Shen-lung´s Gedichte

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Shen-lung
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Shen-lung´s Gedichte

#1 Beitragvon Shen-lung » Mi 03 Feb, 2010 12:25

Da ich auch sehr gerne Gedichte schreibe, dachte ich mir, ich könnte hier ja mal welche posten.

1)
Süße Nacht

Eisiges Wasser
mein Herz schlägt ruhig
Schimmernder Mond
meine Seele brennt.

Blinkende Sterne
meine Augen leuchten
Zirpende Grillen
meine Flanken beben.

Ein Windstoß rauscht
meine Flammen schlagen
Die Wolken fliehen
die Freiheit ruft!

Kühl ist die Luft
heiß mein Atem
Still ist die Nacht
mein Herz singt laut.

Weiter Himmel
der Mond nickt grüßend
Die Nacht erwacht
wenn ich, der Schwarze Drache, fliege.

2)
Herrin der Nacht

Düster steh ich in der Menge, Dunkelheit vor hellem Licht;
kalte Kraft des Universums, Energie erwärmt mich nicht.
Schluck Materie selbst Strahlung, wandel alles in mich selbst;
ohne Licht und Eruptionen, ich es in den Schatten stell.

Leb nach eigenen Gesetzen, Meisterin der ewigen Nacht.
All die funkelnd hellen Sonnen zwing ich in Bahnen meiner Macht.
Fragend sehen Menschen Sterne, erkennen nur den grellen Schein.
Blind verkennen Sie die Macht, - die Finsternis, das schwarze Sein.

3)
Faith

Let us fly, Dragis,
fly away
through the shadows of the day
through the darkness of the night;
Let us fly, and be my guide.

Let us fly, my young friend,
fly so free
both we know it has to bee
both we know how it will end;
Let us fly: we´ll become legend.

Let us fly, my friend,
fly so far
we won´t ask for the "Why" of war
won't ask why we're living still ;
Let us fly, and keep vigil.

Let us fly, Dragis,
fly so fast
this battle is our last
the victory was dearly paid;
We´ll fly, our grave is made.

Let us fly, my dear,
fly away
let the moon us lead astray
to the stars high in the sky;
Let us fly, we have to die.

4)
Vergangenheit und Zukunft

Vor unvorstellbar langen Zeiten
weilten wir Drachen in der Welt,
zogen durch endlose Weiten,
kreisten hoch am Himmelszelt.

Wir Hüter der Magie und Weisheit,
mächtig, stolz, frei wie der Wind -
doch Wandel löste ab unser Walten,
die Zeiten längst vergangen sind.

Die Nacht brach an für uns, die Drachen,
finster, düster, schwarz und kalt.
Wo einst zu hören war unser Lachen
dort wurde es still und stiller bald.

Unser Gesang verklang ganz leise,
fast unbemerkt zogen wir fort,
begaben uns auf weite Reise
an einen stillen, fernen Ort.

Ihr Menschen wolltet uns nicht mehr,
grau und öde wurde das Land,
wo Fantasie und auch Gefühle
zusammen einst gingen Hand in Hand.

Vergessen, glaubt ihr, sind wir Drachen?
Verliert nur nicht so schnell den Mut,
der Rhythmus unseres Gesanges
pulst immer noch in eurem Blut.

Er flüstert von uralten Zeiten,
ein längst verloren geglaubter, fremder Klang,
und bringt zurück aus fernen Weiten
den lang vermissten Drachensang.

Der Ewigkeit sind nun entsprungen,
Geschöpfe der Vergangenheit,
feurigen Atem in den Lungen
ziehen wir wieder über das Himmelszelt.

Silberglanz mit mächtigen Klauen,
Schuppenhaut im Sternenlicht,
erzählen wir von wunderbaren Dingen -
hört uns zu und stört uns nicht.

Unsere Augen funkelnd wie Diamanten,
weise das Herz und voll Magie,
wir bringen euch zu Unbekanntem,
ins herrliche Reich der Magie.

Wie kühlen Eises blauer Glanz,
oder schwarz wie dunkle Nacht,
gleißendes Licht auf Schimmerschuppen -
in euren Schatten halten wir Wacht.

Mit weiten, wild geblähten Nüstern,
Feueratem, Drachenherz -
Fliegen wir, leise wie ein Flüstern,
über Trauer, über Schmerz.

Könnt ihr nicht sehen uns, die Wesen,
unvergleichlich stolz und frei?
Als wären wir niemals fort gewesen,
wir waren unter euch - stets dabei.

Ihr müsst nur lauschen, müsst verstehen -
wir Drachen sind stets bei euch hier,
in euren Herzen möchte ich sehen
uns, als verehrtes Schuppentier.

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#2 Beitragvon Dragis » Mi 03 Feb, 2010 14:39

Wie auch schon deine anderen Gedichte zeigen sie all jenen die, die Worte verstehen, was in deinem, was in unserem Herzen vorgeht.

Ehre allen Drachen !
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!

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#3 Beitragvon Shen-lung » Mi 03 Feb, 2010 15:37

Ich danke dir, mein Freund.
Das Gedicht "Faith" hast du hoffentlich genau gelesen, denn dann wirst du bemerkt haben, wovon es handelt; von dem Weg, den wir zwei gehen müssen, um unser Ziel zu erreichen und dem Ende, das uns dadurch bestimmt sein könnte.

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#4 Beitragvon Dragis » Mi 03 Feb, 2010 21:39

Ja, ich las es und ich fühle genauso, werte Freundin.
Gemeinsam werden wir gewiss etwas bewirken!
Es ist ein Kampf, den es sich wahrlich zu kämpfen lohnt. Bis zum Ende.
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!

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#5 Beitragvon Seriva Senkalora » Fr 05 Feb, 2010 00:22

So,

da zwei der Gedichte zufälligerweise ebenfalls im Netz zu finden sind, schließe ich auch dieses Thema und wir werden uns überlegen ob und weche weiteren Schritte wir ergreifen.

Gedicht No. 3 findet sich mit nahezu identischem Wortlaut hier:
http://www.drachental.de/last_fl.htm

Gedicht No. 4 ist hier zu finden:
http://my.buffed.de/user/449656/blog/view/1972427240

So etwas wird nicht, ich wiederhole, NICHT geduldet!!!

MfG
Seriva Senkalora
:leu: 1. offizieller Leu-Fanclub! :seri:


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