In den unerschlossenen Höhlen des Weyrs

Dieser Bereich befindet sich eine Ebene unterhalb des Bodenlevels und dient hauptsächlich der Lagerung von Gütern. Herbei handelt es sich um ein verzweigtes Höhlensystem. <br><br>
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Silverdrak
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In den unerschlossenen Höhlen des Weyrs

#1 Beitragvon Silverdrak » Di 27 Dez, 2011 05:56

[Die Charaktere kommen von hier. ]

"Was machen wir hier? Ich glaub nicht dass wir hier sein sollten." wisperte Brin etwas unruhig. Die dunklen Höhlen behagte ihr nicht, die Tunnel schienen schier endlos zu sein. Die Leuchtkugeln, die ihren Weg säumten, leuchteten nur schwach. "Was wenn wir einer ausgewachsenen Tunnelschlange begegnen? Die sind gefährlich."
"Dann laufen wir. Die sind nicht so schnell. Außerdem hab ich ein Messer und Tavari und die anderen beiden schaffen sicher eine gute Ablenkung.", antwortete die Diebin gelassen, ging aber mit schnellen Schritten weiter. Der Weg war recht lang, das was sie der Läuferin zeigen wollte, hatte sie auch mehr durch Zufall gefunden. Sie hatte auch noch niemandem davon erzählt, da sie etwas unsicher war wie die anderen darauf reagieren würden. Brin schien ihr aber vertrauenswürdig, da sie als Läuferin natürlich verschwiegen zu sein hatte, und wollte daher ihre Meinung hören um dann zu entscheiden ob sie noch jemanden einweihte.
"Was ist es denn?", wollte Brin wissen.
"Das wirst du dann schon sehen", meinte die Diebin darauf nur kurz, sie musste sich auf den Weg konzentrieren, damit sie sich nicht verliefen. Das war allerdings nicht der einzige Grund für ihre Aufmerksamkeit.
Es dauerte einige Zeit doch schließlich erreichten sie eine dunkle kaum erhellte Höhle. Jyll legte den Finger auf die Lippen und spähte vorsichtig hinein. Ihre Augen durchsuchten die Dunkelheit. Ja, er war noch da, dann deutete sie in den hinteren Teil der Höhle, da wo sie am dunkelsten war. Brins Augen folgten ihrem Fingerzeig. Angestrengt versuchte sie etwas zu erkennen, dann erschrack sie und wich entsetzt bis an die Wand hinter ihr zurück. Die Diebin presste hastig ihr die Hand auf den Mund der Läuferin damit sie nicht laut schrie. "Sssshh... solang er uns nicht bemerkt, ist alles okay." Nervöse starrte sie in die Höhle, gab Brin aber erst wieder frei als sie sich vom ersten Schrecken erholt hatte.
"Willst du uns umbringen? Das ist ein Wher oder?"
Jyll nickte. Ein ziemlich großer Wher. In der Finsternis konnte man die Farbe nicht erkennen, aber er war sicher größer als ein Brauner. Brin war schon einigen Wach-Wheren begegnet. Zum Glück hatte sie nie näher ran gemusst an diese abscheulichen Kreaturen. Diese Monster waren ihr nicht geheuer.
"Und was soll ich hier?" es klang fast etwas verärgert. "Können wir jetzt wieder gehn?"
"Schau mal genau hin.", meinte Jyll. "Ich wollte eine zweite Meinung dazu haben."
Brin seufzte und spähte erneut in die Höhle. Der Wher hatte sich bis jetzt nicht gerührt. "Was meinst du?"
"Diese ... Steine da..." begann das Mädchen und deutete zu einer Reihe unförmiger rundlicher Objekte um die der Wher den Schwanz gewickelt hatte.
Die Läuferin keuchte. "Meinst du das sind.... Eier?" Kurz sah sie zu Jyll dann wieder zu den Eiern. "Das ist ein wilder Wher oder? Wir sollten unbedingt der Weyrherrin oder sonst wem bescheid sagen. Ein wilder Wher und dann noch ein Gelege aus denen noch mehr schlüpfen könnten.... das ist sicher nicht gut."
"Meinst du wirklich wir sollten es jemandem sagen?" hakte die Diebin nach und sah nachdenklich zu dem Wher.
"Ja natürlich. Sie sind gefährlich. Die Menschen hier sollten gewarnt werden. Was ist das für eine Frage?"
Jyll zögerte. "Hast du mal gesehen wie einem Wher die Flügel gestutzt werden?" Sie sah Brin an. "Das ist kein schöner Anblick und auch ein Leben in Ketten hat niemand verdient. Oder was meinst du was sie mit ihnen machen werden." Natürlich war ihr die Gefahr, die von ihnen ausging, bewusst und doch hatte sie Mitleid mit ihnen. Sie waren nicht sonderlich schön anzusehen, doch der Anblick der gequälten kleinen Kreatur vor einigen Umläufen, für die man offenbar nicht mal Taubkraut hatte verschwenden wollen, ging ihr nicht mehr aus dem Kopf. Sie hatte schon so manches gesehen, aber das zählte noch mit zu den grausamsten Ereignissen neben der Ermordung ihrer Eltern. Sicher gingen nicht alle so schrecklich mit Wheren um, aber als freiheitsliebendes Wesen erregte auch ein angeketteter Wher bereits ihr Mitgefühl. Viele Burgen behandelten sie doch eher schlecht als recht.
"Es sind Where, Jyll.", versetzte Brin scharf.
Die Diebin sah wieder zu dem Wher. Und wenn es nun doch nur Steine waren? Dann konnte man es vielleicht unter den Tisch fallen lassen. Immerhin hatte der Wher bislang auch niemanden was getan.
Aus dieser Entfernung waren die runden Objekte nur so schwer zu erkennen...
"Hey warte, was hast du vor?" Die Läuferin sah Jyll erschrocken nach als diese vorsichtig in die Höhle schlich. "Komm zurück!" Eilig lief sie hinterher und wollte nach dem Arm des Mädchens greifen um sie zurück zu ziehen. Doch es war bereits zu spät...


K'ryan hatte die beiden schnell eingeholt, doch hielt er sich versteckt. Er wollte wissen was sie in den Höhlen machten. Eine Standpauke konnte er ihnen auch später noch verpassen. Vorsichtig spähte er um die Ecke. Die beiden waren vor einer Höhle stehen geblieben und schienen nun einen Disput zu haben, aber von seinem Versteck aus konnte er nur zusammenhangslose Wortfetzen auffangen. Gerne hätte er Siiry näher ran geschickt - in der Dunkelheit der Gänge war sie nahe zu unsichtbar - doch ihre Stärke, wenn man es überhaupt so nennen konnte, war die Bild- nicht die Ton-Wiedergabe. Die kleine eher mittelgroße Feuerechse saßs still auf seiner Schulter und beobachtete ebenfalls die Mädchen. Die meisten würden diesen Zustand wohl ungewöhnlich finden und sich fragen ob das arme Ding vielleicht krank war, war sie sonst doch eher ein Störenfried mit Spezialgebiet Lärmbelästigung. Doch wusste sie ganz genau wann ein ruhigeres Verhalten angebracht war und wann nicht. Außerdem wollte sie keinesfalls die Position ihre Menschen verraten, wenn dies ein Versteckspiel war. Sie war sicher nicht so intelligent wie eine Goldene aber das Band zu ihm war stark genug um ihr zu verraten, dass er jetzt absolute Ruhe wollte. Unterstützt wurde das nur noch dadurch, dass sie da noch etwas anderes in der näheren Umgebung wahrnahm. Ihre Augen wirbelten aufgeregt gelb, gelegentlich mischte sich ein weiß Ton mit ein. So verkniff sie sich sogar das leise Summen als er wie aus Gewohnheit begann ihr Kinn kraulte während er zu verstehen versuchte was da vor ging.
Die Mädchen verschwanden schließlich in der Höhle, dann war da ein Brüllen und die Schreie der Mädchen. Der Reiter schrak auf. Er mochte sich irren, aber das klang nach einem Wher. Ein Wher hier? Aber darüber dachte er nicht länger nach, die Schreie und alle anderen Geräusche klangen nicht nach einer freudigen Begrüßung. Hastig lief er los um zu retten was noch zu retten war.


Queensk hatte unbewegt dagelegen. Die Eindringlinge waren ihr nicht entgangen. Den Geruch des einen Zweibeiners kannte sie bereits. Er war hier schon ein paar mal rumgeschlichten. Sie hatte ihn in Ruhe gelassen da er immer einen angemessenen Abstand gehalten hatte. Über seine Anwesenheit war sie aber nie sonderlich glücklich gewesen. Es barg ein Risiko. Wenn da nicht das Gelege gewesen wäre, hätte sie ihm vielleicht schon eher mal die Leviten gelesen. Doch von ihren Eiern wagte sie sich nicht weit weg, die Tunnelschlangen warteten nur darauf dass sie ihr Gelege verließ um es zu plündern. Nur wenige ihrer Eier würden schlüpfen, das wusste sie, da galt es jedes einzelne erbittert zu verteidigen. Einen Großteil der Eier hatte sie bereits ausgesondert, da sie kein Leben mehr in ihnen spürte. Es waren aber immer noch einige da. Ja, dies war ein gutes Gelege, so fand sie - so wie natürlich jedes Gelege das sie bislang hatte.

Nun war da ein zweiter Geruch. Ein fremder. Das missfiel ihr. Vielleicht hätte sie den anderen Zweibeiner doch frühzeitig beseitigen sollen. Es war nicht gut dass er mehr seiner Art herbrachte. Noch wusste sie diese sonderbaren Wesen nicht so recht einzuschätzen.
Sie konnte sie reden hören auch wenn sie ihre Sprache nicht verstand. Angespannt lauschte sie, verriet durch nichts, dass sie sie längst bemerkt hatte. Noch lange bevor sie in ihre Höhle spähten, wusste sie schon dass sie da waren. Sie wusste auch das da noch ein weiterer Mensch war. Ihrer Nase und ihrem scharfen Gehör entging nichts. Zu ihrer Überraschung schien sie nicht alleine mit dieser Warnehmung zu sein. Eines der Eier verhielt sich sonderbar. Es schien kaum merklich zu wackeln, dabei war es noch viel zu früh für einen Schlupf. Die Schale war noch nicht voll ausgehärtet. Es würde noch viele Tage dauern bevor sie das war. Dennoch schien es als wolle es zu den Zweibeinern. Das verwirrte die Goldene total. Sowas hatten ihre Eier noch nie gemacht und die anderen verhielten sich auch ganz normal. Warum war dieses eine so komisch?
Das war nicht gut.
Schlimmer war jedoch, dass die Menschen näher kamen. Das konnte sie nicht dulden! Unglaublich schnell war sie auf den Füßen und bei den Störenfrieden. Sie hatte nur darauf gewartet, dass sie einen Fehler machten.


"Brin!" schrie Jyll entsetzt als der Wher plötzlich aufsprang, ihre Freundin am Bein packte und in den hinteren Teil der Höhle zerrte. "Lass sie los!" Sie lief hinter her mit dem klaren Gedanken Brin zu befreien. Doch jemand packte sie und trug sie weg, aus der Höhle.

K'ryan ätzte, fasst hätte der Wher auch die Diebin noch erwischt. Dessen Pranke war herum geschnellt als sie hinterher wollte. Kurz warf er einen besorgten Blick nach hinten, aber Siiry, die sich todesmutig zischend und fauchend auf den Kopf des Wheres gestürzt hat, schwebte scheinbar unverletzt hinter ihm her. Ihre Augen wirbelten aufgeregt. Der Wher schien ihm zum Glück nicht zu folgen. Er war nicht sicher ob er es mit einem so Großen Biest aufnehmen konnte.
Das Bündel, das der Drachenreiter mit sich schleppte, schrie und zappelte wild. "Lass mich runter! Ich muss zu, Brin!" Fäuste trommelten wild auf ihm rum. An einer sicheren Stelle abseits der Höhle ließ er sie recht ungerührt auf den Boden fallen.
"Du bleibst hier.", sein Blick und seine Worte waren so scharf als wolle er sie am Boden des Höhlensystems festtackern. Dann lief er zurück zur Höhle.


Wütend funkelte Jyll ihm nach. Wie konnte er es wagen sie so zubehandeln? Brin brauchte ihre Hilfe. Erst mit dem zweiten Blick bemerkte sie zwei lange Striemen auf dem Rücken des Reiters. Die rote Farbe an ihren Händen stammte von ihm. Die Worte, die sie ihm aufgebracht nach schreien wollte, blieben ihr im Hals stecken. Wäre er nicht da gewesen, wäre sie jetzt vielleicht tot gewesen. Ihre Feuerechsen-Schar tauchte plötzlich aufgerecht und besorgt zirpend auf, wirbelte einen Moment um sie herum ehe sie sich auf ihr niederliesen und sie unentwegt anstubsten und ihre Nasen an ihr rieben. Doch sie konnte nicht mehr tun als einfach nur da zustehen und dem Mann hinterher zu starren. Sprachlos. Vermutlich das erstemal seit sie den Weyr betreten hatte. Er hätte jetzt auch tot sein können.


K'ryan blieb vor der Höhle stehen. Zögerte. Es war nicht wegen der Schmerzen in seinem Rücken, die ignorierte er. Sie waren nicht so schlimm. Er war nicht sicher ob er sehen wollte wie ein Wher einen Menschen zerfleischte. Unweigerlich kamen ihm Bilder von seinem in einer Schlucht zerschelltem Freund Bias in den Sinn. Bilder die er wohl niemals vergessen würde. Ob er noch mehr solcher Bilder brauchen könnte? Er schüttelte den Kopf. Dafür war jetzt keine Zeit. Sollte das Mädchen noch leben, musste er es um jeden Preis retten. Solch ein Schicksal wünschte er niemandem und letzten Endes war er Drachenreiter. Und die waren schließlich dazu da die Menschen zu schützen.


Xantath draußen war in heller Aufregung. Von einem Fuß auf den anderen tänzelnd, stand er vor dem Höhleneingang und spähte hinein. Sein Reiter war verletzt und in Gefahr und er konnte nicht zu ihm! K'ryan hatte ihm zwar beruhigend zugeredet, dass alles nur halb so wild sei. Doch das beruhigte den Drachen überhaupt nicht. Er kannte seinen Reiter. Er spielte immer alles runter.
Noch war er alleine vor der Höhle, doch würde das sicher nicht so bleiben, hatte er doch vermutlich den halben Weyr geweckt als er vom Schmerz seines Reiters gepackt aufschrie, der ihn aus seinem sanften Schlaf gerissen hatte. Delsath und Raina würden auch sicher bald da sein.
Vielleicht konnte Raina helfen. Sie passte in die Höhle. Dennoch spähte er nervös in die Höhle. Die Gedanken und Eindrücke seines Reiters beunruhigten ihn. K'ryan durfte jetzt auf keinen Fall in irgendwelche Zustände verfallen. Der letzte war lange her, doch war sein Reiter sicher nicht geheilt. Vermutlich würden die Wunden der Vergangenheit nie ganz heilen. Da er seinem Reiter körperlich nicht nah sein und zur Hilfe eilen konnte, versuchte er ihm nun wenigstens mental beizustehen.


Entschlossen aber aufs schlimmste gefasst warf K'ryan schließlich einen Blick in die Höhle. Es war dunkel, aber er glaubte das Mädchen noch am Stück in einer Ecke liegen zu sehen. Nicht ganz das was er erwartet hatte, aber um so besser. Der Wher schien unentschlossen. Wie sollte er jetzt am besten vorgehen? Die Höhle stürmen und den Wher angreifen oder ihn bloss ablenken damit das Mädchen fliehen konnte? Oder vielleicht einfach rein, das Mädchen schnappen und wieder raus? Das würde er vermutlich alles nicht überleben... oder sollte er vielleicht einfach abwarten? Wo war Tira wenn man ihn mal brauchte? Der wusste sicher was zu tun war.


Queensk grollte und blickte zum Ausgang. Am liebsten wäre sie hinter den Zweibeinern her gerannt, doch wollte sie ihre Eier nicht mit dem Dritten alleine lassen. Eilig packte sie wieder Brins Hosenbein und schleifte sie über den Steinboden in den hinteren Teil der Höhle. Brin war starr vor Angst. Wagte nicht sich zu rühren. Nur das Zittern ließ sich nicht unterdrücken. Etwas abseits des Geleges ließ der Goldwher sie wieder los und sah nach ihren Eiern. Kurz darauf wickelte sie sich um sie, doch nur um gleich wieder aufzustehen und das Mädchen mit der Nase unsanft weg zu stoßen. Sie war zu nah. Eigentlich durfte diese Kreatur überhaupt nicht hier sein. Sie sollte es töten. Ewig hatte sie nichts brauchbares mehr zufressen gehabt und so eine mickrige Tunnelschlange hielt nicht lange vor. Doch dieses eine Ei machte sie ganz verrückt. Verständnislos stieß sie es an. Warum konnte es nicht so sein wie die anderen und seine Engerien auf das Wachstum und die Schlupf später konzentrieren? Vielleicht war es krank.


Er konnte doch nicht rumsitzen und abwarten, dass was passierte... Hilfe war sicher unterwegs. Dennoch, viele länger wollte er nicht warten. Der Weg war lang und bis die Hilfe da war konnte sonstwas passieren. K'ryan atmete tief durch, spähte nochmal kurz in die Höhle, prüfte dann ob sein Messer da war wo es sein sollte. Er hoffe, dass er es nicht brauchen würde, doch wenn es nötig war, wollte er sicher sein, dass es da war. Entschlossen trat er in den Eingang bereit hinein zu rennen und sich das Mädchen zu schnappen. Doch bevor es soweit war, krachte plötzlich vor ihm ein maßiger Bronze-Wher aus dem Nichts. "Yo, das hat doch wunderbar geklappt.", meinte die Gestalt auf dessen Rücken und tätschelte den Wher am Nacken. Der Wher brummte bloss wie als wollte er sagen "Natürlich hat das geklappt...".
K'ryan starrte sie an. Sein Mund klappte auf, dann wieder zu. Verlor dann aber doch die Beherrschung. "BIST DU VERRÜCKT???? DAS IST EIN WHER UND KEIN DRACHE!!! Du könntest TOT sein!" Where hatten ein anderes Sehvermögen als Drachen und Menschen was die Übermittlung brauchbarer Sprung-Koordinaten erschwerte oder gar unmöglich machte. Sie galten daher als unfähig zu Sprüngen durchs Dazwischen. Nur wenige wussten, dass sie es überhaupt konnten.
Der Bronze-Reiter ließ sich von der Schelte aber nicht aus der Ruhe bringen und stieg gelassen vom Rücken seines Whers ab. "Komisch, das selbe wollte ich dir auch gerade an den Kopf werfen.", gab der kräftige Bergwerksgeselle zurück, stämmte die Fäuste in die Seiten und sah den Drachenreiter mindestens genauso finstern an wie dieser ihn. "Du hast ja schon viele dumme Sachen angestellt. Aber das hier ist mit Abstand das dämlichste. Wie BESCHEUERT muss man sein einen Goldwher mit Gelege zu stören?" Where würden einen Menschen ohne zu zögern töten wenn sie sich bedroht fühlten, anders als Drachen, die zwar Drohen würden, aber einem Menschen niemals absichtlich Schaden würden, außer vielleicht er bedrohte seinen Reiter. Das war Fakt auch wenn ein Großteil der Bevölkerung Perns das nicht wusste.
"Als ob das meine Idee gewesen wäre. Ich betreibe hier bloss Schadensbegrenzung. Ich konnte ja nicht riechen, dass die beiden hier auf einen Wher treffen. Sonst hätte ich vorher eingegriffen..."
"Die beiden?"
K'ryan nickte zu Brin.
"Ich sehe nur ein Mädchen...?", meinte Tira, Schlimmes befürchtend.
"Die Andere ist vorerst in Sicherheit." Kurz sah er zu Jyll, die immer noch in dem Gang stand und sich nun wunderte was in der Höhle vor sich ging.
Der Wherreiter schwieg eine Weile bis ihm ein Gedanke kam. "Ohh, sag nicht du wolltest hier grade reinstürmen. Kein Wunder, dass dein Drache so panisch klang. Denkst du vielleicht auch mal an ihn? Wenn du dich in Gefahr bringst, bringst du auch ihn in Gefahr. Oder Raina? Oder deine Kinder? Was ist mit denen? Dachte du hättest mittlerweile begriffen, das du nicht alleine auf dieser Welt lebst."
K'ryan hob die Hände. "Was soll ich denn machen. Das Mädchen sterben lassen? Wäre das besser?"
"Nein, aber du könntest auch einfach Hilfe anfordern."
"Wir sind hier mitten im Fels."
"Na und? Hat mich das aufgehalten?"
"Mit einem Wher ins Dazwischen zu gehen und an einen total fremden Ort zu springen, ist also vernünftiger?"
"Was soll das denn heißen? Nur weil ein Wher kein Drache ist, heißt das noch lange nicht das er das nicht genau so gut kann."
"Es ist auch für Drachen gefährlich an enge unbekannte Orte zu springen."
"Das musst du grade..." Tira brach ab als einen heftigen Hieb vom Schwanz seines Whers ab bekam. Der Wher hatte ihn schon längere Zeit gegen sein Bein geklatscht. Anfangs nur leicht, dann aber immer stärker in dem Versuch Tiras Aufmerksamkeit zu gewinnen. Dieser sah nun zunächst grimmig zu seinem Wher dann aber zu der Goldenen, die gefährlich knurrend seinen Wher fixiert hielt.
"Raus!" Damit schob der Wherführer den Drachenreiter aus dem Eingang bis weit in den Gang Richtung Jyll. Diese staunte nicht schlecht als plötzlich ein Bronzewher rückwärts aus der Höhle trat. Er versperrte der Goldenen den Weg zu den Menschen. Grollte tief und warnend, hielt aber sein Haupt unterwürfig gesenkt. Er wollte keinen Streit mit ihr, hatte versucht sie zu beruhigen, aber im Moment war sie zu gereizt.
"Torsk bitte sag ihr, dass wir ihr und dem Gelege nichts tun wollen und dass wir bloss das Mädchen wieder habe möchten."


Die Goldene verschwand wieder in der Höhle. Erst diese Zweibeiner und dann fällt dieser riesige Wher aus dem Nichts in ihre Höhle. Wäre er nicht so groß gewesen, hätte sie ihn zerfetzt. Ihr Geist arbeitete angestrengt. Wie sollte sie die Situation lösen? Genervt stieß sie Brin bei Seite als sie wieder zu ihren Eiern ging. Das Ei schien sich zu beklagen. Als ob es da irgendwas zu sagen hätte. Das war genug. Sie würde es aussondern. Wenn es unbedingt zu diesem Zweibeiner wollte, dann sollte es eben dort hin gehen. In ihrem Gelege wollte sie es jedenfalls nicht mehr haben. So stieß sie es an, rollte es aus seiner Kuhle zu der zitternden Gestalt. Was es an dem Zweibeiner wohl fand?
Zu ihrer Verwirrung verstummte das Ei in der Nähe des Mädchens. Schien wie jedes andere Ei. Queensk schüttelte den Kopf und wollte es wieder zurück schieben doch sobald es sich wieder von dem Zweibeiner entfernte, begann es mental wieder zu weinen und zu quängeln. So schob sie es wieder zurück.
Sie schnaubte. Musste sie das verstehen? Kopfschüttelnd kehrte sie zu ihrem Gelege zurück, wickelte sich um ihre Eier, prüfte sie kurz noch mal und schloss dann die Augen. Öffnete sie aber wenig später wieder. Der Mensch störte. Er musste weg. Warum ging er nicht? Hatte er nicht bekommen was er wollte? Niemand kam in ihre Höhle, wenn er nicht hinter ihren Eiern her war. Mehr würde der Zweibeiner nicht bekommen. Sie schnaubte ihn an. Er sollte gehen. Doch die jämmerliche Gestalt zitterte bloss noch mehr. Erbärmlich...
Ihr Blick schien schließlich durch die Wand zugehen. Es gehörte zur Gruppe des Bronzenen, dann sollte er es auch entfernen. Wenn er es nicht tat, würde sie es tun.


"So, und was jetzt?", fragte der Drachenreiter angespannt. Ihm gefiel es gar nicht so untätig rumzustehen und das Mädchen in der Höhle alleine mit dem Wher zurück zu lassen.
"Ist Brin okay?", warf Jyll dazwischen. Ihre Augen wanderten vom einen zum anderen. Doch die beiden Männer sahen nur kurz zu ihr, antworteten aber nicht. Das Herz rutschte ihr in die Hose. Oje... So schlimm? Und das war alles ihre Schuld. Ihre Feuerechsen summten etwas lauter, versuchten sich aufzumuntern und zu beruhigen.
"Nun die Lage ist ernst.", meinte Tira zu K'ryan.
"Dann sollten wir etwas unternehmen, bevor es zu spät ist."
"DU wirst gar nichts tun. Im Moment ist es besser Ruhe zu bewahren. Hektik macht es nur schlimmer.", der Blick des Wherführers ging zu seinem Wher. Dieser ging langsam zum Höhleneingang und spähte vorsichtig hinein bevor er in der Höhle verschwand.
"Torsk?" Was hatte der vor? Grade wollte er hinterher gehen als sich eine Hand auf seine Schulter legte.
"Ruhe bewahren, Tira, Ruhe bewahren." kam von dem Reiter.
"Ker... das ist nicht witzig."
"Der Große macht das schon. Der weis schon was er tut."
Tira warf seufzend einen Blick zu seinem Freund, der einen zuversichtlichen Blick aufgesetzt hatte, und dann zu der Höhle wo sein Wher verschwunden war.


Der Bronze-Wher betrat vorsichtig die Höhle und bewegte sich unter den wachsamen oranges wirbelnden Augen der Goldenen direkt auf das Mädchen zu. Musterte sie und das Ei kurz. Dann stupste er das Mädchen an. Nimm das deine. Wir gehen. sprach er in ihre Gedanken. Für gewöhnlich machte er sowas nicht. Seine Worte waren ausschließlich für Tira bestimmt, doch dies war eine spezielle Situation. Brin sah den Wher erschrocken an. Hatte er zu ihr gesprochen?
Nimm! Er stieß das Ei solange immer wieder gegen ihren Körper bis sie die Arme um das Ei legte und es an sich nahm. Dann schnappte er sich das Leder ihrer Jacke und zerrte sie aus der Höhle.


Tira war sichtlich erleichtert als sein Wher wieder aus der Höhle herauskam. Er zwängte sich an ihm vorbei um nach Brin zu sehen. Sie zitterte immer noch am ganzen Körper und hielt das Ei mit dem Armen krampfhaft umschlungen. "Alles ist gut. Torsk hier wird dir nichts tun.", versuchte er das Mädchen zu beruhigen, aber sie stand zu sehr unter Schock um dadrauf irgendwie zu reagieren. So hob er sie einfach hoch. "Torsk könntest du dich etwas, kleiner machen?" Der Wher ließ sich nieder, so das sein Reiter aufsteigen könnte. "Los, ihr beiden, steigt auf. Torsk ist zwar nicht der schnellst, aber ich denke so kommen wir immer noch schneller und sicherer voran als anders."
"Bist du sicher?", fragte K'ryan zurück und musterte den Wher nachdenklich.
"Natürlich bin ich sicher. Glaub mir er kann bedeutend mehr Gewicht tragen als wir vier zusammen wiegen. Rasch. Ich will nicht warten bis die Goldene die Geduld verliert."
Der Drachenreiter nickte und kletterte vorsichtig hinter Tira auf den Rücken des Whers und half dann Jyll, die ebenfalls etwas zwigespalten über diese neue Erfahrung wirkte. Sobald alle sicher saßen trottete der Wher los. K'ryan und Jyll wiesen den Weg.

"Sag mal...", räusperte sich Tira auf halber Strecke. "... wieso borgst du ihr dein Messer und mir, deinem besten Freund, nicht?" Er hatte das alte rostige Messer an Jylls Hüfte sehr wohl wieder erkannt.
"Was?"
"Du hast mich schon verstanden."
"Ich habs ihr nicht geborgt. Ich warte immer noch, dass es seinen Weg zu mir zurück findet.", er spähte vielsagend über die Schulter.
Jyll lief rot an. Irgendwie wurde der Tag nicht besser.... "Tschuldigung. Ich dachte du brauchst das alte Ding vielleicht nicht mehr..." Sie sah in Siirys wirbelnde Augen. Die Feuerechse beobachtete sie und ihre eigenen Feuerechsen schon die ganze Zeit. Eine kleinere bronzene Feuerechse hatte sich später dazu gesellt, aber diese schien weniger an ihr interessiert zu sein. Die hatte sich nur gähnend auf der freien Schulter des Drachenreiters zusammengerollt und sirrte jetzt leise vor sich hin.
Tira lacht. "Es gehörte seinem Vater. Für gewöhnlich zerreißt er jeden in der Luft, der es auch nur ansieht." Das hielt einen leicht spöttischen und anklagenden Beiton, der K'ryan sehr wohl auffiel auch wenn er geschickt versteckt war.
"Es ist das einzige was ich von meinem Vater besitze.", verteidigte sich der Drachenreiter prompt.
Tira stieß ihm einen Ellenbogen in den Bauch. "Trotzdem läßt du es ihr.."
"Ich weis doch wo es ist. Weis gar nicht warum du dich so aufregst."
"Warum ich mich aufrege?" Der Bergwerksgeselle holte Luft. "Wieso erfahre ich - dein bester Freund - ..." er wollte nur noch mal darauf hinweisen "... nur über fünf Ecken, dass du jetzt im West Weyr lebst? Und ich wunder mich die ganze Zeit wo du abgeblieben bist."
"Ich hatte keine Zeit..."
"Was ist denn das für eine Ausrede? Du besitzt eine Feuerechse und einen Drachen und du kennst genug Leute die entweder das ein oder das andere oder gar beides haben. Du hättest mir ganz sicher in irgendeiner Form eine Nachricht zu kommen lassen können."
"Dachte nicht, dass das so wichtig wäre. Und du hast doch rausbekommen, dass ich jetzt hier lebe."
Tira schnaubte. "Ich dachte schon dir wäre sonst das passiert."
"Ich kann schon auf mich aufpassen."
"Ach ja? Ich kenn niemanden der so viele Narben am Körper trägt wie du, mein Freund. Und was war das eben wieder?" ER wies zurück in den Gang
K'ryan schwieg eine Weile, er musste grinsen. Aus der Sache kam er wohl nicht mehr raus. "Tut mir leid. Du kennst mich doch."
"Ja, und genau das macht mir Sorgen.", seufzte der Bergmannsgeselle.

Danach herrschte Stille bis... "Welche Tageszeit haben wir jetzt?", fragte Tira als Jyll andeutete, dass der Ausgang bald erreicht war.
"Als wir die Höhle betreten haben ging die Sonne gerade unter. Es sollte jetzt dunkel sein.", antwortete K'ryan, der verstand worauf die Frage abzielte. Where vertrugen kein helles Licht.
"Wunderbar."
Nach der nächsten Biegung kam der Ausgang und ein besorgter brauner Drache in Sicht. Xantath war überglücklich seinen Reiter wieder zusehen. Allerdings ließ Tira Reiter und Drache keine große Gelegenheit ihr wiedersehen zufeiern:
"Okay, wo lang geht es zum Heiler?"
"Der Heiler befindet sich im kleinen Kessel, den erreicht man über den Pass darüben. Ich kann sie auch rüber fliegen, das geht schneller.", meinte der Drachenreiter hilfsbereit.
"Nein, nein... ich liefere euch beide lieber persönlich ab. Dann bin ich sicher, dass ihr beide behandelt werdet. Außerdem wäre es viel zu umständlich jetzt umzusteigen. Wir sind doch schon halb da..." Es ging ihm aber hauptsächlich um ersteres. K'ryan hatte ein gestörtes Verhältnis zu Heilern und mied sie wann immer er konnte. Auch wollte er sicher gehen, dass das Wher Ei in Brins Nähe blieb und ihm nichts passierte. Da würde wohl noch was auf das Mädchen zukommen. Wenn die Goldene ihr das Ei überließ konnte das jedenfalls nur eines bedeuten.
Der Bronzene blieb plötzlich stehen. "Torsk?"
Im nächsten Moment landete ein blauer Wher vor ihnen. "Scherben! Ist das kalt!", fluchte dessen Reiterin.
"Sind denn hier alle verrückt?", kommentierte K'ryan den zweiten Wher, den er an diesem Tage aus dem Dazwischen hatte fallen sehen.
"Simira!?", kam ebenfalls erschrocken und empört von Tira.
"Ihr wart plötzlich weg und wir haben uns Sorgen gemacht. Simsk hat versichert, dass er das schon x-mal gemacht hat.", meinte Simira nur während wie versuchte dem blauen Wher von dessen Rücken aus die Wherbrille abzunehmen. Diese Brille war eine Spezial-Anfertigung für Where und hatte getönte Gläser.
"Na schön, wo ihr schon mal hier seid, könntet ihr dem Weyrheilern schon mal Bescheid geben, dass wir kommen. Ihr findet sie da oben irgendwo.", meinte Tira schließlich.
"Es ist die nächste große Höhle neben dem See.", ergänzte K'ryan.
Simira musterte das kreidebleiche Mädchen, das Tira in den Armen hielt. "Okay. Hast du gehört Simsk?"
Und ob der Wher das gehört hatte. Sein Blick lang ganz fasziniert auf dem großen Felsenöhr durch, das das Wasser vom oberen See zum unteren gelangte.
"Oh... ohoh nein. Muss das sein? ... Simsk!?" hastig zurrte Simira allerlei Gurte fest, denn der Wher sprintete los allerdings nicht in die Richung an die alle gedacht hatten.

"Ist das ganze Lederzeug nicht übertrieben.", fragte K'ryan während er sich wunderte wo die beiden hin wollten.
Tira lachte über Simsk Verhalten. "Nein, nein. Das ist schon alles richtig so. Simisk ist ziemlich ungestüm. Er stammt aus der Wildnis. Ohne das ganze Lederzeug hätte ich ganz ehrlich doch etwas Angst um das Mädchen."
"Wo wollen die hin?"
Tiratorsk hatte sich inzwischen wieder in Bewegung gesetzt.
Tira lachte immer noch, er hatte etwas Mitleid mit Simira. "Warts nur ab."
K'ryan schüttelte den Kopf. Der blaue Wher wurde immer schneller während er unbeirrt auf die nächst gelegene Felswand zulief und schließlich hochsprang um sich die Felsen hoch zu arbeiten. Als er schließlich eine gute Höhe erreicht hatte, stieß er sich ab und spreizte die Flügel. Ein Windstoß erfasste ihn und trug ihn höher. Doch gedachte er nicht in diesem zu bleiben, stattdessen flatterte er heftig mit den Flügeln schlagend zum nächsten Luftstrom. Simira wurde bei den zum Teil doch recht abrupten Richtungsänderungen, Schrauben und Drehungen ganz schön durchgeschüttelte. Sie hielten ansonsten aber doch recht zielstrebig auf das Öhr zu. Simsk wollte unbedingt da durchfliegen.
"Für einen Wher gar nicht schlecht oder?", meinte Tira zu K'ryan, der das ganze etwas stirnrunzend beobachtete. Das Where sich in der Luft halten konnten für einige Zeit, wusste er, aber mit einem Reiter auf dem Rücken...


[K'ryans Geschichte geht hier weiter ]
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GPX+ - Squiby - DC-Bingo-Liste - Silvi's Lair
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#2 Beitragvon Kezune » Sa 28 Jan, 2012 11:27

[dieser Post spielt einige Zeit nach der Vorgeschichte. Kommt von hier ]

Daria verschwand in dem Spalt und fand sich überraschend in einer anderen Höhle wieder. Die zumindest größer war, als sich mit der Leuchtkraft ihres Leuchtkorbes untersuchen ließ. Schließlich knotete sie das Garn an einem Stein nahe des Eingangs fest. Obwohl Daria einen hervorrangenden Orientierungssinn hatte, wollte sie kein Risiko eingehen. Und ihre Katze kam auch schon reumütig zurück. Das Mädchen schimpfte nicht mal. Immerhin hatte Saphir einen hoch interessanten Ort gefunden.
So stolperte Daria im Halbdunkel einen Gang nach dem anderen entlang, mal hierhin, mal dorthin, rollte dabei das Garn ab und staunte über die Größe des unerforschten Tunnellabyrinthes. Was es hier wohl noch alles zu entdecken gab? Bei Gelegenheit würde sie jedes einzelne Stück genau unter die Lupe nehmen. Aber jetzt wollte sie einfach mal schauen, wie groß die Höhle tatsächlich war.

Jedoch war schließlich irgendwann der Faden zuende. Und sie schien auch noch in einer Sackgasse gelandet zu sein. Enttäuscht wandte sich Daria wieder ab, als ihre Katze schon wieder irgendetwas verfolgte und urplötzlich in der Schwärze verschwand. "Saphir! Komm zurück!" rief Daria hinterher. Kopfschüttelnd ging sie ein Stück in die Richtung, in die die Katze verschwunden war. Und was war dort? Ein ganz niedriger Gang, aus dem klägliches Miauen zu hören war. Auf allen Vieren kroch Daria in den Gang hinein und schob dabei den Leuchtkorb vor sich her. Solange, bis sie an einer weiteren Engstelle angekommen war. Das Mädchen legte sich auf den Boden und lauschte. Aus der Richtung waren Geräusche zu hören. Mit einem tiefen Sufzer entschied sie sich, auch diesen Weg weiterzugehen.
Sie konnte ja unmöglich eins ihrer Schätzchen hier unten zurücklassen.
Auf dem Bauch kriechend quetschte sich Daria durch den Gang. Den Leuchtkorb musste sie vorne stehen lassen, da er beim besten Willen nicht mit hindurchgepasst hätte. Ihre Feuerechsen schienen das Loch überhaupt nicht zu mögen. Der Blaue krallte sich in dem Korb fest und ließ sich keinen Milimeter von dort wieder weg bewegen. Die Grünen waren etwas mutiger, versuchten aber verzweifelt, ihre Besitzerin dazu zu bringen, wieder nach oben zu gehen. Was das Mädchen aber herzlich wenig interessierte.
So schob sie sich Zentimeter für Zeintimeter weiter und befürchtete ein paar Mal, stecken zu bleiben oder dann auch noch rückwärts wieder zurück kriechen zu müssen. Doch so lang wie es zu nächst den Anschein hatte, war die Engstelle gar nicht. Nach einigen Metern erweiterte die sich wieder zu einem normalen Kriechgang, den Daria auf allen Vieren bequem durchqueren konnte.
Schließlich erreichte sie eine geräumige, fast stockfinstere Höhle. Dort drinnen war es warm und Sand knirschte unter ihren Schuhen. Gerade als Daria aufstand und sich den Schmutz von der Kleidung klopfte, wurde ihr mit einem Mal klar, was ihr ihr Feuerechsenschwärmchen schon die ganze Zeit über so verzweifelt mitteilen wollte. Zu Tode erschrocken wich Daria an die Wand zurück. Sie war nicht allein...
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#3 Beitragvon Silverdrak » Sa 28 Jan, 2012 16:29

Zu dumm! Queensk schnaubte und zog ihre Nase aus der niedrigen Öffnung in der Wand. Das Pelztier hätte eine viel bessere Mahlzeit abgegeben, stattdessen nahm sie nun vorlieb mit dem Crawler, der vor der Katze geflüchtet war. Der reichte aber nicht annähernd um satt zu werden. Langsam kehrte sie zu ihren Eiern zurück, inspizierte jedes aufmerksam, drehte zwei und wickelte sich dann wieder schützend um sie, schloss die Augen. Ihr Kopf ruhte auf einem Fetzen von den Tierhaar-Dingern die sie in einer Höhle gefunden hatte. Die fand sie ganz praktisch. Man konnte Dinge damit transportieren, sie konnten warmhalten und es war ganz bequem darauf zu liegen. Sie hatte auch ein paar um ihre Eier drappiert.

Wenig später waren da schon wieder Geräusche in dem Tunnel. Vielleicht kam das Pelztier zurück? Vorsichtig kroch sie ein Stück um ihr Gelege herum. Diesmal wollte sie es geschickter anstellen und warten bis ihr ahnungsloses Opfer die Höhle betreten hatte und nicht schon zuschlagen wenn es noch aus dem Loch kroch. Leise brachte sie sich in Position und blieb dann lauernd liegen.
Die Geräusche kamen immer näher, doch je näher ihre Beute kam desto sicherer war sie, dass es nicht das Pelztier war, auch wenn dessen Geruch an der Gestalt in der Höhle haftete. Was da kam war viel größer. Etwas resigniert stellte sie fest dass es erneut einer dieser sonderbaren Zweibeiner war. Die waren einfach überall. Nach dem letzten Vorfall hatte sie mühsam ihr Gelege verlegt, dafür extra ein paar Where aus der Umgebung hergerufen und jetzt war da schon wieder eine dieser Kreaturen, mit denen sie noch nicht so recht was anfangen konnte. Konnten sie sie nicht einfach in Ruhe lassen?
Anfangs hatte sie es ganz unterhaltsam gefunden die Neuankömmlinge zu beobachten, sie hatten allerlei interessante Dinge mitgebracht, doch sie nahmen immer mehr von ihrem Reich ein und belästigten sie jetzt auch noch in ihrer Bruthöhle.

Unentschlossen gruben sich ihre Klauen in den Sand. Vielleicht hatte es sie ja noch nicht bemerkt und würde wieder gehen wenn sie regungslos wartete? Oder sollte sie es lieber erledigen bevor es mehr seiner Art herbringen konnte?
Sie wollte nicht schon wieder die Bruthöhle wechseln.
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#4 Beitragvon Kezune » Sa 28 Jan, 2012 19:44

Entsetzt starrte Daria auf die Umrisse am anderen Ende der Höhle. Ein Wher. Und auch noch ein ziemlich großer. Jedenfalls wesentlich größer als der Blaue, mit dem sie früher einmal Freundschaft geschlossen hatte. Neben ihm war noch irgendwas anderes, das sich im Dunkeln aber nicht genau erkennen ließ. Sie verkroch sich rückwärts in dem Gang, bis zu der Engstelle und überlegte ihr weiteres Vorgehen.
Ihr derzeitiges Versteck war zwar relativ niedrig gelegen, aber der Wher würde sie dennoch erreichen können. Und wenn sie versuchte, durch die Engstelle wieder nach draußen zu gelangen, hätte der Wher noch genug Zeit, um sich doch noch ihr Bein zu schnappen. Und was dann passierten würde, konnte sie sich nur allzu lebhaft vorstellen.

Daria lugte vorsichtig aus ihrem Versteck heraus. Der Wher hatte sich nicht bewegt. Aber sie war sich sicher, dass er sie bereits entdeckt hatte. Was sollte sie nun tun? Einerseits wollte sie sich so schnell wie möglich in Sicherheit bringen, aber andererseits... Sie erinnerte sich wieder an die Begegnung mit dem Blauen. Vielleicht könnte sie ja hier...
Schon wühlte sie in ihrer Tasche. Leider hatte sie grade kein Futter dabei. Aber dafür fand sie etwas anderes. Die kleine Harfe. Der Blaue hatte Musik sehr gemocht, dieser hier vielleicht auch? Einen Versuch konnte es jedenfalls nicht schaden. Daria legte noch schnell die kleine Metallpfeife in Reichweite. Das Pfeifen würde hier drin vermutlich noch durch das Echo verstärkt und damit extrem unerträglich für den Wher werden. Zumindest hoffte sie das. Denn um schnell wegzulaufen würde dann eh keine Zeit mehr bleiben.
Inzwischen hatten sich die beiden grünen Feuerechsen aus dem Staub gemacht. Ihnen war nicht ganz geheuer, in der Nähe von so einer riesigen Kreatur zu sein. Was brachte ihr Mädchen nur dazu, trotzdem zu bleiben?

Daria holte tief Luft und machte sich bereit. Jetzt oder nie. Sie zupfte an der ersten Saite, dann an der nächsten und der nächsten... Die Musik füllte die ganze Höhle aus. In voller Konzentration schaffte Daria es, die komplizierte Melodie nahezu fehlerfrei wiederzugeben.
Als die Musik schließlich verklungen war, spähte sie wieder vorsichtig in die Höhle. Zitternd vor Aufregung wartete sie auf die Reaktion des Whers.
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#5 Beitragvon Silverdrak » Di 07 Feb, 2012 00:34

Aha! Der Zweibeiner verschwand wieder in dem Loch. Queensk hatte jedoch Zweifel daran, dass sie unbemerkt geblieben war. Vorsichtig hob sie den Kopf und sah hinterher.
Was jetzt? Sie war ratlos. Es wusste jetzt wo ihr Nest war. Vielleicht würde es mehr seiner Art anlocken. Wenn sie es tötete würde das aber vielleicht auch mehr von ihnen anlocken. Sie war nicht dumm und hatte diese neuen Wesen aufmerksam beobachtet. Sie hatten ein enges Sozialgefüge.

Aaaaahh!! Gereizt schüttelte sie den Nacken. Sie mochte es gar nicht wenn ihr keine gute Lösung für ein Problem einfiel. Warum konnten diese Kreaturen nicht einfach auf Abstand bleiben? Sie drängte sich ihnen ja auch nicht auf.
Plötzlich waren da wieder Geräusche, andere Geräusche. Ihre Aufmerksamkeit wanderte wieder zu der niedrigen Höhle aus der nun neue Töne drangen. Sie waren melodisch.
Oh. Das gefiel ihr! Anfangs lauschte sie nur, nach einer Weile schwangen Kopf und Schwanzende mit und schließlich summte sie leise die Melodie mit. Mit einem tiefen, kehligen Summen. Wie ihr Äußeres war auch die Stimme der Where nicht ununbedingt die schönste.

Dann trabe Bronsk in ihre Höhle. Er hatte eine doch recht statliche Tunnelschlange im Maul. Sicher hatte sie sich zu Lebzeiten Menschen hoch aufrichten können. Eine gute Beute. Mit respektvollem Abstand blieb er etwa in der Mitte der Höhle stehen und legte die Tunnelschlange auf den Boden bevor er sie in Queensk Richtung stubste. Er war der Vater ihrer Eier, aber selbst ihn ließ sie nicht an sie heran. Er war hier nur geduldet und solltenach der letzten Aufregung helfen das Gelege zu beschützen.
Sein Blick lag auch auf der Höhle. Die Melodie war verklungen. Schnuppernd näherte er sich der Öffnung. Blickte zu nächst prüfend, doch dann leuchteten seine Augen rot auf. Eindringling! Wütend stürmte er laut knurrend los um sich zu schnappen was da in dem Loch lauerte doch Queensk sprang ebenfalls auf und auf ihn zu. Raunzte ihn empört an. Ihr hatte das gut gefallen! Bronsk wich seitlich aus, lief im Kreis wieder zu seiner Beute und blickte dann immer noch alarmiert zwischen der Höhle und seiner Königin hin und her.

Queensk spähte nun selbst in die Öffnung. Warum hatte das aufgehört? Sie musterte den in ihrem Sichtfeld deutlich rot-orange leuchtenden Klecks eine Weile. Er glaubte vermutlich sie würde ihn nicht sehen. Sie schnaubte ihn an zog sich dann aber zurück und wandte sich dem Bronzenen Wher zu. Er war kleiner als sie, wirkte von der Statur her aber noch Muskulöser als sie es war. Sein Körper war von Narben zerfurcht. Er war älter als Queensk.
Fast liebevoll rieb sie ihre raue Nase an seinem schroffen Kinn. Ihr Nacken und die Flanke rieben sich an seinem Nacken und der Schulter entlang, wobei sie im vorbeigehen die Tunnelschlange aufhob und zu ihrem Gelege schleifte wo sie sich wieder zusammen rollte und begann die Beute auseinander zu nehmen.

Bronsk brummte zufrieden in sich hinein und ließ sich schließlich da wo er war, mitten in der Höhle, nieder und behielt dann wachsam die Felsspalte im Auge.
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#6 Beitragvon Kezune » Mi 08 Feb, 2012 19:05

Das war knapp! Daria wagte es kaum zu atmen. Anscheinend war das ganze doch keine gute Idee gewesen. Mit einem Wher auf einmal könnte sie vielleicht klar kommen, aber bei zweien war sie sich nicht sicher. Jetzt nur keine Panik. Was war jetzt genau passiert? Der Zweite wollte sie angreifen. Der Erste hatte scheinbar was dagegen gehabt. War das ein gutes Zeichen? Vermutlich.
Zu dumm dass Daria von da drinnen nichts sehen konnte. Sie blieb noch eine ganze Weile lang unbeweglich sitzen. Bei sowas hatte sie viel Geduld. In der Zwischenzeit hatte einer der Where genau zu ihr hereingeschaut. Der war geradezu riesig, verglichen mit dem Blauen von früher. Vielleicht war das sogar eine Goldene. Dann könnte der seltsame, undefinierbare Haufen in der Höhle auch noch ein Gelege gewesen sein...

Daria wunderte sich, dass sie noch am Leben war. Obwohl sie all den Schauermärchen über Where, die sie sich in all der Zeit musste, nur bedingt Glauben schenkte und sich lieber auf das verließ, was sie mit eigenen Augen gesehen und erlebt hatte, an einem zweifelte sie nicht. Goldenen mit Gelege waren mit Sicherheit extrem gefährlich. Aber andererseits... Ergab sich da nicht noch eine andere Möglichkeit...

Jetzt erst recht. Ganz langsam und vorsichtig rutschte sie so weit an den Eingang, dass sie wieder ins Innere der Höhle spähen konnte. Der Größere der beiden lag wieder neben dem Haufen und war damit beschäftigt, irgendwas zu fressen. Und der andere war zwar auch ein gutes Stück entfernt, aber schien sie genau zu beobachten.
Das war genug. Daria zog sich wieder in ihr Versteck zurück. Und jetzt? Vielleicht noch etwas Musik machen? Vorhin war ihr beinahe so, als hätte der Wher ein bisschen dabei mit gesummt. Das kam ihr so bekannt vor... Angespannt wartete sie, bis der größere mit seiner Mahlzeit fertig war. Vielleicht war er dann etwas umgänglicher.

Mit einem unterdrückten Seufzen schnappte sie sich das Musikinstrument und spielte weiter. So viele Melodien wie ihr einfielen. Dabei bewegte sie sich wieder ganz langsam auf den Eingang zur großen Höhle zu.
Wenn das jetzt ein Fehler gewesen war, würde sie sich um die weitere Zukunft keine Gedanken mehr machen müssen.
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#7 Beitragvon Silverdrak » Mo 20 Feb, 2012 18:47

Queensk brummte zufrieden in sich hinein als sie die Tunnelschlange schließlich verspeist hatte. Ihre zunge wanderte kurz ihre Schnauze entlang um Essensreste zu beseitigen. Das war gut gewesen. Damit kam sie sicher ein paar Tage aus. Dann wanderte ihre Aufmerksamkeit wieder zu ihre Eiern. Sorgsam begutachtete sie sie und drehte schließlich jedes einzelne. Während sie das machte begann die Musik wieder zu spielen. Leise summend schob sie die Eier näher an sich und legte dann schläfrig ihren Kopf auf den Sand. Sie war müde und brauchte jetzt ein Verdauungsschläfchen. Die Musik wog sie friedlich in den Schlaf. Zumindest anfangs. Wenig später als die Melodie welchselte schreckte sie jedoch wieder auf. Verstimmt schnaubte sie Bronsk an. Er sollte für Ruhe sorgen. Sie wollte jetzt schlafen und ihre Eier brauchten jetzt auch etwas Ruhe.

Knurrend erhob sich der Bronzene und schritt auf den Spalt zu. Als er seinen Kopf hinein schob, um nach dem Störenfried zu suchen, knurrte er drohend lauter. Besser die Kreatur war verschwund. Wenn sie noch da war und er sie erwischte, würde er sie jedenfalls ruhig stellen.
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#8 Beitragvon Kezune » Mo 20 Feb, 2012 19:10

Diese Warnung war deutlich genug. Daria quetschte sich wieder durch die Engstelle nach draußen. Aber so einfach gab sie nicht auf. Schon bald würde sie wieder hier herunterkommen, mit einem Berg Futter im Gepäck und dann...
Kaum hatte sich die staubbedeckte Gestalt wieder in den nächsten Gang gekämpft, wurde sie gleich begeistert von den drei Feuerechsen und einem flauschigen Etwas empfangen. Sichtlich erleichtert stellte Daria fest, dass es Saphir noch gut ging. Einen Moment lang hatte sie mit dem Schlimmsten gerechnet. Schließlich schnappte sich das Mädchen noch ihren Leuchtkorb und machte sich auf den Rückweg. Dabei folgte sie hauptsächlich dem Faden, den sie glücklicherweise hier hinterlassen hatte. Ohne diesen wäre das vielleicht doch noch böse geendet. Der Weg zog sich beinahe ewig, bis Daria samt ihrer Tiere endlich wieder am Eingang ankam. Saphir hüpfte mühelos wieder nach draußen, Nessie und Achit schwebten zeternd hinterher und Blizzard ließ sich von seiner Besitzerin tragen. Für weitere Anstrengung war er zu faul. Daria kletterte vorsichtig ebenfalls wieder raus und versteckte den Eingang zum Höhlensystem wieder sorgfältig hinter den Kisten. Dann trat sie wieder nach draußen.

[geht wieder nach Hause]
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#9 Beitragvon Kezune » Do 23 Feb, 2012 18:45

[am Abend des Tages, an dem Daria das letzte Mal da war. Charaktere kommen von hier]

Da war sie also wieder. Mit einem Leuchtkorb, den sie auf dem Weg noch schnell aus einem der Lagerräume 'ausgeliehen' hatte, schob sie die Kisten beiseite und stieg in das finstere Loch dahinter. "So, da wären wir." teilte sie ihrem Begleiter mit. "Bleib einfach in meiner Nähe, dann verlaufen wir uns schon nicht." Unauffällig ertastete Daria den Faden, den sie beim Letzten Mal hier hinterlassen hatte. Jetzt war es so gut wie unmöglich, den falschen Weg zu nehmen, zumal sie sich schon vorher alles genau eingeprägt hatte. So liefen die beiden immer weiter nach unten in das Höhlen-Labyrinth hinein. Viele höchst unheimliche Schatten wanderten über die Felsen, wenn das Licht daran vorbei kam, und Daria wurde langsam mulmig zumute. Dabei kam der gefährlichste Teil erst noch.

Nach einem schier endlosen Marsch durch die rabenschwarze Dunkelheit, die einzigen Geräusche die ein paar losgetretener Steine, erreichten sie schließlich den Kriechgang mit der Engstelle. "So, da hinter sind sie" Daria deutete auf das schmale, finstere Loch. Skeptisch sah sie Jaro an. "Passt du da überhaupt durch? Ich bin da schon Mal beinahe stecken geblieben und du bist ja noch etwas größer als ich..." Sie reichte ihm den Leutkorb. "Ich gehe zuerst. Die Where kennen mich ja schon ein bisschen..." Aber ob das im Fall der Fälle helfen würde, sei Mal dahin gestellt. Und schon begann Daria, sich durch den Spalt zu quetschen, kam schließlich auf der anderen Seite an und wartete, ob es Jaro auch her schaffen würde. Erst jetzt viel ihr ein, dass er stecken bleiben und damit den einzigen Fluchtweg verstopfen könnte. Aber jetzt war es sowieso zu spät...
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#10 Beitragvon LilaDrache » Do 23 Feb, 2012 19:49

(kommt genau wie Daria von hier)

Jaro folgte Daria durch die Dunkelheit. Immer wieder sah er sich forschend um und versuchte den Weg, den sie durch die Höhlen gingen sich zu merken. Dann kamen sie an. "Ich weiß nicht.", antwortete er auf Darias Frage, ob er hindurch passte. Nach dem sie hindurch war, nahm er seine Tasche, schob diese vor sich her und folgte ihr. Dann kam es ihm so vor, als steckte er einen Moment fest. Er versuchte sich so gut es ging hindurch zu drücken, was ihm dann auch gelang. "Puh,... Ich habe es.", sagte er zu ihr Erleichtert und grinste sie an. Eigentlich hätte man das nicht sehen können, aber er machte es dennoch. Nun zählten die Where und ihre reaktion. Möglicherweise könnte er sie mit dem restlichen fleisch aus seiner Tasche etwas Besänftigungen, wenn es kritisch wurde. Mal sehen.

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#11 Beitragvon Silverdrak » Do 23 Feb, 2012 21:36

[Also, wär doch langweilig wenn ihr hinlauft und sofort ein Ei bekommt. Findet ihr nicht? Nur so ein gegrabsche... Bei den Feuerechsen ist da auch nicht so viel drum rum gespielt worden. Finde ich eigentlich schade.

Aso denkt ihr dran in den anderen Posts hierher gegen zu linken? Sonst kann man der Geschichte nicht folgen. Nur als tip: Ich benutze immer die "urlb" tags. Bei den normale url Tags öffnet der Link immer ein neues Fenster. Bei den urlb s wird die Seite im gleichen Fenster geladen. Das finde ich beim lesen angenehmer. Dann muss man nicht x-Fenster schließen. ^^]


Queensk hob ihren Kopf. Zweibeiner. Die wussten auch nie wann es genug war. Sowas respektloses. Gelassen legte sie den Kopf aber wieder ab und lauschte den Geräuschen. Bronsk hatte vorsorglich einen schweren Felsen vor die Öffnung geschoben. Er verschloß das Loch zwar nicht komplett aber ein Mensch passte durch das kleine Loch sicher nicht mehr. Der große Wher hatte sich dicht neben dem Felsen zusammen gerollt, so dass man ihn selbst wenn man stark genug wäre dennoch nicht wegrollen konnte. Seither war der goldene Wher viel ruhiger. Ihre Eier waren so viel sicherer.

Auch wenn es so schien, die Tunnel hier unten waren nicht leer. Hier war durch aus einiges an Leben. Viele kleine Krabbeltiere lebten hier. Die Tunnelschlangen waren überall. Wherries verirrten sich allerdings nur selten hier her dafür waren sie zu tief unten.
Ein Krabbler kletterte eilig die Wand hinter Daria hinauf. Er hatte ein Insekt gesehen. Einen saftigen dicken Höhlenkäfer. Doch der krabbelte weg. In der Aufregung wollte der Krabbler hinterher springen vergaß dabei jedoch, dass er sich an der Decke befand und fiel prompt auf Darias Kopf. Verwirrt versuchte das sechsbeinige Gecko-ähnliche Geschöpf halt auf dem fremden Untergrund zu finden.

Queensk drehte derweil wieder ihre Eier. Jedes beäugte sie aufmerksam. Diese Eier würden sicher schlüpfen. Lange hatte sie keines mehr aussondern müssen, weil das Leben darin erloschen war. Diese hier waren kräftig und würden leben. Alle leuchteten gleichmäßig rot in ihrem Sichtfeld. Zufrieden legte sie sich wieder hin. Aus Richtung der Höhle konnte sie das Zischen einer Tunnelschlange hören. Ganz sicher ein größeres Exemplar, aber noch weit weg. Vielleicht würden die Zweibeiner auf sie treffen. Ob Zweibeiner gegen so eine Schlange ankamen? Sie hatte sie noch nicht mit so einem Biest ringen sehen. Gegen einen Wher hatte die Schlange keine Chance, aber so ein Zweibeiner hatte ganz dünne Haut und keine Krallen und Zähne. Queensk gestand ihnen nicht sonderlich hohe Chancen zu.

Bronsk interessierte das alles nicht. Er döste weiter vor sich hin. Endlich hatte er etwas Ruhe.
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#12 Beitragvon Kezune » Fr 24 Feb, 2012 14:34

[ ^^' ]
Irritert betastete Daria den Felsen vor dem Ausgang. "D...Der ist aber neu. Letztes Mal war der da noch nicht. Ich schwöre es!" stotterte sie unsicher. Verlaufen hatten sie sich nicht. "Vielleicht..." Ein Schrei entfuhr ihr. Irgend etwas war auf ihrem Kopf. Hektisch wische sie mit den Händen hin und her, bis sie das Wesen schließlich erwischte und es auf den Boden beförterte.
Der Schrei lockte Blizzard aus ihrer Jackentasche. Fragend blickte er das Mädchen an, warum musste sie so einen Lärm machen. "Was machst du hier?" zischte sie, als sie die Feuerechse bemerkte. Aber andererseits, wenn er schon mal da war, könnte er sich doch gleich auch nützlich machen. Daria bedeutete der Feuerechse, durch den Spalt neben dem Felsen zu kriechen und nach dem rechten zu sehen. Der Blaue protestierte zunächst, gab sich aber dann doch geschlagen, kroch durch den Spalt und schwebte ein bisschen in der Höhle umher. Dabei versuchte er, Daria ein paar Bilder zu übermitteln, die aber außer einigen dunklen Schemen nicht viel zeigten. Los, streng dich an! versuchte sie ihn zu ermutigen. Für einen Moment erschien ihr ein klareres Bild, ein Wher, der unmittelbar hinter dem Felsen lag und so den Eingang blockierte. Dann riss die Verbindung ab. Blizzard hatte nun seinen ganzen Mut verbraucht und kehrte wieder zu Daria zurück. Sie lobte ihn im Stillen eingehend, solange bis er sich wieder zufrieden in ihrer Jacke verkroch.
Schließlich begann sie Jaro ihre Eindrücke zu beschreiben. "Also, es sieht so aus, als wenn die Where den Stein da absichtlich hin geschoben haben, damit Eindringlinge wie wir nicht mehr rein kommen. Außerdem liegt einer der beiden genau hinter dem Felsen."

Dann wanderte Daria selbst näher an den Spalt heran. Er war breit genug, um in die Mitte der Höhle schauen zu können, da war immer noch ein Wher neben dem mutmaßlichen Gelege. Andererseits waren sie und Jaro jetzt einigermaßen sicher. "So, ähm, was machen wir jetzt?" fragte sie ihn, während sie in ihrer Tasche nach der kleinen Harfe suchte.
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#13 Beitragvon LilaDrache » Fr 24 Feb, 2012 16:22

(Das kann ja heiter für die beiden werden... xD Das ganze passt gerade gut für mich mit den Wheren, denn ich lese Drachenwegen (Pernbuch). Da geht es sehr um Where.)

Jaro sah nachdenklich zu Daria. Es schien gerade ein paar Probleme zu geben, da schrie sie auch schon auf. Bloß ein Krabbler wie er kurz darauf feststellte. Dann schickte Daria den blinden Passagier los, um genaueres zu erkunden. Dann erklärte sie Jaro von den Problemen. "Mhhh..." meinte er bloß ernst und überlegte. "Vielleicht könnten wir sie mit dem Fleisch hier etwas weglocken, welches ich noch hier habe...", dacht er laut und wühlte so gleich etwas in der Tasche herum. Schnell beförderte er etwa Fleisch nach oben und zeigte es Daria. Einen Versuch wäre es wehrt. So warf et etwas hinein. Hoffentlich würden die Where sich darüber freuen.

Plötzlich stieß etwas den jungen an. Erschrocken drehte er sich um und konnte auch so gleich etwas warmes und feuchtes auf seinem Gesicht spüren. "..Ähg...", brachte er heraus und schubste Aok zurück. Die Hündin war ihm wohl gefolgt, ohne das sie etwas bemerkten. Nun aber war es wirklich voll in dem Spalt geworden. "Böser Hund! Du nimmst ja den ganzen Platz weg! Nein, hör auf mich ab zu schlecken!", rief Jaro ihr zu, aber so leise um die Where nicht unnötig mit einem Geschrei zu ärgern. Aok hörte leider nicht auf ihn, da sie es nicht genau verstand, wieso er sie so leise ausschimpfte. Dann entdrang ihr ein leises knurren und winseln, als sie die Gerüche der Where bemerkte.

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#14 Beitragvon Silverdrak » So 26 Feb, 2012 17:00

[Drachenwege hab ich noch nicht gelesen. Es liegt hier aber ich hatte noch keine Zeit und Bücher von Todd McCaffrey sollen ja nicht so gut sein.]

Bei Darias Schrei schreckten beide Where hoch und sahen eine Weile zu dem Spalt ehe sie sich wieder hinlegten. Ängstliche Kreaturen, diese Zweibeiner...
Auch die Feuerechse blieb nicht unbemerkt, aber sie war zu klein um irgendeinen der Where zu beunruhigen.
Das Stückfleisch erregte da mehr Interesse. Bei Queensk nicht so. Immerhin hatte sie zuvor erst eine große Tunnelschlange verschlungen bis die verdaut war würde sicher ne Woche vergehen, aber Bronsk machte einen langen Hals zu schupperte an dem Stück. Wenig später schnappte er es sich und schlang es runter, machte dabei aber keine Anstalten sich von dem Felsen weg zubewegen.


[Ihr werdet wohl einen anderen Weg in die Höhle finden müssen. ;)]
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#15 Beitragvon Kezune » So 26 Feb, 2012 18:02

[nichts leichter als das ;) ]

"Was zum...?" Daria schnellte herum und blickte genervt auf den Hund. Von ungezogenen Haustieren konnte sie ein Lied singen, aber ausgerechnet jetzt musste sich noch jemand mit hier hin quetschen. Da fehlte ja nur noch ihre Katze. Eine ganze Weile lang saß sie unbeweglich da und wartete, ob die Where reagierten. Tatsächlich ertönten wenig später Geräusche aus der Höhle, als sich einer der beiden über Jaros Futter hermachte, aber ansonsten passierte nichts.
"Das klappt nicht..." meinte Daria schließlich. Futter half hier gerade wirklich nicht und selbst wenn der Wher hinter dem Stein weg wäre, sie war unmöglich stark genug um ihn wegzuschieben. Im Umkehrschluss würde Musik jetzt auch nicht viel bewirken. Ihr musste etwas anderes einfallen.

Erneut fischte sie ihre Feuerechse aus der Jacke. Sie hatte noch eine Aufgabe für ihn. Blizzard war aber gar nicht mit dem einverstanden, was das Mädchen da von ihm wollte. Seine Augen färbten sich immer mehr weißlich. "Jetzt komm schon!" versuchte sie ihn zu ermutigen. "Du schaffst das!" "Na los, nur für mich. Ich besorg dir dann auch was ganz leckeres zu futtern."
Futter? Das schien endlich der richtige Anspron zu sein. Und anschließend würde er sich richtig schön verwöhnen lassen... "Jetzt mach schon!" Darias Stimme wurde langsam ungeduldig. Brav und folgsam wanderte Blizzard erneut durch den Spalt in die große Höhle. Suchend flog er so weit oben wie es ging war, um den Wheren möglichst weit auf Abstand zu bleiben. Dabei sandte er ständig ungenaue Bilder zu Daria. "Halt, da vorne!" Das Mädchen hatte etwas entdeckt. Gehorsam änderte die Feuerechsen den Kurs und flog auf das neue Ziel zu. Gefühlte Stunden verstrichen. Daria erhielt keine Antwort. Doch dann gab es hinter ihr erneut eine Bewegung und der Blaue kam zurück. Stolz plusterte er sich auf und ließ sich von seiner Besitzerin verhätscheln. "Guuut gemacht, Kleiner" lobte sie immer wieder.

Selbstzufrieden grinsend wandte sie sich zu Jaro und begann zu erklären, was sie Blizzard da genau aufgetragen hatte.
"Also, diesen Eingang hier können wir vergessen, so wie es aussieht. Aber die Where müssen ja auch irgendwie da rein gekommen sein. Tja, und diesen zweiten Weg hat Blizzard anscheinend gerade gefunden." Sie grinste noch breiter. "Aber frag mit jetzt bloß nicht, wie unwegsam der Weg dorthin ist. Am Ende ist meine Feuerechse nur durch ein weiteres winziges Loch geklettert, so dass wir da gar nicht hinkommen. Aber wenn du willst, können wir es trotzdem Mal versuchen. Auf die Gefahr hin, plötzlich und unerwartet bei den Wheren zu landen."
Auf einmal war Daria gar nicht mehr so wild darauf, in den unerforschten Höhlen herumzuwandern. Zumal es draußen inzwischen vermutlich genauso finster war. Aber andererseits konnte sie jetzt nicht kneifen. Bei so etwas hatte Daria noch nie aufgegeben, auch wenn sie sich schon oft damit in Schwierigkeiten gebracht hatte.
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