Calyptica's Gedichte

Vortragsort der Poeten.
Nachricht
Autor
Benutzeravatar
Calyptica
Drachling
Drachling
Beiträge: 11
Alter: 27
Registriert: So 20 Apr, 2008 17:06
Wohnort: Nähe Hamburg
Kontaktdaten:

Calyptica's Gedichte

#1 Beitragvon Calyptica » So 20 Apr, 2008 18:11

So. Dann stell ich mal meine Gedichte rein ^^
In denen stecken die Gefühle, die ich damals hatte, bzw. heute noch habe...


Fehler

Ich mache alles falsch...
Zerstöre jeden,
an dem mir etwas liegt.
Hasse meine Feinde,
aber quälen tu ich meine Freunde.
Sollte allein sein,
für immer.
Verloren in der Dunkelheit,
ein Fehler, der behoben werden muss.
Alles meine ich gut,
doch alles geht schief...
Will ich helfen, verschlimmere ich es,
will ich kraft geben, nehme ich sie
und wenn ich liebe gebe,
werde ich gehasst...
Mein ganzes Leben, ein Fehler.
Immer für andere da,
doch niemand weiß es zu schätzen.
Nun sitz ich da am Ufer,
blicke auf den See hinaus,
ein See voller Tränen,
geweint von allen, die ich verletzte,
zerstörte.
Sitze da, weine laut.
Mir wird nun endlich klar,
dass ich der Fehler war.
Mein Leben gab ich für sie auf,
doch das war ihnen nicht genug.
Bin ein einziger Fehler,
seit 12 jahren hätte ich es bemerken sollen,
ich tat es nicht.
Bin geprägt von Qual, Leid und Schmerz,
alles, was ich auf mich nahm,
nur um andere zu retten.
Doch stattdessen verlier ich nun mich.
Ich war die ganze Zeit das Problem,
was ich zu beheben versuchte.
Ich bin der Fehler des Ganzen.
Muss vernichtet werden,
damit alle endlich glücklich sind.
Ich bin das Hindernis,
dass verhindert, dass es ihnen gut geht.
Bin immer für sie da,
doch mache alles falsch.
Niemand bemerkt, dass es mir schlecht geht,
doch das ist auch egal.
Ich muss für sie da sein, egal was geschieht,
mache so vieles dabei falsch...
Bin ein einziger Fehler...

__________________________________________________________________________________________

Allein

Die Nacht hüllt mich in ihren Mantel ein,
kein Morgen wird kommen.
Die Kälte zerrt an meiner Kraft,
doch ich bin schon zu schwach.
Ohne Hoffnung sink ich zu Boden,
für immer einsam sein.
Ich fühl die kalte, naße Erde,
sie erstickt meinen Atem.
Niemand der mich vermissen wird.
Niemand der sich fragt, wo ich bin.
Allein gelassen knie ich da.
Der Abgrund tut sich für mich auf,
doch ich kann nicht springen.
Ich werde gefangen gehalten.
Kann weder zurück, noch nach vorn.
Eine Leere verschlingt den Schmerz,
den ich verspüre.
Aber kein Gefühl der Geborgenheit, keine Liebe
einsam knie ich auf dem Boden,
die Erde zwischen den Fingern.
Der Himmel weint,
und ich mit ihm.
Allein sitz ich dort in der Kälte.
Allein gelassen und ohne Hoffnung.
Meine Tränen bilden einen See,
in dem ich ertrinke, aber trotzdem nicht sterbe.
Ewig im Leben gefangen, ganz allein gelassen.
Der Schmerz kehrt zurück,
zerfrisst mich innerlich.
Ich kann nicht mehr; Ich will aufgeben.
Doch ich kann es nicht.
Ketten fesseln mich ans Leben.
Lassen mich diese Qual erleiden.
Allein gelassen bis in alle Ewigkeit.
Und niemals sterben...

__________________________________________________________________________________________

Die Angst

Ein innerer Schrei,
verzweifelt und voller Qual.
Rufe um Hilfe,
doch keiner hört mich.
Die Angst wächst mit jedem Schritt,
mein ständiger Begleiter.
Unter Schmerzen geh ich weiter,
fürchte mich vor Hindernissen,
denn ich kann sie nicht mehr überwinden,
bin schwach.
Ich gehe immer weiter,
will es nicht.
Ich bin wehrlos
und verängstigt.
Die Sonne geht unter,
die Nacht bricht herein.
Doch ich gehe weiter,
unwissend, was geschehen mag.
Ich habe Angst allein zu sein,
verloren in der Dunkelheit,
wo ich nicht mehr bin als ein Schatten.
Aber ich kann nicht anhalten,
ich gehe weiter.
Alles verliert seine Farbe,
wird schwarz.
Ich spüre die Kälte,
die mich verschlingt.
Höre die Stille.
Ich fürchte mich vor dem Ende des Weges,
dort werde ich alles verlieren.
Alles was mir wichtig war
wird nicht mehr sein.
Alle meine Taten vergessen,
Niemand, der weiß, dass ich mal war.
Doch der Weg wird zu Ende gehn.
Irgendwann und unaufhaltsam...

__________________________________________________________________________________________

Die Ebene

Flammen umspielen meinen Körper,
Doch ihre Wärme spüre ich nicht.
Alles ist tot, verbrannt.
Doch ich lebe.
Gefesselt ans Leben, steh ich auf der Ebene,
Allein gelassen in der Dunkelheit,
Der Schwärze der Nacht.
Ich schrei, schrei so laut ich kann,
Doch niemand kann mich hören.
Alles ist so leer, hat keine Farben,
Verbrannt bis in alle Ewigkeit.
Ich spüre eine grausame Kälte,
Sie versucht mich zu brechen,
Doch mein Wille ist stark.
Doch auch er wird schwach.
Mit jedem Atemzug, wird es kälter,
Dunkler, einsamer.
Nun stehe ich da, blicke auf die Ebene hinaus,
Will aufgeben.
Doch die Fesseln halten mich,
Sind zu stark.
Eine Träne fällt auf das schwarze Land,
Hoffnungslos.
Alleine steh ich da,
Nicht lebend, doch auch nicht tot.
Verzweifle, will gehen.
Ich muss, aber ich kann es nicht.
Ich breche, krümme mich vor Schmerz,
Etwas zerstörrt mich, versucht mich zu töten.
Doch ich kann nicht sterben; niemals.
An die verbrannte Ebene gebunden,
Auf ewig mit der Qual...

__________________________________________________________________________________________

Frei

Der Tod so nah
einen Schritt entfernt.
Der Abgrund ist dort
Ein falsches Wort von dir
und ich falle.
Zerschmettert werd ich dort liegen,
nicht mehr den Schmerz spüren,
den du mir antust.
Verloren und allein,
aber frei.
Frei von allen Sorgen und Leid.
Erlöst von der Trauer und dem Schmerz.
Blutend lieg ich da,
glücklich endlich frei zu sein,
lächelnd sterbend.
Eine Träne rollt mir über die Wange,
Das letzte Licht wird ausgelöscht.
Alles wird dunkel.
Es verschlingt mich,
hüllt mich ein.
Eine beruhigende Stille
und endlich frei...

__________________________________________________________________________________________
__________________________________________________________________________________________
© by Calyptica *g*
Zuletzt geändert von Calyptica am So 20 Apr, 2008 19:34, insgesamt 2-mal geändert.

Benutzeravatar
OL_Champ
Schuldrache
Schuldrache
Beiträge: 345
Alter: 26
Registriert: Di 11 Dez, 2007 17:11
Wohnort: bei Köln (also leider nicht in London)

#2 Beitragvon OL_Champ » So 20 Apr, 2008 19:17

Das sind aber alles ziemlich traurige Gedichte. Klingt irgendwie nach Depressionen...
Aber ich finde, du kannst das schon gut ausdrücken.
~Great Great Britain~

Bild

Benutzeravatar
Moonie
Jungdrache
Jungdrache
Beiträge: 58
Alter: 27
Registriert: Sa 19 Apr, 2008 20:15

#3 Beitragvon Moonie » So 20 Apr, 2008 19:28

ach ja diese Gedichte sind echt schön geworden. Ich schließe mich dem Wort von OL an das du dich gut ausdrücken kannst ;)

Benutzeravatar
Calyptica
Drachling
Drachling
Beiträge: 11
Alter: 27
Registriert: So 20 Apr, 2008 17:06
Wohnort: Nähe Hamburg
Kontaktdaten:

#4 Beitragvon Calyptica » So 20 Apr, 2008 19:35

Danke^^
Hab jetzt noch das Gedicht "Frei" hinzugefügt...
Bild

Ähm ja... das ist mein Ei... Aber wie behandelt man das jetzt? XD

Benutzeravatar
OL_Champ
Schuldrache
Schuldrache
Beiträge: 345
Alter: 26
Registriert: Di 11 Dez, 2007 17:11
Wohnort: bei Köln (also leider nicht in London)

#5 Beitragvon OL_Champ » So 20 Apr, 2008 19:39

Ja, du hast wirklich Talent!
Weiter so :D
~Great Great Britain~

Bild

Benutzeravatar
Phobos
Jugendlicher
Jugendlicher
Beiträge: 247
Alter: 24
Registriert: Mi 19 Dez, 2007 20:10
Wohnort: In meiner Höhle

#6 Beitragvon Phobos » So 20 Apr, 2008 19:43

Manchmal fühl ich mich auch so ähnlich wie in dem Gedicht "Fehler"...wie ein Programmfehler in einem Spiel, der das Ganze schonmal zum stocken bringt...*nachdenklich ist*...

Also dichterisches Talent hast du schonmal ^^ *sich auchnoch die anderen Gedichte durchliest*

Benutzeravatar
Calyptica
Drachling
Drachling
Beiträge: 11
Alter: 27
Registriert: So 20 Apr, 2008 17:06
Wohnort: Nähe Hamburg
Kontaktdaten:

#7 Beitragvon Calyptica » So 20 Apr, 2008 19:44

Danke... :) *geschmeichelt bin*
Ich hab irgendwie zu viele... Aber wenn ich die jetzt schon poste, dann hab ich ja bald nichts mehr *g*


Zurück zu „Gedichte“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast