, die das was war gerade gesehen hatte. Dennoch verhindere Grael, eine finstere und geheimnisvolle Seele die sich relativ früh bei magan eingenistet hatte und ihn irgendwie ähnlich sah, das Magan obwohl er furcht hatte in seinen Körperlichen Aktivitäten behindert war. Sei kein Narr, sagte Grael, der Magans Gedanken genau kannte, ohne mich hast du keine Chance deinen Freund überhaupt zu helfen. Das weißt du genau! Luarcis kannst du den Zauber nicht so schnell beibringen und würdest dadurch Zeit verlieren wenn du Pech hast sogar Waterstorms Seele. Tarar wird dir nicht helfen, das hat sie selbst gesagt. Ich bin deine einzige Möglichkeit. Diesmal richtet sich Magan direkt an Grael, da er merkte das es keine Möglichkeit gab seine Gedanken vor ihm zu verbergen, dies konnte er nie wenn Grael mit ihm direkt redete, er konnte ihn zwar aus seinen Gedanken ganz verbannen doch das würde ihm nicht bei seinem Problem helfen. Warum willst du mir helfen. Du hast doch nur vor diese Situation irgendwie auszunutzen. Vielleicht willst du auch nur ganz seine Seele zerstören, sagte Magan wütend, er hasste es so wenig Energie und Magie in sich zu haben und er hasste es nie mit seinen Gedanken alleine zu sein, wenn er es mal brauchte. Grael lachte auf, den er wusste ja genau was Magan dachte und antwortete ihm: Es ist ganz einfach, dieses Ding wird zurück kommen und euch beide Töten und das will ich im Moment noch nicht, ich brauche dich. Außerdem will ich mich mit ihm messen. Doch um dich ganz zu beruhigen ich werde mich ganz aus dem Zauber raushalten, aber dir erlauben von meiner Energiequelle zu schöpfen ohne Gefahr zu laufen das ich diese beeinflussen kann. Du wirst es an meinen Gedanken merken sollte ich versuchen aus meiner Energie einen Zauber zu formen. Und stimmst du zu. Nach einer kurzen Bedenkzeit gab Magan Grael Widerwillig recht und stimmte schlussendlich zu
Wieder einmal schloss Magan die Augen und sperrte diesmal willentlich alle äußeren Reize weg, nur noch seine Aufgabe und der Zauber zählte nun. Wieder rief er sich Waterstorms Aussehen in Erinnerung und versuchte dabei an jede kleine Besonderheit zu denken, was er nicht vollkommen genau. Magan rief die innerste Magie seines Wesens an und sein Körper schien eine Geisterhafte Form anzunehmen, weil wieder eine Energieadern seine ganzen Körper durchzogen. Durch das rote und blaue Leichten von Magans Energieadern wurde ein kleiner Bereich um ihn herum in Zwielicht getaucht. Doch dann ließ das Leuchten nach den die Starke Energie konzentrierte sich nur noch auf Magans Vorderbeine, die nur noch als einzige durchsichtig zu sein schienen. Einen Zauberspruch murmelnd trat er näher an die beiden Elementarkrallen und Waterstorms Seelenkristall heran, den keiner seit dem Vorfall bewegt hatte. Nun begann er Runen um diese Stelle zu zeichnen doch in einem so großen Abstand das ein Drache darin Platz hatte. Er vollendete den Runenkreis aber nicht ganz sondern ließ eine Lücke durch die er erstmal hindurch konnte ohne den Zauber zu brechen in dem er ausersehen eine Rune verwischte. Als nächstes begann er mit seinen Krallen feine Linien in den Boden zu zeichnen, wobei er es peinlich genau vermied die Elementarkrallen, die wieder angefangen hatte kleine Blitze abzusondern, zu berühren, aber auch Waterstorms Seelenkristall berührte er nicht. Als er fertig war und den letzen Strich mit den Anderen verband, begangen die feinen Linien schwach zu leuchten. Nun konnte man erkennen das die Linien einen Drachen, oder eher eine 2D auf den Boden platt gedrückte Drachengestallt ergaben. Der Drache auf den Boden war nicht mal besonders Detailgetreu, doch die vielen Querstriche verliehen in ein aussehen als ob er wirklich auf den Boden Platt gedrückt wurde. Dann schloss Magan den Runenkreis hinter sich und rief nun auch Graels Energie an. Jetzt kam der schwierigste Teil, das wusste Magan. Nach dem er genügend Energie gesammelt hatte, öffnete er sein Maul aus dem ein silberschwarzer Lichtdrache zu kommen schien. Er erinnerte entfernt an einen chinesischen Drachen, doch dieser hatte Flügel und sah halt Magan ähnlich. Der Lichtdrache kreiste einen Moment lang über den Runen bevor er sich auf Waterstorms Seelenkristall stürzte und sich mit diesem Verband. Waterstorms Seelenkristall bekam ein paar Ecken und Kanten und wurde etwas Grauer. Auch das Leuchten des Kristalls und auch der Runen und Linien wurde heller. Ein seltsamer Zufall war es der Magan hier einen Vorteil Brachte. Normalerweise erschuf man Golems nur aus einem Element, alle anderen Techniken waren da schwerer. Doch Magan fand es irgendwie leichter einen Golem nicht nur aus einem Element zu schaffen sondern diesen mit einem Gegenstand zu verbinden zum Beispiel mit einem Schwert oder wie bei Queck der Fall war mit dem Quecksilber an sich. So erhielten die Golems bessere Fähigkeiten durch diesen Gegenstand. Wichtig dabei war es das der Seelenkristall den man erschuf sich nicht nur auf das innere des Kristalls konzentriere sondern sich auch auf den Gegenstand verteile, womit der ganze Gegenstand zum Seelenkristall wurde. Genau diese Besonderheit kam Magan nun gerade zu nutze, als er Waterstorms Seelenkristall mit seiner Magie in einen für Golems geeigneten Kristall umwandelte und diesen durch eine unsichtbare Verbindung mit den Krallen verband.
Dann hob Magan seine Forderbeine und genau so schienen die feinen Linien sich zu erheben, als seien sie nur Marionetten die durch unsichtbare Seile an Magans Krallen befestigt waren. Aus Magans platten 2D Drachen wurde dadurch ganz schnell ein skizzenhafter, leuchtender 3D Drache. Doch Magan achtete nicht darauf, er hatte dies ja schon oft bei einer Golemerschaffung gemacht. Das Wasser des Kristallsees begann sich aufzuwühlen, so wie vorhin bei Waterstorm, doch diesmal sollte dies ihnen Helfen. Eine große Kugel bildete sich über dem Land und Flog langsam auf den 3D Drachen zu. Waterstorms Seelenkristall gab immer wieder Leuchtende Energiestöße von sich, so wie ein schlagendes Herz. Als die Wasserkugel den 3d Drachen erreichte, verfloss sie schnell in diese Form. Magan spürte das er dafür nicht sehr viel Magie brauchte, den die nun leuchtende Wasserkralle half ihn dabei. Die groben umrisse eines Drachen waren nun zu erkennen, denn noch musste Magan immer noch die Wassermassen halten den sonst würden die schnell aus der Vorm verfließen. Mit der Anderen freien Pfote lenkte er nun die Quecksilberkugel auf die Wassermassen zu um den Drachen den Letzten schliff zu verpassen und ihm einen Rückenkamm zu geben, wobei ihm hier die Macht der Metallkralle doch sehr weiterhalf. Nachdem dies erledigt war. Fing Magan an in der Luft Waterstorms bestimmte Merkmale hervorzuarbeiten. Mit jeder Bewegung die Magan in der Luft machte veränderte dich die Wasser-Quecksilber-Gestalt immer mehr und wurde Waterstorm immer ähnlicher. Mit jeder Bewegung kamen auch immer mehr feine leuchtende Linien hinzu, die später zwar nicht mehr zu sehen waren, aber dafür sorgten das der Golem seine Gestallt beibehielt und das die Umwelteinflüsse auf das jeweilige Element des Golems keine Auswirkungen mehr hatten. Doch jede weitere Linie wurde immer Dunkler, da Magan schon längst an seine Grenzen gestoßen war und sich mehr und mehr auf Graels macht verlassen musste. Mittlerweile gaben die schwarzen und weißen Linien einen interessanten Kontrast ab. Normalerweise wurde ein Golem über Tage hinweg erschaffen, doch diesmal hatten sie keine Zeit. Als Magan endlich fertig war, besser gesagt als er endlich mit sich zufrieden war und der Waterstromgolem den richtigen Waterstrom doch einigermaßen ähnlich war, hatte er so viele streiche gezogen das die Gestalt aussah als wäre sie unter einem leuchtenden Netz gefangen. Nun ließ Magan den letzten Teil des Zaubers wirken der in den Runen streckte, diese leuchteten ein mal auf und verschwanden dann, Doch Waterstorms Seelenkristall löste sich in der Wasser-Quecksilber-Gestalt langsam auf, weil dieser schwach blau leuchtende Adern durch diesen neuen Körper zog. Außerdem waren sowieso die Krallen auch zum Seelenkristall geworden. Das Wasser wurde etwas trüber und die leuchtenden Adern verschwanden auch, genau so wie die Linien. Nun stand der neue Golem ganz allein da und Rührte sich nicht. Magan durchtrennte im Geist eine leuchtende Kette, die er sich in seinen Gedanken vorstellte, die die Verbindung eines Golems mit dem Erschaffer darstellte, den er wusste ja das Waterstorms Seele diesen Golem steuerte. Gespannt beobachtete Magan die der Golem seine Augen öffnete, dann Sank er in sich zusammen.
Müde aber allerdings froh darüber, dass es so gut gelaufen war und er noch lebte sagte er zu Waterstorm: „Es tut mir leid das ich dich nicht besser hinbekommen habe, doch du müsstest beinahe über deine ganzen Fähigkeiten verfügen und hast noch deine Elementarkrallen“. Er wusste das Waterstorm ihn nun hören konnte und auch eigenständig handeln. Da die meisten Fähigkeiten an die Seele gekoppelt waren konnte Waterstorm auch benutzten, man brauchte halt nur einen speziellen Körper dafür und Magan war sicher das es mit diesem gehen würde. Vielleicht würden seine Fähigkeiten sich nun nur etwas unterscheiden. Doch seine Elementarkrallen würden in dabei helfen. Magan konnte seine Überanstrengten Augen nicht mehr offen halten doch er spürte das ihn gerade jemand half, seine schwachen Energiereserven wieder aufzufühlen, aber er glaubte das es nicht Tarar war.
Magan spürte sie sich Graels finstere Seele wieder zurück zog und seine eigene wieder die vollen Ausmaße seine Geistes einnahm, bis auf einen Dunklen fleck der ganz Grael und seinen eigenen schlimmen Gedanken gehörte. Auch wenn Magan froh war wieder für sich zu sein, do dankte er Grael doch noch im Stillen, den ohne ihn hätte sein Vorhaben sicher tödlich geendet. Doch nun war Magan so erschöpft das er nur noch schlaffen wollte, ihm war alles egal, nur noch der Schlaf zählte. Doch bevor er in die Traumwelt gleiten konnte, erspürten seine Sinne, die ja immer mit dem permanenten magischen Blick arbeiteten eine sehr mächtige und starke Aura. Sofort verflog Magans Müdigkeit, auch wenn er sie immer noch im Hinterkopf fühle und sie sich durch ein leichtes Schwindelgefühl äußerte. Doch die Aura gehörte sicherlich nicht Waterstorms bösen Körper, sondern etwas anderem. Es war auf einmal Aufgetaucht mitten im Spürbereich von Magan, doch es war noch im Wald und das Magan nun so eine starke Aura spüren konnte, verhieß das es sehr mächtig war. Egal was das war, es verstand sich gut darin seine wahren Gefühle zu verstecken, denn es schien als würde seine Aura wie Nebel um die wahren absichten und Gedanken des Wesens wehen und diese damit verschleiern. Magans Bemühungen durch diesen Nebel zu dringen waren alle umsonst, den er war fest wie eine Stahlwand, außerdem wollte magan nicht zu stärkeren mitteln greifen. Er hätte damit nur einen Angriff provoziert und dazu war er sowieso vollkommen erschöpft, außerdem glaubt er nicht das er auch im ausgeruhten zustand durch diesen Nebel gedrungen wäre. Das einzige was Magan wahrnahm war das Lied der Seele, dieser Kreatur, die verkündete das sie nichts böses wollte. Ihnen bleib sowieso keine Wahl den das Wessen war schon beinahe bei ihnen und es gab keine Fluchtmöglichkeit, nicht bei ihren Zustand. Dann erschien das Wesen endlich hinter den Bäumen und Magan konnte nicht anders als vor erstaunen sein Maul in einem tonlosen erstaunen Laut aufzureißen. Vor ihnen stand eine alte gebrechliche Menschenfrau. Sie war in graue Kleider gekleidet und stütze sich schwer atmend auf einen Stock, doch die Augen der alten Frau schienen noch so voller leben zu sein. „Ihr vier veranstaltet hier aber einen ganz schönen Radau“, sagte die Frau auf ein mal, ihre Stimme war bestimmt aber dennoch weich. Außerdem redete sie mit den Drachen, als wären es jugendliche Menschen denen sie was beibrachte und keine Drachen von denen sie jeder außer der kleinen Tarar überragte. Die Frau lächelte und versuchte sich etwas mehr aufzurichten, was bei ihrem Buckel leider nicht sehr gut klappte. „Ja ich bin schon wesentlich alt und füll mich doch zwischen euch relativ klein“, sagte die Alte Rau und Magans Augen leuchteten kurz orange auf, weil die ihn genau das beantwortete was er gedacht hatte. Dies ist sicher nur ein Zufall, sagte er zu sich selbst. Doch er benutzte seine Schwachen Energiereserven, die vorhin durch jemanden, er wusste immer noch nicht wer es gewesen war, wieder etwas aufgeladen wurden, um seinen richtigen magischen Blick zu benutzen. Seine Augen leuchteten Blau auf doch er sah nicht mehr als mit seinem normalen Blick. Die ganze Umgebung war nun in die Nebelhafte Schutzaura des Wesens getaucht und sein Magischer blick konnte nichts erkenne so als würde er tatsächlich im dichten Nebel stehen. Verstört schaltete Magan seinen Zauber aus. Die alte Frau stand nun direkt vor ihm und lächelte ihn sanft an, dabei enthüllte sie ihn ein paar Zahnlücken. „Jungchen warum verschwendest du deine kostbare Kraft, du wusstest was du sehen würdest, dennoch gehst du ein Risiko ein. Vergiss nicht das du schon viel geleistet hast Traumdrache“, sagte sie freundlich. Magan schaute sie verwirt an und fragte sich wie sie so schnell bei ihm sein konnte, hatte er es nicht bemerkt als er seinen magischen Blick eingesetzt hatte. Außerdem fragte er sich noch was doch das sprach er diesmal laut aus: „Ich bin doch kein Traumdrache sondern ein Chaosdrache aus der Gattung der Energiedrachen“, sagte Magan bestimmt. „Oh ja Jungchen, wenn du es sagst. Du wirst es wohl am besten wissen“, sagte die alte Frau und lächelte nur noch mehr wobei sie nur noch mehr Falten bekam. Doch das faszinierendste an ihr, waren immer noch ihre hellen, lebhaften Augen. „So viele unterschiedliche Drachen an einem Ort, mit so vielen Fähigkeiten, Wünschen und Träumen. Ihr könntet so viel bewegen und die Welt verändern. In jedem von euch steckt großes Potential“, sagte die Frau und musterte noch mal jeden einzelnen von ihnen. Auch Grael war auf einmal wieder da. Er hatte ihn Aufzucken gespürt als Magan die Aura bemerkt hatte und nun beobachtete er die Frau mit wachsender Erregung. Ob er nun Wütend war oder froh konnte Magan nicht bestimmen, er zeigte seine Gefühle nie wirklich Gegenüber Magan, doch genau so wie er Magans Gedanken spüre konnte spürte sie auch Magan und Graels Gefühle überschlugen sich gerade.
Bei Tarar bleib ihr blick kurz Haften und sie deutete eine Verbeugung an und sagte: „Ehrenwerte Traumdrachin es freut mich euch zu sehen“. Auch Tarar verbeugte sich vor der Frau, was ihr einen verwunderten Blick von Magan einbrachte. Kein wunder, dachte sie sich, er hat ja noch nie so ein verhalten von mir gesehen, doch er weiß auch nicht was ich über sie weiß. Sie hatte die Aura und die Frau gleich erkannt, doch sie sagte nichts, im Moment wollte und konnte sie sowieso nichts dazu sagen. Sie fragte sich nur was die alte Geschichtenerzählerin von ihnen wollte. Ich glaubt sie ist Verrückt, wenn sie mich schon für einen Traumdrachen hält, hörte sie Magans Gedankenstimme, der zu ihr und den Anderen sprach. Die alte Frau Drehte sich zu Magan um und sagte nun wieder mit einem bestimmten Ton: „Ihr habt schon vieles erreicht als ihr den Stab zerstört habt und schaut nicht so, so ein Mächtiges Ereignis, geht nicht einfach so vorbei ohne das es wenigstens ein Fremder bemerkt. Doch ich frage mich, nachdem was ihr schon erlebt habt, wie ihr so DUMM sein konntet du glauben, das es vorbei war. Jemand der die dunkle Energie gekostet hat *dabei zeigte sie auf Waterstrom* kann nur in den seltensten Fällen davon ausgehen das er ganz davon frei wird. Darum sind solche Sachen gefährlich. Dachtet ihr das das vermeidlich „Böse“ (dabei betonte sie dieses Wort besonders), sich für immer geschlagen gibt. Die ihr für Böse halten tun das selbe von euch, genau so wie ihr aus den restlichen Kräften mit mehr Kraft auferstanden seid, genau so können die es auch tun. Meinst ihr sie hätten kein recht zu leben, doch das können sie nur indem sie stärker werden als sie vorhin waren und sogar stärker werden als ihr...“. Magan schnaubte laut und Wütend und unterbracht sie damit. Seiner Verwunderung über die Frau war weggeblasen, als er hörte wie sie über ihren schwären Kampf sprach: „Was willst du damit sagen alte Frau. Du warst nicht dabei. Wenn wir es nicht verhindert hätten so hätte der Stab damals alles zerstört. Wir haben unser leben für diesen kümmerlichen Planeten riskiert“. Die Frau schaute ihn tief in die Augen und Magan spürte plötzlich wie er ruhiger wurde, außerdem geschah was erstaunliches in ihm und er wurde spürte wie er immer erholter wurde und wie sich seine Energiereserven aufluden. Sein ganzer Frust der durch die Müdigkeit ausgelöst wurde verflog auf einmal. Er musste zugeben das sie alle diese Tatsache doch irgendwie wussten und er alten Frau nur recht geben konnten. „Ich glaub kaum das du diesen Planeten wirklich kümmerlich nennen würdest wenn du ausgeruhter wärst, doch du hast heute genug geleistet, darum verzeihe ich dir, Magan. Luarcis und Waterstorm ihr setzt euch am besten, damit ich euch mal eine kurze Geschichte erzählen kann. Zum Schluss werdet ihr wissen was ihr vielleicht als nächstes tun könntet. Nein Luarcis keine Fragen, ich werde sie dir sowieso nicht beantworten (sie schien gesehen zu haben wie Luarcis wohl was sagen wollte, als sein Maul aufging). Waterstorm würdest du dich bitte Hinsetzten, ich weiß dein Körper ist neu aber je schneller du dich daran gewöhnst desto besser für dich...na geht doch also hört zu“, sie alte Frau redete mit so viel Selbstsicherheit als würde sie wirklich eine Geschichte für 6 Jährige Kinder erzählen und nicht für ausgewachsene Drachen.
Sie stützte sich an Magan, der es normalerweise nicht erlauben würde, doch bei der Frau ging er es lieber ein, anstatt sie zu verärgern, irgendwie hatte er Respekt vor ihr gewonnen, auch wenn sie so klein war. Dan begann sie was in den Boden zu malen wobei sie anfing zu erzählen. „Früher, zu einer Zeit als es noch nicht diese Ordnung der Elemente gab wie ihr sie heute kennt. Gab es drei Helden. Drachen wie ihr es seid übrigens. Diese drei Helden waren starke Kämpfer und ebenso starke Magier. Zu der Zeit herrschte allerdings ein sehr heftiger Kampf zwischen zwei Seiten die sich nie einig waren. Diese zwei Seiten bezeichnet ihr als gut und Böse. Immer wenn es die Helden schafften einen ihrer Widersacher zu besiegen, kamen schon der nächste der immer stärker wurde. Zum Schluss ging bei dem Kampf um zwischen den beiden Seiten beinahe der ganze Planet zu Bruch. Doch die siegreichen Helden hatten danach genug vom Kämpfen. Da sie mittlerweile sehr mächtig waren und außerdem sich großes Wissen eingeeignet hatten, beschlossen sie den ewigen Kreislauf des Kampfes zu beenden. Sie erschufen aus einem unbekannten Teil der Magie ein Mächtiges Werkzeug, das diesen Kampf beenden sollte. Als die andere Seite kam und diesmal war sie wie erwartet gewaltiger als ihr Vorgänger. So das ihr Schatten den halben Planeten verdunkelte, setzten die drei Helden ihr Werkzeug ein. Es war ein Spiegel, den sie Xirspiegel nannten und der Zauber dieses Spieles sog einfach diesen Schatten ein in eine andere Dimension die für immer sein Gefängnis sein sollte. Mit drei Drachenschwertern die, die drei Helden aus dem letzten Rest ihrer Magie und auch einen Teil ihrer Seele Formten verschlossen sie den Zugang des Spiegels. Da die andere Seite nicht vernichtet wurde, wurde der große Kreislauf gebrochen und ihr konntet ihm gewisser weiße in Frieden leben. Doch natürlich gibt es jetzt noch Kämpfe zwischen gut und Böse wie ihr es jetzt nennt. Doch nicht zu den schlimmen Ausmaßen wie zu der damaligen Zeit. Doch der Xirspiegel sog nicht nur die Kraft des Bösen auf sondern Tötete auch die drei Helden, doch bevor sie starben sorgen sie dafür die sich die Schwerter, die auch gleichzeitig Schlüssel waren in die drei Himmelsrichtungen verschwanden. Da Gut und Böse gleichzeitig ausgelöscht wurden, gingen die damaligen Elemente verloren, den die drei Helden kontrollierten sie. Der Xirspiegel und die drei Schlüssel wurden mit einem Zauber belegt, der dafür sorgte das nur die sie sehen konnten die von der Geschichte wussten, die ihr nun wisst. Versteht ihr nun was ich euch mit der Geschichte sagen will. Der Spiegel wird euch erlauben das Böse aus Waterstorms Körper zu ziehen und euch vielleicht von dem ewigen Kampf befreien, damit ihr ein ruhiges Leben führen könnt“, mit einem Seufzer beendete sie die Geschichte. Und zeigte auf die Bilder auf den Boden. Obwohl es nur Linien waren die sie mit dem Stock gemalt hatten schienen sie zu greifen echt zu sein so als könnte Magan sie doch tatsächlich greifen und sie schienen auch die nötigen Farben zu haben. Die alte Frau zeigte auf die Bilder und begann zu erklären: „Wie gesagt die alten Elemente sind zerstört darum gibt es auch keine Korrekten Namen für die Schwerter, die das jeweilige Element der Drachen darstellten. Darum werde ich versuchen die jeweiligen Elemente versuchen so gut wie möglich darzustellen. Das erste Schwert hier kann man das das „metallene Schwert des blauen Wildmeeres“ bezeichnen (Der griff des Schwertes war Silbern doch die Klinge war blau und erinnerte an einen Säbel, was die Klinge die Form einer Riesigen Welle hatte und wenn man genau hinsah konnte man kleine Wellen in der Klinge erkennen). Das zweite Schwert ist das Feuerschwert der goldweißen Birken (dieses Schwert war vollkommen weiß und hatte ein paar Goldene Stellen. Untern am Griff hatte es Wurzelähnliche auswüchse und die Klinge schien sich nach oben hin in immer weitere Klingenteile aufzuspalten. Alles in einem sah das schwärt aus wie eine weiße Birke nur das es so aussah als würde das Schwert in Flammen stehen). Das letzte Schwert ist das „bunte Eschenschwert der Traumenergie“ (dieses Schwert schien in allen Farben zu leuchten und hatte einen Baum in seiner Klinge eingraviert. Doch die Klinge schien nicht fest sie wahr kaum mehr als ein Traum). Damit habe ich euch alles erklärt nun müsst ihr entscheiden“. Magan merkte noch was erstaunliches an den Schwertern, Obwohl er sie so Detailgetreu vor seinem Auge sah hatte jedes von ihnen eine Stelle an der er nicht erkenne ob was da war oder was fällte. Beim ersten Schwert war das eine Tropfenförmige stelle auf der Klinge. Das zweite Schwert hatte da eine blattförmige Stelle und das letzte Schwert hatte eine Sternförmige Stelle...
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#96 Beitragvon Luarcis » Di 29 Mai, 2007 23:23

Entsetzt sah Luarcis mit an, wie sich sein einstiger Freund Waterstorm veränderte und eine unheimliche, dunkle Aura annahm, wie seine Schuppen und auch Hörner ein bedrohliches Rot bekamen und seine einst glänzenden Panzerplatten matt und stumpf wurden. So wohl zuvor auch das reine Lebenslicht von Tarar ihm tat und ihn gestärkt und geheilt hatte, so schlimm war nun der Stich, den Luarcis mitten in seiner Brust spürte, als Waterstorm seine dunkle Verwandlung vollzog. Er war, wie Magan und Tarar schon wussten, stärker als sie mit Waterstorm, genau wie auch mit allen anderen Lebewesen, verbunden, so dass er seine Gefühle und innere Gemütslage nicht nur wahrnehmen, sondern auch körperlich spüren konnte, wenn sie zu stark waren. Die Verfassung der Anderen, ihre Gefühle, ihre Stärke oder ihre Schmerzen, ihre Entschlossenheit, oder ihre Verzweiflung machten Luarcis je nachdem entweder stärker, oder raubten ihm seine Kräfte, wenn er sich nicht davor verschloss und schützte.
Mit einem gequältem Blick sah der Weiße erst zu Waterstorm, dann zu Tarar und Magan, während er sich instinktiv eine Pranke an die Brust hielt, es bedurfte keiner Worte mehr, sie wussten alle, dass gerade etwas schreckliches und gänzlich ungewolltes geschehen war.
Die Aura des Wasserdrachen wurde immer stärker und bedrohlicher, er schien pure Angst auszuschicken und Luarcis sah, wie Magan starr vor Schreck und Entsetzen wurde, wie er zitterte und sich kaum mehr rühren konnte. Auch Luarcis zischte instinktiv auf, sträubte seinen Nackenkamm und nahm eine geduckte, abwehrende Haltung ein, als er ebenfalls mit großen Augen auf Waterstorm starrte, oder zumindest das, was aus ihm geworden war. Nichts an ihm zeugte mehr von ihrem alten Freund, er war ein gänzlich anderer, dunkler Drache geworden, schlimmer noch als damals, als Waterstorm von dem Stab besessen war.
Luarcis spürte Magans Furcht und sie lies ihn ebenfalls zittern. Er spürte, wie der Silberdrache vollkommen in Panik geriet und machte sich große Sorgen um ihn. Er selbst war zwar auch von der Drachenpanik eingenommen, aber er versuchte schon von der ersten Sekunde an, dagegen anzukämpfen. Die Menschen, bei denen er aufgewachsen war, hatten ihn stets gelehrt, sich seinen Ängsten zu stellen und auch in scheinbar auswegslosen Situationen nicht vollkommen den Kopf zu verlieren und nicht seinen Instinkten die Überhand zu lassen, sondern immer noch dem Verstand die Kontrolle zu geben. Es war schwer, in diesem Moment diesen Grundsatz zu beherzigen, die Aura strömte ein bisher nie gespürtes Gefühl aus und Magans eigene Verfassung trug auch nicht gerade dazu bei, dass Luarcis sich sicherer fühlte, aber auch wenn er am ganzen Leib zitterte, wandte er sich nicht von Waterstorm ab und wich auch nicht zurück.
Als es schon beinahe unerträglich wurde, richtete Waterstorm sich auf, lies mit einem gewaltigen Brüllen und einem Flammenstoß die umliegenden Bäume Feuer fangen und hob sich in die Luft, nachdem er eine heftige Schockwelle am Boden ausgelöst hatte, die sie nach hinten schleuderte.
Luarcis befreite sich keuchend von ein paar Ästen und Geröll, als er dem Roten nachschaute, wie er samt seiner dunklen Aura hinter einem Berg verschwand. Mühsam rappelte er sich auf und schaute sich um, die Anderen schienen zum Glück mehr oder weniger mit dem Schrecken davon gekommen zu sein, anders als der Wald, der lichterloh in Flammen stand. Mit zusammengekniffenen Augen schaute Luarcis noch einen kurzen Moment zum Himmel, dann wandte er sich den Bäumen zu, nebenbei bemerkte er, wie seine Pflanzenelementarkralle unruhig von einem rötlichen Schimmer durchzogen war und ihm allmählich die Kraft aus seiner Pranke sog, gepaart mit einem brennenden Schmerz. Er verlor keine Zeit und stellte sich auf die Hinterbeine, den Blick zu den brennenden Baumwipfeln gewandt. Luarcis atmete einmal tief durch und hob seine Vorderbeine über seinen Kopf, so dass seine Pranken sich fast mit ihren Innenflächen berührten. Seine Feuerkralle glomm ebenfalls auf, als er seine Energie und seine Konzentration sammelte. Schließlich drehte er seine Pranken nach außen und senkte seine angespannten Arme wieder nach unten. Es ging nur langsam vonstatten und es schien, als ob er in der Luft auf einen unsichtbaren Widerstand stieß, den er mit seiner Kraft nach unten drücken musste. Seiner Bewegung folgend wurden plötzlich auch die Flammenzungen kleiner und das Feuer erlosch allmählich und als seine Arme unten angekommen waren, gab es nur noch ein paar auskühlende Glutstellen an den Ästen. Die Bäume sahen ziemlich mitgenommen aus, aber sie würden sich schon bald wieder erholt haben, aber sie wussten alle, dass dies sicher gerade erst der Anfang gewesen war.
Die Bewegungen, die Luarcis ausführte, sahen für einen Drachen sicher ungewöhnlich und komisch aus, aber schließlich haben die Menschen, bei denen er aufgewachsen war, ihm ihre Magie und ihre Rituale gelehrt, so dass er wohl auch bestimmte Techniken beherrschte, die sonst kein anderer Drache anwendete.
Als er sich seine Pflanzenkralle besah, war sie ebenso etwas verkohlt und ausgemergelt, aber er würde sich schnell davon erholt haben und so wandte sich Luarcis wieder den Anderen zu.
Erst jetzt bemerkte er, dass Waterstorm etwas zurückgelassen hatte, seine Elementarkrallen und einen blau schimmernden Kristall, von dem eine ungewöhnlich starke Aura ausströmte, wie sie sonst nur ausgewachsene Lebewesen verströmten. Er erkannte die Aura sofort, sie war ganz von der des ihm vertrauten Wasserdrachen durchsetzt und so ahnte er, was dies bedeutete.
„Anscheinend hatte deine Seelenversiegelung doch Erfolg, nur leider nicht den, den wir gewollt haben...“, sprach Luarcis mit einem bitteren Unterton zu Tarar, die nur wortlos leicht nickte.
„Was geschehen ist, lässt sich nicht mehr rückgängig machen, es ist schlimm, aber wir müssen unbedingt versuchen, nicht die Nerven zu verlieren, sondern in Ruhe überlegen, was wir nun tun sollen!“, sprach er noch, während er mit ansah, wie der aufgebrachte Magan von Tarar zurückgehalten wurde, als er gerade aufbrechen wollte.
Erfreut sah er mit an, wie Magan langsam wieder zur Besinnung kam und seine Gedanken ordnete, bis er eine Entscheidung fällte. Überrascht horchte der Weiße auf, als sein Freund plötzlich eine seltsame Melodie ertönen lies, er wusste nicht genau, was sie bedeutete, aber es war eindeutig ein Ruf. Luarcis selbst hatte eine ähnliche Fähigkeit, er konnte sich die Geschöpfe des Waldes zu Diensten rufen, wenn er ihre Hilfe benötigte, doch er war gespannt darauf, wem Magans Ruf nun galt.
Es dauerte nicht lange, bis er es herausfand und aus einem leuchtenden Portal ein silbergrauer Drache trat, der scheinbar vollkommen aus flüssiger Materie bestand. Er merkte gleich, dass dessen Körper keinen natürlichen Ursprung hatte und er wohl ein weiterer Drachengolem war, was ihm Magan mit seiner Vorstellung dann auch bestätigte. Es missfiel Luarcis immer noch, eine solche Kreatur zu sehen, die gewaltsam künstlich erschaffen wurde, um ihrem Schöpfer zu Willen zu sein, meist waren es schließlich dunkle Nekromanten, die solche Zauber wirkten, um sich ohne Rücksicht auf das Leben verdammte Seelen oder tote Materie zu Eigen zu machen, um ihre bösen Zwecke zu erfüllen. Doch Luarcis wusste, dass Magan sicher nicht so war und so verhielt er sich einen Kommentar, auch wenn er einen Moment lang mit Schrecken daran dachte, was mit dem letzten Golem geschehen war, dem er begegnete, als er einen kurzen Blick auf seine Elementarkrallen warf...
Schließlich schaute er kritisch und beunruhigt auf den Golem, der wohl Schwierigkeiten hatte, seine Form zu halten und sein silbriges „Fleisch“ auf den Boden tropfen lies. Er kannte diese Substanz, die Magier, die einst seine Lehrmeister waren, waren auch der Alchemie kundig und experimentierten oft mit solchen Materialien. Er wusste, dass sie giftig war und fürchtete, dass sie in den Waldboden floss und die Erde an dieser Stelle für immer unfruchtbar machte, doch erleichtert bemerkte Luarcis, dass der Golem zumindest in der Lage war, seinen Körper zusammen zu halten und das Quecksilber nicht in den Boden fließen zu lassen.
„Nun, in unserer misslichen Lage werden wir wohl jede Hilfe gebrauchen können, es freut mich, dich kennen zu lernen, Queck!“, sagte Luarcis schließlich, sah aber davon ab, dem triefenden Golem die Klaue zu schütteln.
Interessiert schaute er dann zu, wie Magan seinem Golem etwas Quecksilber abzapfte und ihn dann zurück schickte. Noch wusste Luarcis nicht, was er damit vorhaben würde, aber er hatte eine gewisse Ahnung.
Schließlich vollführte der Silberdrache sein schwieriges Ritual, indem er den Runenkreis erschuf. Luarcis hatte etwas derartiges bisher noch nicht gesehen und war deshalb gespannt darauf, was passierte. Als sich der Runenkreis hinter Magan schloss, konnte er durch die starke Energie nicht mehr so genau wahrnehmen, was in seinem Inneren geschah. So spürte der Weiße auch nicht, wie Graels Kräfte geweckt wurden, was ihn sicherlich nur noch mehr beunruhigt hätte, denn schließlich hatte er gerade schon einen Freund an die dunklen Mächte verloren.
Als der Lichtdrache erschien und sich mit den Elementarkrallen, sowie den Elementen, die sie beherrschten, dem metallenen Quecksilber und dem klaren Wasser des Kristallsees verband, erkannte Luarcis die ausgeklügelte Idee Magans. Er war fasziniert davon, wie vor seinen Augen ein neuer Körper geschaffen wurde, auch wenn er rätselte, woher der Silberne bloß die zweifellos gewaltige nötige Kraft dazu her nahm.
Schließlich löste sich der Runenkreis wieder auf und der Blick auf den wiedererweckten Waterstorm wurde frei.
„Wahrlich interessant und erstaunlich!“, sprach Luarcis, während er Waterstorm langsam von oben bis unten musternd umkreiste.
„Eine prima Idee, einen neuen Körper für seine Seele aus genau den Elementen zu formen, die auch seine Krallen beherrschen, nun bist du wie schon einst tatsächlich wieder ein leibhaftiger Elementardrache, Waterstorm, nicht einfach nur die Elemente beherrschend, sondern gänzlich aus ihnen bestehend! Auch wenn es den Umständen entsprechend keine wirklich erfreuliche Entwicklung ist, so könnte es uns doch nützlich sein. Wie fühlst du dich, mein Freund?“, sagte er dann noch etwas besorgt an den Wasserdrachen gewandt.
Besorgt sah Luarcis nun auch zu Magan herüber, der sichtlich erschöpft zu Boden sank, es hatte ihn wohl doch fast seine ganze Kraft gekostet. Doch bevor er zu ihm gehen und ihm helfen konnte, spürte auch er die ungeheure Aura, die sich in ihre Richtung bewegte. Im ersten Moment dachte Luarcis, dass der dunkle Waterstorm wieder zurück war, um sie aufzuhalten, doch schon einen Moment später erkannte er, dass diese Aura ganz sicher nicht zu ihm gehörte, sondern zu etwas anderem, unheimlichem, geheimnisvollem, aber dennoch freundlichem und irgendwie vertrautem gehörte.
Gebannt starrte der Weiße auf den Wald, er vermochte ebenfalls nicht, durch den Schleier zu dringen und zu ergründen, wer oder was da auf sie zu kam und er staunte genauso wie Magan, als schließlich eine alte, gebrechliche Frau aus dem Gebüsch trat und zu sprechen begann.
Es überraschte ihn, wie sie sich verhielt, wie sie mit ihnen sprach, als ob sie nichts anderes als ein paar unerfahrene Jungen wären und dass sie wohl mehr über sie wusste, als sie zugeben wollte.
Als sie über den Stab berichtete und damit zeigte, dass sie anscheinend über alles bescheid wusste, was geschehen war, erschien ihm die alte Frau nur noch rätselhafter und geheimnisvoller.
Wie sie über Waterstorm sprach, dass er wohl zu lange unter dem Einfluss des Stabes stand, um sich seinem Einfluss ganz zu entziehen, rang ihm nur ein zustimmendes Nicken ab, er war schließlich selbst schon zu der gleichen Befürchtung gekommen. Im Gegensatz zu Magan, der entnervt seinem Frust freien Lauf lies, blickte Luarcis die alte Frau nur nachdenklich an. Er hatte früh gelernt, dass Dinge oft ganz anders sein können, als sie den Anschein haben, dass man sich nicht von Äußerlichkeiten blenden lassen darf, dass Alter nicht unbedingt von Schwäche, sondern von Stärke zeugen kann, Stärke des Geistes, von großem Wissen und Weisheit. Obwohl er wohl die Menschen besser kannte, als die meisten anderen Drachen, konnten sie ihn doch immer wieder überraschen und diese Frau gehörte zweifellos dazu. Sie war sicher nicht das, was sie vorgab zu sein, denn sie schien beinahe mehr über sie alle zu wissen, als sie selbst und schließlich öffnete Luarcis sein Maul um die eine Frage zu stellen, die sie wohl alle beschäftigte, „Wer seid ihr?“
Doch er kam nicht dazu, da er von ihr zurück gewiesen wurde. Der Weiße wusste, dass es keine Zweck haben würde, weiter nachzubohren, er kannte dieses Verhalten schon von dem alten und weisen Klostervorsteher der Magiergilde seiner Kindheit, er sprach auch oft in Rätseln und gab nie mehr von sich preis, als nötig war, was manchmal schon frustrierend sein konnte. Doch manches Wissen sollte auch lieber geheim bleiben, das wusste er ebenso gut.
So lies er die alte Frau reden und ihre Geschichte erzählen. Je mehr sie ihnen offenbarte, desto interessierter horchte Luarcis ihren Ausführungen, die Legende der drei Drachen schien geradezu einem Märchenbuch zu entspringen, aber was sie von der Entwicklung des Bösen berichtete, kannte er nur zu gut, es könnte niemals gänzlich besiegt, sondern nur im Gleichgewicht gehalten werden, dass es für die Welt aber schon einmal beinahe das Ende bedeutete, war ihm neu und er lauschte mit besorgter Miene der Geschichte. Es klang alles beinahe zu fantastisch, um war zu sein, aber er hatte nun schon so viele verrückte und unglaubliche Dinge erlebt, dass ihm kaum noch etwas unmöglich erschien.
Als die Frau ihnen schließlich von dem Spiegel und den Schwertern erzählte, die sie ihnen im Boden aufzeichnete, war sie wohl zum Höhepunkt und dem Zweck ihrer Geschichte gekommen. Fasziniert beäugte Luarcis die wundersamen Klingen, die sich vor ihm zu einem klaren Bild formten. Diese Waffen schienen wahrhaft nicht von dieser Welt, jede einzelne von ihnen hatte eine Form und eine Verarbeitung, wie sie sicherlich keines Menschen oder Zwergen Hand hätte schmieden können. Besonders das weiße Schwert hatte ihn in seinen Bann gezogen und als er es genau betrachtete, spürte er, wie sich etwas in ihm regte und vor seinem geistigen Auge zuckte eine kurze Vision vorbei, zu schnell aber, um sie zu erkennen.
Auch Luarcis entging nicht die fehlenden Stellen auf den Schwertern, die sicher kein Zufall sein konnten.
Noch einen Moment lang nachdenkend erhob er schließlich seufzend das Wort.
„Eine interessante Geschichte habt ihr uns da zu erzählen, alte Frau. Gleichsam geheimnisvoll wie beunruhigend. Ihr ruft uns wohl zu einer weiteren Suche nach längst verloren gegangenen Artefakten auf, die uns in unserem Kampf unterstützen. So wie ihr auftretet, scheint ihr genau darüber bescheid zu wissen, was wir durchlebt haben, welche Gefahren und Prüfungen wir überwunden haben, um den Stab zu besiegen. Es hätte uns fast mehr gekostet, als nur unser Leben, aber wir haben es geschafft und sind stärker dabei geworden, aber es hat uns viel abverlangt. Ich glaube kaum, dass diese Schwerter so einfach zu finden und zu erlangen sind und wir sind langsam des Kämpfens müde. Aber euer Angebot ist verlockend, dass wir mit ihrer Hilfe womöglich diesen ewigen Kampf ein für alle Mal beenden können und unseren Frieden finden werden. Nun, auch wenn die Zukunft ungewiss ist und es sicher schwer werden wird, so bleibt uns wohl ohnehin keine große Wahl. Das dunkle Abbild von Waterstorms Seele ist jetzt schon sehr mächtig und wird es wohl noch mehr werden. Selbst wenn wir ihn besiegen können, müssten wir dafür wohl auch seinen Körper vernichten, dessen er beraubt wurde und das ist sicher keine Option. Magans besondere Kräfte in Ehren, aber ich glaube nicht, dass er für immer zur einen Hälfte aus Wasser und zur anderen aus flüssigem Quecksilber bestehen möchte, oder?“, sprach Luarcis mit einem Blick zu Waterstorm.
„Was also schlagt ihr vor, was wir tun sollen, Freunde?“, fragte er dann in die Runde und richtete seinen Blick wieder auf die Zeichnungen der drei Schwerter im Sand und auf die alte Frau, die mit ihren hellen Augen das Geschehen stumm und geduldig verfolgte...

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#97 Beitragvon Tilondrion » Sa 02 Jun, 2007 21:11

Waterstorm bekam von dem was in der Aussenwelt geschah zuerst gar nichts mit. Er sah weder seinen nun besessenen Körper sich verändern und davonfliegen noch sah er wie seine Freunde weggeschleudert wurde und der Wald zu brennen anfing. Zuerst wusste er nicht was geschehen war und wo er war.
In wilder Panik versuchte er seine Sinne zu aktivieren doch es war ihm nicht mehr möglich auch nur einen seiner Sinne zu gebrauchen.
Dann löste sich der Seelenkristall von Waterstorms Körper und da er nun gänzlich von seinem Körper getrennt war, hatte er auch kein Bewusstsein mehr. Er war einfach nur noch Energie in einem Kristall gefangen.

Als er wieder erwachte fühlte sich Waterstorm komisch. Sein Körper fühlte sich komisch an. Seine Sinne waren komisch und zu alldem kam hinzu dass er keine Zauberkräfte mehr wirken konnte. Das Wissen sie zu wirken war da, aber die Kräfte waren an seinen Körper gebunden aus seinem Körper floss die Magie. Allerdings fühlte er kurz darauf dass seine Elementarkrallenmagie noch funktionierte. Aber das war nichts im Vergleich zu dem was er vorher gehabt hatte. Die Elementarkräfte waren so abgeschwächt worden dass sie eigentlich nur noch als Erinnerung dienten und kaum einen Nutzen hatten.
Nachdem er dies festgestellt hatte liess Waterstorm den Golem in welchem er nun festsass die Augen aufschlagen.
Er war sehr enttäuscht. Die Augen waren schlecht und Waterstorm kam sich halb Blind vor, hatte er doch vorher den Drachenblick gehabt.
Inzwischen war es ihm auch gelungen die Ohren oder was auch immer sie waren zu aktivieren, und auch die waren weit von dem entfernt was seine wirklichen Ohren zu leisten vermochten.
Als er die anderen um sich herumstehen sah, versuchte er sofort mit ihnen über Telepathie Kontakt aufzunehmen, aber auch das funktionierte nicht mehr. Enttäuscht öffnete er seinen Mund und sprach: "Was ist mit mir passiert? 95% meiner Sinne und Fähigkeiten sind weg"
Das zweite was er sagte war: "Ich will meinen Körper wiederhaben"
Viel weiter kam er jedoch nicht da genau in diesem Moment diese alte Frau auftauchte und ihn das so erstaunte dass er zuerst einmal vergass was er eigentlich hatte tun und sagen wollen.

Die Frau erzählte die Geschichte von den Drachen und den Schwertern. Als sie geendet hatte machte sich Waterstorm Sorgen. Er hatte eigentlich keine Lust schon wieder einen Machtkampf zu führen, vorallem da er nun keinen wirklich guten Körper hatte. Seine Magie war praktisch verschwunden und seine Sinne waren sehr schlecht. Er fühlte sich so wehrlos wie ein kleiner Hatchling.
Trotzdem wollte er seinen Körper zurück und dafür würde er beinahe alles tun. Aber um das zu erreichen würde bestimmt eine Menge Magie von Nöten sein und die hatte er momentan nicht. Er war also auf die Hilfe seiner Freunde angewiesen, aber am ehesten wohl auf Tarar, denn sie mussten erreichen dass sein Seelenkristall wieder in seinen Körper gelangte und dass dieses Mal der Spruch von Tarar die andere Seele aus seinem Körper verbannen würde.
"Lasst uns meinen Körper suchen gehen und das Böse aus ihm vertreiben, vielleicht gelingt uns das auch ohne diese Schwerter und das ganze Zeug, wenn nicht können wir sie immer noch suchen gehen." sagte er und fragte sich ob die anderen wohl gewillt waren ihn zu unterstützen. Denn die Sache würde alles andere als einfach werden.



Viele Kilometer weiter weg hinterliess ein schwarzer Drache mit roten Stacheln eine Furche der Zerstörung. Das Böse im Drachenkörper freute sich dass es wieder einen Körper besass. Es war nicht leicht gewesen in den Körper hineinzukommen, und noch viel schwiriger wäre es gewesen den Körper zu übernehmen. Glücklicherweise hatten ihm die naiven Drachen, welche der Seele, welche einmal in diesem Körper gewohnt hatte, helfen wollten, die Sache vereinfacht. Der Schwarze wusste dass er viel Macht besass. Der Drachenkörper welchen er nun besass war von einem mächtigen Drachen. Die Elementarkrallen welche sich abgelöst hatten kurz nachdem er sich verwandelt hatte störten ihn nicht. Sie hatten sowieso nur eine ganz kleine Menge Magie enthalten. Im Vergleich zu der Macht welche in diesem Körper steckte waren sie ganz gut vernachlässigbar.
So flog der Schwarze dahin und überlegte sich was er alles anstellen könnte, als er auf dem Boden plötzlich etwas sah dass seine Aufmerksamkeit erregte.

[Weiter gehts beim Schwarzwolkenturm]

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#98 Beitragvon Magan » Sa 28 Jul, 2007 13:40

Magan schaute etwas verstimmt zu Waterstorm, oder das was Waterstorm nun darstellte. Er ließ sich allerdings nichts anmerken, das Waterstorms Schlussfolgerungen und diese geringe Prozentzahl seiner ursprünglichen Fähigkeiten ihn sehr in seinem Stolz und seinen Können verletzten. Auch wenn die seltsame alte Frau ihn geholfen hatte wieder zu Kräften zu kommen so fühlte er sich immer noch erschöpft und diese körperliche Erschöpfung war mit keinem Zauber zu behandeln, außer vielleicht mit dem Zauber des Schlafes. Er brauchte einfach schlaff, damit sein Gehirn die vor kurzem erlebten Ereignisse verarbeiten konnte und damit er sich wirklich Erholen konnte. Wie schon oft in seinem Leben bereute es Magan nur ein Chaosdrache zu sein. Wäre er ein Traumdrache, so hätte er keine Probleme mit seinen körperlichen Schwächen. Wenn er sich zu seinem Energiedrachen entwickelt hätte, so wäre er in dieser Form auch in der Lage seine körperlichen Schwächen auf ein Minimum zu reduzieren. Doch als Chaosdrache und vor allem als ein Chaosdrache der dem Element Energie angehöre bestand Magan nun halt zu 50% aus normalen Fleisch, was ihn in vielen Punkten eigentlich sogar noch angreifbarer machte als zum Beispiel Luarcis oder den früheren Waterstorm. Da sein Körper weder das Eine noch das Andere war musste er wenn er zu viel Energie verbrauchte, wie es bei so einer Golemerschaffung ja der Fall war, immer mit dem Problem Kämpfen nicht in tausend Teile zerrissen zu werden. Wäre Grael nicht in mir und hätte mit die alte Frau nicht diesen Energieschub gegeben so hätte ich nun wirklich ein Problem, dachte Magan bei sich .
Tarar schaute kurz zu Magan, sie war schon so lange mit ihm zusammen, dass sie genau wusste worüber der Chaosdrache nachdachte. Alle Chaosdrachen, die dem Element Energie zugeordnet waren, hatten das Problem das sie ihre Energie nie wirklich voll entfalten konnten und die meisten entwickelten sich auch nie weiter. Auch wenn Magan keine Miene verzog so konnte sie doch in ihm lesen wie in einem offenen Buch. Waterstorms Aussage hatte ihn verletzt, er war für diesen Körper bis an die Grenzen seiner Leistung gegangen und sogar noch darüber hinaus und dennoch war das Ergebnis seiner Leistung kaum was Wert. Tarar tat Magan leid, denn sie wusste genau wie ehrgeizig er war und wie gerne er diesen Körper perfekt hinbekommen hätte, auch wenn dies von Anfang an ausgeschlossen war.
„Vielleicht bessert sich das nach einiger Zeit etwas Waterstorm, immerhin hast du jetzt sozusagen einen neuen Körper, da braucht es seine Zeit bis sich die Seele daran gewöhnt“, sagte Tarar an Waterstorm gerichtet, obwohl es eher Magan war den sie Ansprach und den sie aufmuntern wollte. Ob sie damit Erfolgt hatte konnte sie nicht sagen, den Magans Miene blieb unbewegt, doch er tat sich in solchen Sachen sowieso schwer. Dann erzählte sie Waterstorm was geschehen war und warum er nun in diesen Körper steckte, obwohl er das meiste sowieso ja schon wusste. „Tut, mir leid“, fügte sie noch hinzu, „ich hab noch nie erlebt das der Seelenfängerzauber so schief gehen kann. So was ist mir neu“.
Auch die alte Frau hatte etwas von Magans Laune gemerkt, auch wenn sie dazu nichts sagte. Sie schaute die 4 Drachen noch mal genau an und dann nickte sie nur noch Stumm. „Macht es wie ihr wollt“, sagte sie, „Ich habe meine Aufgabe getan und euch von eine Möglichkeit erzählt wie ihr das Böse was Waterstorms Körper bewohnt entfernen könnt und wie ihr vor allem diesen teuflischen Kreislauf von Gut und Böse fürs erste entkommen könntet. Den wenn ihr es nicht irgendwann tut lautet eure einzige Option, die ihr früher oder später haben werdet, nur noch der Tod“.
Magan schaute die alte Frau schief ein, den ihm fiel gerade etwas ein, an was sie bis jetzt noch nicht bedacht hatten. „Sagt mal alte Frau, wie sollen wir die Schwerter überhaupt finden und diesen Spiegel und vor allem befinden sie sich den überhaupt auf diesen Planeten?“, fragte er sie.
Die Frau Klatschte auf einmal wie ein junges Mädchen grinsend in die Hände. „Das hat aber lange gedauert bis ihr es herausgefunden habt“, sagte sie leicht lächelnd, „Es ist wirklich so das sich die Schwerter und der Spiegel normalerweise nicht auf diesen Planeten aufhalten, doch da hier eine Erschütterung einer dunklen Macht zu spüren war sind sie nun alle hier. Unsichtbar und unspürbar für die, die diese Geschichte nicht kennen. Doch das tut ihr ja nun. Doch finden könnt ihr die Schwerter nicht so leicht, ihr könnt sie weder spüren noch hören. Doch einen kleinen Tipp gebe ich euch. Die mächtigen drei Drachen, schafften es noch diese Schwerter in ihre Horte zu bringen. Dort werdet ihr sie finden können. Ihre Horte bestehen aus den früheren alten Elementen, die ihr auch noch heute noch in ihrer neuen Form finden könnt. Ihr wisst ja nun welches Element die Schwerter darstellen. Denkt einfach nach und ihr werdet sicher herausfinden wo ihr suchen müsst. Doch nun werde ich euch verlassen…“
„Wartet“, unterbrach Magan sie, bevor sie gehen konnte, „Wie sollen wir euch nennen?“
„Ich habe keinen Namen doch alle nennen mich Geschichtenerzählerin und so könnt ihr mich auch nennen“, antwortete die Frau, dann verbeugte sie sich vor den Drachen und drehte sich um. Auch Tarar verbeugte sich noch einmal vor der alten Frau, als diese noch sagte: „Gehabt euch wohl und viel erfolg bei eurer suche“.
„Gehabt euch wohl“, sagten auch Tarar und Magan und kaum war die alte Frau hinter dem ersten Baum getreten, verschwand ihre Aura schneller als sie gekommen war. Für Magan war es so, als würde er nach langer Zeit vom Wasser auftauchen. Obwohl er wusste das es lächerlich war musste er erstmal tief Luft holen.
„Na gut“, sagte Magan, „dann sollten wir mal los fliegen und deinen Körper suchen. Hoffe doch du kannst fliegen Waterstorm?“. Magan war immer noch besorgt über Waterstorms geringe Fähigkeiten.
Natürlich würde er Waterstorm unterstützen und auch Tarar war sofort dabei. Als sie sich in die Luft erhoben hatten sprach Magan einen Gedanken von sich laut aus, obwohl er es nicht beabsichtigt hatte: „Wie sollen wir überhaupt nah genug an ihn rann kommen, die Drachenpanik würde ein zu nahes rankommen verhindern“. Auch wenn er dies leise ausgesprochen hatte, so wusste er nicht ob die anderen dies mitbekommen hatten oder nicht, er war im Moment mal wieder in Gedanken versunken. Noch einmal schaute er zurück auf den Kristallsee und auf die Stelle wo vor kurzen die Geschichtenerzählerin gestanden hatte, nun sah alles friedlich aus, doch aus Magans Erinnerung würde das Erlebnis nie verschwinden. Wer war sie und was haben wir mit diesen Schwertern und den Xirspiegel zu tun, fragte er sich. Außerdem viel ihm nichts ein wie es möglich wäre diese Drachenpanik heil zu überstehen. „Na ja wenigstens wird es einfach sein deinem Körper zu folgen Waterstorm“, sagte Magan scherzhaft und zeigte auf die Spur der Verwüstung.
Tarars Augen weiteten sich, sie erkannte den Weg wohin Waterstorms Körper flog.“ Da ist doch der Schwarzwolkenturm“, sagte sie auf einmal besorgt. Magan schaute sie nur verwirrt an, bevor sie ihm schnell erklärte was es mit diesem Ort zu tun hatte. Danach fing auch Magan an sich zu sorgen und legte an Tempo zu. Tarar folgte ihn und fragte sich wie das ganze wohl ausgehen würde.
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#99 Beitragvon Luarcis » Mi 08 Aug, 2007 20:28

Luarcis hörte auch besorgt darauf, als Waterstorm ihnen mitteilte, in was für einem schlechten Zustand er war. Seine Aura flackerte auch unruhig und war wie von einem Schleier überzogen, die Sinne und Fähigkeiten des Wasserdrachens waren wohl wirklich sehr stark eingeschränkt, es erinnerte kaum noch etwas an ihren früher so agilen und starken Freund.
Tja, nur die Natur allein kann eben die größten Wunder erschaffen…, dachte Luarcis noch im Stillen, ohne dass es einer der Anderen und vor allem Magan mitbekam. Er sah es ihm ohnehin an, wie enttäuscht und gekränkt er darüber war, verständlich, nachdem der Chaosdrache fast seine ganze Energie für diesen schwierigen Zauber geopfert hatte.
„Ich stimme Tarar zu, du musst dich schließlich erst einmal an deinen neuen Körper gewöhnen und lernen, ihn zu kontrollieren, dann werden sicher auch deine Sinne etwas schärfer werden. Eine gute Sache hat es ja auch, du hast keine verletzbaren Organe und Ähnliches mehr, nur Magie könnte dir wohl noch etwas anhaben. Dass du den Großteil deiner Kräfte an diese üble Kreatur verloren hast, ist bedauerlich, aber du wirst sie schon zurückbekommen. Und immerhin hast du noch deine Elementarkrallen, vergiss nicht, ihre Kraft kommt schließlich nicht aus deinem Körper, sondern aus der Seele, sie sind an dich gebunden und deswegen haben sie ja auch von deinem bösen Selbst abgelassen, als sie gemerkt haben, dass es die Kontrolle über deinen Körper übernommen hatte. Sie sind zwar nicht so mächtig wie die ursprünglichen Krallen, aber immerhin hast du nun einen Elementarkörper, der die Krallen nährt, das kann sicher von Vorteil sein.“, sprach Luarcis dann zu Waterstorm, um auch ein paar aufmunternde Worte in dieser misslichen Lage loszuwerden.
Schließlich verabschiedete sich die alte Frau und verschwand so schnell, wie sie gekommen war, wieder in den Tiefen des Waldes. Er sah ihr nachdenklich hinterher, nicht ganz sicher, was er von ihrer Geschichte halten sollte. Es klang verlockend, was sie berichtete, aber nach dem, was er erlebt hatte, wusste er, dass es alles andere als einfach werden würde, diese Schwerter zu finden und sich zu Eigen zu machen. Luarcis war ebenso des Kämpfens müde, die Suche nach den Elementarkrallen hatte ihnen schon einst alles abverlangt und beinahe mehr als nur ihr Leben gekostet, dieses Mal würde es sicher nicht anders laufen.
„Nun, ich verstehe, Waterstorm, dass du so schnell wie möglich deinen richtigen Körper zurück haben willst und es ist wichtig, dass wir diesen Schatten so schnell es geht aufhalten, bevor er noch etwas Schlimmes anstellt. Aber er ist zweifelsohne stark und die meisten von uns sind sehr geschwächt, es ist fraglich, ob wir ihn so einfach aufhalten können. Ich überlasse es euch, meine Freunde, wie ihr entscheidet, ich werde euch jedenfalls bei Allem nach Kräften unterstützen.“, sagte der Walddrache noch.
Die Anderen brachen auf und so folgte er ihnen dicht, besorgt die Spur der Verwüstung betrachtend, die sich vor ihnen aufbot. Er hörte Magans Sorge darum, wie sie der dunklen Aura ihres Gegners standhalten sollten.
„Tja, diese Drachenpanik ist wirklich keine angenehme Sache, aber auch nicht unüberwindbar. Es ist ein Angriff des Geistes, nicht des Körpers, was aber natürlich unter Umständen sehr viel mehr Schaden anrichten kann. Waterstorm ist aber sicher immun dagegen, sein Wille, seinen Körper zurückzubekommen ist sicherlich stärker als jede Angst. Er hat seinen Körper und beinahe auch seine Seele verloren, er hat nichts mehr zu verlieren, wovor sollte er also noch Angst haben? Und wir Anderen müssen eben versuchen, uns davor zu schützen und keine schlechten Gedanken an uns heran zu lassen. Wenn wir unserem Freund helfen sollen, dann dürfen wir uns nicht ablenken und zurückschrecken lassen. Allein schafft es Waterstorm sicher nicht, wir müssen ihm beistehen, egal was auch kommt. Daran müssen wir festhalten, dann können wir auch unsere Rückhalte besiegen, denkt einfach nur an das Eine!“, rief Luarcis im Flug noch, hoffen, dass seine Moralstütze etwas helfen würde.
Langsam und vorsichtig folgten sie weiter dem Weg, in der Ferne die Berge hoch über ihnen aufragen…

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Kezune
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#100 Beitragvon Kezune » So 01 Jan, 2012 13:42

[kommen von hier ]
~Wenn du was von mir willst, musst du schon lauter sprechen. Ich versteh sonst nix. Und wegen vorhin, äh da hatte ich keinen Hunger.~ In Wahrheit war die Schlange zwar hungrig, aber gleichsam wusste sie, dass sie voll gefressen langsam und unbeweglich war. Und in diesem unbekannten Land würde sie ihre ganze Kraft und Schnelligkeit brauchen. Dann irgendwann begann die Schlange von ihrer Heimat zu erzählen.
Von endlosen leeren Wüsten die bis zum Horizont reichten, längst vergessenen Ruinen, halb im Sand begraben. Von der Gluthitze des Tages und dem eisigen Wind in der Nacht. Von den wenigen dicht bewachsenen Wasserstellen, die wie grüne Edelsteine in der der Leere drum herum wirkten.
Von bizarren Steinformationen, die der Wind in die Felsen gegraben hatte. Vom Sturm, der innerhalb eines Herzschlages alles verdunkelte und die Wüste ständig veränderte...
Irgendwann blickte Raka nach südwesten. ~Weit in dieser Richtung, hinter dem Meer, dort ist es. Ich spüre immer noch, dass es mich dort hin zieht, habe aber keine Chance es wieder dorthin zu schaffen.~ Sie blickte dem Raptor tief in dei Augen ~Außer natürlich du kannst ein paar Wochen lang schwimmen und mich dabei auf dem Rücken tragen.~
Während sich die beiden einen Weg durchs Dickicht bahnten, hing Raka immer noch den alten Erinnerungen nach und war dabei so abgelenkt, dass sie den See erst bemerkte, als sie schon beinahe im Wasser war. Erschrocken schnellte sie zurück, versuchte sie doch immer den Kontakt mit Wasser zu vermeiden.
Inzwischen hatte der Regen aufgehört. Die Schlange faltete erleichtert die Flügel auf um sie zu trocknen. Leider war der Himmel immer noch von einer dichten Wolkendecke verhüllt und kaum ein Lichtstrahl verirrte sich nach unten.

Der Schatten war zufrieden mit seiner neuen Gestalt, einem prachtvollem, schwarzen Phönix mit glänzenden Federn und weißen Augen, die wie Diamanten zwischen den schwarzen Federn hervor schimmerten. Obwohl er sich schon oft verwandelt hatte, war es doch schwierig, eine überzeugende Tarnung mitten am Tag zusammenzubringen. Und es ging auch nur, weil die Wolken das unerbittliche Sonnenlicht abhielten. Aber nicht mehr lange.
Mit einem Schrei stieg er in den Himmel auf, drehte eine Runde über dem See und landete dann auf einem spitzen Felsen neben den beiden ahnungslosen Gestalten. Mit einer möglicht unterwürfigen und freundlichen Stimme begann er mit ihnen zu reden: "Seid gegrüßt werte Reisende! Hättet ihr wohl die Güte, einem alten Vogel bei einem Problem behilflich zu sein?" Wie sehr er es hasste, ein paar armselige Sterbliche um Hilfe zu bitten. Aber mit seiner
eigenen Macht kam er hier nicht weiter, so war er wohl oder übel auf sie angewiesen. Und falls sie nicht freiwillig helfen wollten, würde er sie eben zwingen.
"Also, ein gutes Stück südöstlich von Hier befinden sich die Ruinen einer gewaltigen, antiken Stadt. In einer davon befindet sich ein altes Artefakt, das das magische Gleichgewicht in dieser Welt aufrecht erhält. Aber über all die Zeit hat es seine Kraft verloren, und wenn es nicht mehr
funktionert, würde mit Sicherheit ein schreckliches Unheil über diese Welt hereinbrechen. Und ich bitte euch nur, das Ding zu holen und mir zu bringen, damit ich es wieder aufladen kann. Dann bringen wir es wieder runter und alles ist wieder gut." Der Phönix war sich sicher, die Geschichte einigermaßen glaubhaft erzählt zu haben. "Das Problem an der Sache und der Grund warum ich Eure Hilfe brauche ist Folgendes: Das Artefakt bildet eine Art, wie soll ich es nennen,
Feld um die Ruinen, das es magischen Kreaturen wie mir unmöglich macht, hineinzukommen. Und da Ihr beide keine Magie an euch habt, könnt nur Ihr unbeschadet hindurch gehen."
Der Vogel kratzte sich kurz mit dem Schnabel. "Werdet Ihr mir helfen? Als Gegenleistung könnte ich euch vielleicht einen Wunsch erfüllen", blickte kurz zu Raka hinüber,"dich könnte ich zum Beispiel in deine Heimat teleportieren. Denn ich besitze große Macht."
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#101 Beitragvon Eisklaue » So 01 Jan, 2012 14:51

[Kommt daher wo Kezi herkommt]

"Wenn du nach Hause willst machen wir das so: Du trägts mich auf deinem Rücken und ich Paddel mit meinem Schwanz. Wie wärs?" sagte der Raptor zu Raka. "Wieso bist du immer so abgelenkt?" Mann woran denkt den die wenn die Dauernt so geistesabwesend ist. Ob ihre Heimat woll wirklich so 'toll' ist wie sie gesagt hat. Was ist so toll an einem Riesigen Sandkasten mit ein paar halbzerfalenen Ruinen. Die mickrigen 'Schätze' sind es nicht wert sich dafür Stundenlang braten zu lassen und ewig in der Wüste rumzulaufen bis man eindlich was findet. Und dann kommt dass nächste Problem Wasser ist da warscheinlich nicht so oft vorhanden. Von einer Oase zur nächsten ist doch blöd, wie hält man das nur aus und wie kann man dahin zurückwollen???
Auf einmal taucht da aus dem Nichts so ein Vogel auf der Pechschwarz war der. Als der mit uns zum reden anfängt. Hört sich dass so an als würde er uns einiges Verschweigen. Ich traue diesem Tier nicht. Dann hörte Eisklaue mal zu und dachte dann. Der will das wir in irgentso ne Ruinen hinabsteigen und ihm da so ein Teil bringen. Dass klingt nicht sehr übererzeugend der lügt doch, bestimmt macht der irgentetwas Böses mit dem Ding und dann kommt das unheil.
Er drehte sich zu Raka und sagte:"Ich trau diesem schwarzen Vogel nicht, aber er will uns auch was auch was geben als Belohnung: Einen Wunsch! Toll!" Dann drehte der sich in Richtung Phönix und fragte:"Nur wo liegt der Haken? Es gibt eigentlich in jedem Geschäfft einen Haken. Und der macht die Sache dann nicht so schön." In der Ruine sind ganz bestimmt irgentweche fiesen Fallen. Ich bin schon in genug Ruinen gewesen um das herauszufinden, naja eine Ruine ohne Fallen wäre auch langweilig. Und ich glaube der kann da prima rein und raus und das da kein Magisches Kraftfeld ist. Ich hab immer so ein Gefühl wenn der mit mir Redet als würde er mich anlügen und ich hab noch nie einen schwarzen Phönix gesehen. Ich glaube der ist kein schwarzer Phönix sonder irgenwas Böses. Seine Geschichte erscheint mir an den Haare herbeigezogen. Wenn wir das Artefakt nehmen fällt bestimmt die Ruine in sich zusammen
Er sagte dann zum Phönix:"Ich muss das mal mit dem Wurm besprechen." Der Raptor redete danach mit Raka:"Willst du da rein und dich von Fallen töten lassen dann nimm an oder du kannst weiterleben indem du ablehnst.Ist dir deine leere Wüstenheimat wichtiger als dein Leben das du genauso in deiner Heimat verlieren kannst? Deine Entscheidung."

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#102 Beitragvon Kezune » So 01 Jan, 2012 15:15

Raka ignorierte die Bemerkung des Raptors. Wenn sie nicht reagierte würde er sicher irgendwann damit aufhören. Er verstand einfach nicht, was sie zurück in die Wüste zog. Sicher, das Leben dort war hart und oft gefährlich, aber wenn man zehn endlose Jahre in einem Metallkäfig verbracht hatte sehnte man sich doch wieder zurück. Der Raptor verstand das einfach nicht. Viel vielversprechender hörte sich doch das an, was der seltsame Vogel erzählt hatte. 'Er könnte sie nach Hause bringen.'
Und bei dieser Vorstellung schaltete sich Rakas vernünftige Hälfte ab. NACH HAUSE! Nach all den Jahren endlich wieder Sand unter sich zu spüren! Die unheimliche Aura des Vogels und die beängstigende Kälte die seine Augen ausstrahlten, machten ihr plötzlich nichts mehr aus. Aber was Raka dann doch ins Grübeln brachte war, dass sie überhaupt keine Gedanken und Gefühle von ihm spüren konnte. Fast als würde er sie abschirmen. Von Eisklaue hatte sie immer ein paar Gedankengänge gestreift, nur flüchtig aber ganz
sicher waren sie da. Und bei dem Vogel war nichts. So zweifelte sie auch nicht mehr daran, dass er große Macht besitzen musste. Noch ein Grund mehr seiner Bitte zu folgen. Aber wie sollte sie das dem Raptor erklären? Er schien sehr skeptisch zu sein. Aber Rakas Wunsch nach Heimat war zu stark, um die Gefahr zu scheuen. In der Wüste hatte sie schon die eine oder andere Grabkammer abgesucht, somit war sie kein ahnungsloser Grünschnabel was das Erkunden betraf.
Irgendwie musste es ihr doch gelingen, Eisklaue umzustimmen. Ohne lange zu überlegen antwortete sie ihm: ~JA! Das ist sie mir!~ mit einem funkelnden Leuchten in den Augen. ~Überleg doch mal, ich weiß dass unser Gast ein wenig eigenartig ist, aber ich spüre dass er große Macht besitzt. Willst du ihn dir wirklich zum Feind machen in dem du ablehnst? Und so jemand würde uns nicht um Hilfe bitten wenn es nicht anders gehen würde. Sei doch nicht so ein Sturkopf! Zu zweit
haben wir doch eine viel bessere Chance das zu überstehen! Und wenn du nicht willst gehe ich allein.~
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#103 Beitragvon Eisklaue » So 01 Jan, 2012 15:33

"Na gut ich komme mit und nehme an" Keine Furcht vorm Tod so gefällt mir das. Wenn sich diese Schlange so sicher ist kennt sie sich ja bestens aus mit der Wüste. Allein mag ich sowieso nicht sein ich war schon so lang Allein, schreckliche Zeit.
"Ich will auch kein Strurkopf sein und ablehnen. und wenn seine Machte wirklich so groß ist dann soll er mein Feind nicht sein."

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#104 Beitragvon Kezune » Fr 06 Jan, 2012 10:14

[OT: Ich bring uns mal etwas vorwärts]

"Dann hätten wir das ja geklärt." Gut für euch, richtige Entscheidung. Inzwischen war der Schatten am Ende seiner Geduld. Er hatte lange genug gewartet. "Wenn Ihr gestattet, werde ich euch gleich zu den Ruinen transportieren." Es würde ja ewig dauern, bis die zwei zu Fuß da ankommen würden. Immernoch als Phönix getarnt, landete er zwischen den beiden, spreizte die Flügel, konzentrierte sich...
Langsam bildete sich aus dem Nichts vor ihnen eine Art dunkler, wirbelnder Fleck, der immer größer wurde. "Rein da!" knurrte der Phönix, und schubste den Raptor hinein. Die Schlange würde von alleine hineingehen, da war er sich sicher.

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