Das Leben auf Pern

Dieser Bereich enthält Wissenswertes über alles was man zu Pern wissen sollte, bevor man anfängt zu spielen. Er ist vor allem auch für jene gedacht, die die Bücher von Anne McCaffrey nicht kennen.
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Das Leben auf Pern

#1 Beitragvon Silverdrak » Mi 10 Okt, 2007 20:22

Das Leben auf Pern


Hier werde ich versuchen das Leben auf Pern etwas zu beschreiben. Zu nächst ein paar allgemeine Dinge:

Bei der Flucht vom Süd-Kontinent zum Nord-Kontinent hatten die ersten Siedler vieles zurück lassen müssen. Unter anderem einen Großteil ihrer Technologie. Diese verstauten sie sicher in Höhlen für den Fall das sie zum Süden zurückkehren würden. Im Norden benutzten sie die verbleibende Technologie solange wie sie funktionierte. Doch mit der Zeit wurde es immer weniger. So leben die Menschen auf Pern mit relative wenig Technologie, ohne Strom, ähnlich wie im Mittelalter nur evtl. ein wenig zivilisierter.
Ich weis nicht genau in wie weit es so geplant war. Es war wohl angedacht weniger hochtechnisiert zu leben als auf der Erde, aber ob es bis zu mittelalterlichen Verhältnissen gehen sollte, kann ich nicht genau sagen.
Eins vorweg: Auf Pern gibt es keine Religion. Auf der Erde in den Pernbüchern gab es einen gewaltigen Krieg wegen Religionen und so haben die ersten Siedler keine Religion nach Pern mitgebracht, da sie auf der Erde nur großes Leid verursachte.

Bis auf eine Ausnahme, gibt es auf Pern keine Nachnamen. Die Namen sind frei wählbar. Oft bestehen sie aus Namensteilen oder Buchstaben, der Namen der Eltern oder eines anderen Verwandten oder einer anderen für die Eltern besonderen Person. Interessanterweise scheint es nie vor zukommen, dass es einen Namen doppelt gibt oder es wird in den Büchern einfach nicht erwähnt. Vielleicht werden die Namen auch von den Burgen, Weyrn oder Gilden irgendwie verwaltet und so dafür gesorgt, dass es einen Namen immer nur einmal gibt.
Ab und an wird aber der Ort wo jemand lebt angefügt.
Beispiel:
Akara vom West Weyr (oder Goldreiterin/Weyrherrin vom West Weyr)
oder
Lallen von Benden (oder Lallen, Meisterwinzer von Benden)

Nachnamen gibt es nur bei Handelskaravanen und da ist es im Grunde auch eine Art Zugehörigkeitsangabe wie oben, denn der Nachname, ist der Name der Karavane.
Jyllana Drakefield stammt dem nach von der Drakefield Karavane.

Hier noch ein paar weitere Fakten und Traditionen auf Pern:
Auf Pern heißt Geburtstag Namenstag und ist auch dort eine Feierlichkeit.
Eine weitere Feierlichkeit ist der Tag am Ende eines Umlaufens und der Tag am Anfang eines Umlaufes. An diesen Tagen wird überall große gefeiert.
Grün gilt als unglücklich Farbwahl für Kleidung. Während rot-Töne die Farben für Hochzeitskleidung sind. (Wie Hochzeiten ablaufen muss ich nachlesen.) Männer tragen übrigens häufig ein Gürtelmesser.
Traditionell beginnen die Frauen bei Tisch das Mahl.


Perns Bevölkerung lässt sich in mehrere Gruppen aufteilen:

- Drachenreiter und Weyrvolk
- Burgvolk
- Gilden
- Kriminelle


Nähreres zu den Gruppen im Folgenden:

Drachenreiter und Weyrvolk
[urlb=http://agora.silverdrak.de/viewtopic.php?p=29300#p29300]Ein bisschen Geschichte zu den Weyrn[/urlb]
[urlb=http://agora.silverdrak.de/viewtopic.php?p=29314#p29314]Der Aufbau eines Weyrs[/urlb]
[urlb=http://agora.silverdrak.de/viewtopic.php?p=29315#p29315]Das Leben im Weyr[/urlb]
[urlb=http://agora.silverdrak.de/viewtopic.php?p=29320#p29320]Personen mit Titel im Weyr und deren Aufgaben[/urlb]

Burgvolk
[urlb=http://agora.silverdrak.de/viewtopic.php?p=29323#p29323]Ein bisschen Geschichte zu den Burgen[/urlb]
[urlb=http://agora.silverdrak.de/viewtopic.php?p=29405#p29405]Aufbau der Burgen[/urlb]
[urlb=http://agora.silverdrak.de/viewtopic.php?p=29406#p29406]Das Leben in den Burgen und auf den Ländereien[/urlb]
[urlb=http://agora.silverdrak.de/viewtopic.php?p=29407#p29407]Pflichten der Burgen den Weyrn gegenüber[/urlb]
[urlb=http://agora.silverdrak.de/viewtopic.php?p=29408#p29408]Ränge in einer Burg[/urlb]
[urlb=http://agora.silverdrak.de/viewtopic.php?p=29409#p29409]Die Burgen und das Umland[/urlb]

Gilden
[urlb=http://agora.silverdrak.de/viewtopic.php?p=29413#p29413]Ein bisschen Vorgeschichte zu den Gilden[/urlb]
[urlb=http://agora.silverdrak.de/viewtopic.php?p=29414#p29414]Das Leben in einer Gilde[/urlb]
[urlb=http://agora.silverdrak.de/viewtopic.php?p=29415#p29415]Die Gilden im Überblick[/urlb]

Kriminelle
[urlb=http://agora.silverdrak.de/viewtopic.php?p=29437#p29437]Die Gesetzlosen[/urlb]
Zuletzt geändert von Silverdrak am So 23 Dez, 2007 15:56, insgesamt 14-mal geändert.

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#2 Beitragvon Silverdrak » Do 18 Okt, 2007 18:15

Ein bisschen Geschichte zu den Weyrn


Weyr sind erloschene Vulkane in denen die Drachen mit ihren Reitern leben. Schon sehr bald nach dem Schlupf der allerersten Drachen spalteten sich die Reiter mit ihren Drachen von den anderen Siedlern ab. Durch das Band mit einem Drachen verändert sich das Leben eines Menschen sehr. Vom Tage ihrer Verbindung an haben sich die Reiter um ihre Drachen zu kümmern. Meistens ist der Drache auch immer irgendwo in der Nähe seines Reiters. So wurden die ersten Drachen auch bald zu groß um in den Häusern der Siedler zusammen mit ihren Reitern zu leben. Auch die Tatsache, dass sich die Reiter mit ihren Drachen telepathisch unterhalten konnten, war für die anderen Menschen etwas seltsam. Der Reiter scheint dann oft gedanklich abwesend oder manchmal kommt es auch vor, dass er ungewollt die Worte, die er seinem Drachen telepathisch sagt auch laut ausspricht, was die Umstehenden natürlich leicht verwirren kann, wenn man den Gesprächspartner nicht sieht. Außerdem kommt es vor, dass die Laune des Drachens auf den Reiter überschlägt, was bei Nicht-Reitern auf Unverständnis stoßen kann.
Daher beschlossen die Reiter mit ihren Drachen einen anderen Ort zum leben zu suchen wo sie unter sich sind. Erloschene Vulkane erschienen ihnen da am geeignetsten. Sie boten viel Platz aber auch Schutz.
Daher leben die Drachenreiter seit jeher in Weyrn.
Zuletzt geändert von Silverdrak am Di 18 Dez, 2007 18:29, insgesamt 1-mal geändert.

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#3 Beitragvon Silverdrak » Do 01 Nov, 2007 17:39

Der Aufbau eines Weyrs


Ein Weyr besteht aus mehreren Bereichen und Räumlichkeiten.
Den größte Bereich bilden wohl die Weyr der Reiter und der Drachen. Nicht verwirrt sein: Als Weyr wird zum einen der ganze Vulkan bezeichnet in dem die Drachen leben, aber auch jede der Wohnhöhlen in dem die einzelnen Drache-Reiter-Paare leben, werden so genannt. Jeder Drachenreiter und sein Drache haben einen eigenen Weyr, dieser besteht in der Regel aus einem kleinen Bad, einem Schlaf- und Wohnbereich und dem Schlafplatz des Drachens.
Der Schlafplatz des Drachen ist eine Kuhle, die sich noch im Weyr befindet. Angrenzend außerhalb des Weyrs befindet sich ein Sims auf dem sich der Drache sonnen kann und von dem aus er sich schnell in die Luft schwingen kann. Der Sims befindet sich in der Regel in Richtung des Weyrkessels.

Ich möchte hier anmerken, dass es so gut wie keine Türen in einem Weyr gibt. Es ist in einem Weyr daher schon mal ziemlich zugig. Erstaunlicherweise werden Drachenreiter aber eher selten krank.
Die Räume der Reiter werden normalerweise nur von Vorhängen verschlossen. Drachenreiter respektieren in der Regel die Privatsphäre des anderen. Davon abgesehen wird der Drache ungebetenen Besuch sicherlich raus schmeißen können.

Ein Weyr befindet sich immer in einiger Höhe im Felsmassiv des Vulkans.
Nach innen hin gibt es natürlich auch Gänge. Ein Reiter kann seinen Weyr auch zu Fuss erreichen. Der Drache, meine ich, auch, das kommt aber evtl. auf den Weyr an. Aber deshalb gibt es ja lediglich Vorhänge. Eben damit die Drachen keine Türen zerdeppern können. Davon abgesehen sind Weyr mehr sowas wie Höhlen. Es wäre ziemlich aufwändig da für jeden Weyr individuelle Türen (je nach Form des Eingangs) anzufertigen (ein Weyr kann mehr als 500 Drachen und Reiter beheimaten).

Manche Weyr haben ein geschickt verlegtes Bewässersystem, so das nahezu jeder Weyr einen eigenen Wasseranschluss hat (mein ich jedenfalls).
Die Weyr der Weyrführer befinden sich meistens an der höchsten Stelle im Weyr.

Ein Weyr beinhaltet natürlich auch Wohnräume für die Menschen, die im Weyr beschäftigt sind, aber keinen Drachen haben. Diese haben meist Räume im inneren des Weyrs. Je nachdem evtl. mit Fensterblick auf das Land um den Weyr. Da sie keinen Drachen haben sind ihre Räumlichkeiten natürlich entsprechend etwas kleiner, also ohne Drachenschlafplatz.
In solchen Räumen werden auch Gäste untergebracht.

Weyrlinge leben in einem Höhlen-Komplex auf der Bodenhöhe des Weyrs. Ihre Räumlichkeiten sind aber genauso groß und eingerichtet wie normale Weyr nur eben ohne Sims. Dort leben sie bis ihre Drachen ausgewachsen sind und fliegen können. Bevor ein Drache nicht fliegen kann, ist es sinnvoller und sicherer sie auf Bodenhöhe zu platzieren.

Die Kandidaten haben oft einen Bereich für sich in der Nähe der Brutstätte so das sie schnell dort sein können, wenn die Drachen anfangen zu schlüpfen.
Die Brutstätte befindet sich im Weyr an einem Ort an dem der Vulkan noch warm ist. Der Boden ist mit Sand bedenkt, der in der Regel verdammt heiß ist. Menschen halten sich jedenfalls ungern länger auf dem heißen Sand auf. Die Brutstätte hat meist einen Lufteingang und einen Bodeneingang. In die Brutstätte ziehen sich Drachenweibchen zur Eiablage zurück und wachen dort über ihre Eier. Das ist auch der Ort an dem die Gegenüberstellungen stattfinden. Die meisten Weyr haben dort auch einen Bereich für Gäste, die der Gegenüberstellung beiwohnen wollen.
Eine Brutstätte hat oft ein hohes Gewölbe mit vielen Simsen auf denen sich die Drachen versammeln um, wenn es soweit ist, durch Summen die Drachen in den Eiern zum Schlüpfen zu ermutigen und sie willkommen zu heißen.

Der nächst größere Bereich wird wohl der Weyrkessel sein, also der innere Bereich im Vulkan, der Boden, der Tiefste Punkt im Vulkan, abgesehen von tiefer liegenden Höhlen. Der Weyrkessel dient als Landeplatz der Drachen. Außerdem verbindet er die meisten Orte des Weyrs mit einander. Oft gibt es in einem Weyr einen See oder einen Bach-/Flusslauf in dem die Drachen baden können und von dem die Weyrbewohner ihr Wasser beziehen.
Der Weyrkessel hat in der Regel auch mindestens eine Rasenfläche auf denen die Herdentiere gehalten werden, die die Drachen jagen und fressen.
An diese Weide grenzen üblicherweise die Ställe an, die sowohl für die Herdentiere aber auch für Tiere von Gästen gedacht sind.
Neben den Räumlichkeiten der Herdner gibt es natürlich auch Räume für andere Gilden. Ein Weyr hat normalerweise immer auch ein paar Gildenleute. Weber, Gerber, Harfner, Schmiede nur um ein paar zu nennen.
Die wichtigste Gilde in einem Weyr ist aber die Heilergilde. Sie haben auch die größten Räume, da sie je nachdem auch verletzte Drachen unterbringen können müssen. Die Krankenstation behandelt sowohl Menschen, Drachen als auch Tiere. Daher sind dort Weyr für kranke oder verletzte Drachen oder Reiter eben so wie Räume für Nicht-Reiter und Ställe für Tiere, die in Beobachtung bleiben sollten oder die aus Ansteckungsgründen nicht in den eigentlichen Ställen bleiben können.

Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Küche. Ein Weyr hat eine zentrale Küche, wo alle Menschen im Weyr ihr essen her bekommen. Soweit ich weis kann man in der Küche immer was essbares bekommen. Sollte kein Küchen-Personal da sein, kann man sich da meines Wissens nach auch selbst bedienen. Im Weyr ist Verpflegung frei. Gegessen wird im Essensaal, der meist irgendwo ganz in der Nähe der Küche ist. Dieser Saal wird auch für Bankette und Feste verwendet. Ich denke, das ein Weyr aber schon auch sowas wie feste Zeiten hat, in denen es bestimmte Menüs gibt.

Wie erwähnt muss man im Weyr für essen nicht bezahlen, das gilt auch für einige andere Utensilien. Da die Weyr von den Burgen versorgt werden, braucht im Weyr selbst für bestimmte Dinge kein Handel betrieben werden. Wo soll denn ein Reiter was zum eintauschen herbekommen, wenn er kein spezielles Handwerk ausübt bzw. wenn er keine Zeit hat es aus zu üben. Stoffe, Öle, Leder usw. was ein Reiter und ein Drache so braucht bekommt er normalerweise unentgeltlich im Weyr, sofern er es nicht übertreibt, denn es sollen ja alle was abbekommen. Daher gibt es die Wirtschafter, die auf alles ein Auge haben, darauf achten das genug von allem da ist und das es fair verteilt wird. Die Wirtschafter führen üblicherweise genau Liste über die Bestände im Weyr.
Die meisten Sachen werden in den tieferen Kavernen gelagert. Das sind große Höhlen, die unterhalb des Weyr liegen.

Natürlich verfügt ein Weyr über eine Feuerstein-Reservoir. Dort werden Feuersteine gelagert bis sie für den Fädenkampf benötigt werden. Das Reservoir ist normalerweise auch eine Höhle unterhalb des Weyrs. Oft hat es einen Vorbereitungsraum, in dem bereits fertige Säcke voll mit Feuersteinen sind, so dass die Reite sie nur noch nehmen brauchen. Feuersteine haben unterschiedliche Gütegrade, daher sollten sie vorher entsprechend sortiert werden.

Damit die Güter in einen Weyr gelangen können, hat jeder Weyr auch einen Bodeneingang. Sonst ist ein Weyr nur über die Luft zu erreichen, das macht einen Weyr zu einem relativ sicheren Ort. Für Räuber oder sonstige Ganoven ist es nicht leicht in einen Weyr zu kommen. Der Bodeneingang wird bewacht und ist Nachts oder wenn er nicht benötigt wird mit schweren Toren verschlossen.
An strategisch sinnvollen Punkten hat ein Weyr auch Wachposten, die zu jeder Zeit mit Wachreitern besetzt sind. Diese melden Auffälligkeiten, Karavanen, fremde Drachenreiter usw. egal ob am Boden oder in der Luft, an die entsprechenden Stellen. Unbemerkte Besuche sind daher nahe zu ausgeschlossen. Am angreifbarsten ist ein Weyr während der Fädenkämpfe, da zu dem Zeitpunkt nur wenige und meist verletzte oder sonst wie fluguntaugliche Drachen im Weyr sind. Andererseits sollte zu Zeiten in denen Fäden fallen keine Menschen draußen sein, weil das Lebensgefährlich ist.

Keine Räumlichkeit, aber dennoch nicht unwichtig zu erwähnen, ist der Sternenstein oder heißt der Sternstein? Naja, wie dem auch sei, jeder Weyr hat einen solchen Stein. Es handelt sich dabei um einen Stein mit einem Loch in der Mitte. Dieser Stein ist so aufgestellt und ausgerichtet, dass er anzeigen kann wann ein Intervall beginnt und endet. Solange man am Morgen in dem Loch des Steins den Roten Stern sehen kann, ist auf Pern mit Fäden zu rechnen.
So wissen die Reiter immer wann sie wieder in den Kampf ziehen müssen und wann ihr Leben wieder etwas ruhiger wird.
Damit es nicht falsch verstanden wird. Er kündigt nicht explizit einen Fadenfall an sondern zeigt lediglich den Zeitraum an in dem es auf Pern insgesamt Fäden regnen kann, also den Zeitraum zwischen den Intervallen. Das soll also bedeuten, das rote Stern in der Öse des Steins morgens etwa 50 Umläufe lang zu sehen ist.
Zuletzt geändert von Silverdrak am Di 18 Dez, 2007 18:29, insgesamt 1-mal geändert.

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#4 Beitragvon Silverdrak » Do 01 Nov, 2007 18:20

Das Leben im Weyr


Im Vergleich zu vielen anderen Ort auf Pern gelten die Weyr als sehr frei in vielerlei Hinsicht. Durch das Band mit den Drachen leben dort alle in einer Art großen Familie zusammen. Mann und Frau sind nahe zu gleich gestellt. Jeder kann im Grunde für sich selbst entscheiden wie er lebt. Niemand schreibt einem vor wen er oder sie zu heiraten hat usw. (in sexueller Hinsicht sind Weyr auch sehr offen).
Solange man sich nützlich macht und keinen Ärger anrichtet, ist man dort willkommen.
Das Leben dort ist aber auch nicht einfach. Zumindest nicht für die Reiter. Bei jedem Fädenfall muss mit Verletzungen oder Verluste gerechnet werden. Letztendlich hängt es sowohl vom Wetter, aber auch von dem Zusammenspiel und der Aufmerksamkeit der Drachen und ihrer Reiter ab wie viele Verluste oder Verletze es gibt.
Langweilig wird es im Weyr eigentlich nie. Es gibt immer irgendwas zu tun. Die Pflege eines Drachens braucht Zeit, eben so wie das Training und so weiter. Ein Drachenreiter erfüllt auch andere Aufgaben. Bei Konflikten zwischen Baronen oder anderen Problemen können sie eingreifen. Im allgemeinen behalten sie immer auch die Politik rund herum im Auge und dienen auch etwas als Regulator um alles wieder ins Lot zu bringen. Sie dürfen sich natürlich nicht wahllos in alles einmischen, aber sobald etwas die Belange der Weyr streift dürfen sie sich einschalten.
Drachenreiter und Weyrvolk haben normalerweise einen guten Sinn für moralische Aspekte.
Ein Versprechen z. B. das in Gegenwart eines Drachenreiters gegeben wurde und das von diesem bezeugt wurde, gilt als bindend und kann entsprechend eingefordert werden.
Bei aufrichtigen Leuten sind die Drachenreiter meist gerne gesehen, während Gauner oder Leute die irgendwie Dreck am Stecken haben sie als lästig empfinden und ihnen eher versuchen aus dem Weg zu gehen. Drachenreiter sorgen nämlich gerne für Recht und Ordnung und wissen oft auch genau was in den Gesetzen steht.
Von den Menschen können Drachenreiter verschieden aufgenommen werden, je nach Gesellschaftssparte.

Im Weyr leben auch Menschen ohne Drachen. Diese kümmern sich um alle Aufgaben zu denen die Reiter nicht unbedingt kommen oder mit denen die Reiter nicht unbedingt belastet werden sollten, da sie ja andere wichtigere Aufgaben haben. So kümmern sich diese Menschen um die Versorgung der Reiter, sprich um Essen, aber auch das der Weyr in Ordnung ist, das die Leuchtkörbe regelmäßig ausgetauscht werden usw.
Gilde-Menschen haben natürlich ihre ganz eigenen Aufgaben. Die Harfner sorgen für Unterhaltung in den Abendstunden meistens im Essensaal. Die Herdenmeister achten auf die Futtertiere der Drachen.
Mit einen der wichtigsten Aufgaben haben aber wohl die Wirtschafter. Sie regeln nicht nur die Verteilung von Gütern sondern sorgen auch dafür das alle nicht Reiter ihre Aufgaben zugewiesen bekommen. Die Wirtschafter halten stets auch Rücksprache mit der Weyrherrin, da die ein Auge auf alles im Weyr haben muss.

Als Weyrvolk werden im allgemeinen alle Menschen bezeichnet, die im Weyr fest leben und arbeiten auch die die keine Drachen haben. Die Menschen die dort leben sind in der Regel Nachkommen von Drachenreitern.
Ich hatte bislang den Eindruck das Kinder im Weyr von allen aufgezogen werden. Ich hatte nicht den Eindruck, dass das nur die Eltern alleine machen und das die Beziehung zwischen Eltern und Kindern da ganz anders ist.
Wie gesagt, im Weyr lebt man wie in einer großen Familie zusammen. Das kommt vor allem auch durch das Band der Drachen. Alle Drachen sind auf geheimnisvoller weise auch untereinander mit einander verbunden, so wissen sie immer wenn einer von ihnen von ihnen gegangen ist.
Da die Drachenreiter sich auf den Fädenkampf konzentieren müssen, haben sie keine Zeit andere Berufe zu erlernen. Daher wurde es von Anfang an gesetzlich geregelt, dass die Weyr von den Burgen in ihrem jeweiligen Schutzgebiet mit versorgt werden.
Vor allem während langer Intervalle gibt es da oft Streit darüber ob die Drachenreiter überhaupt noch gebraucht werden. Die Beziehung zwischen Reitern und Burgherren kann dann schon mal etwas verkracht sein. Sobald es aber wieder Fäden regnet bessert sich das rapide wieder (immerhin sind die Reiter was das angeht irgendwo am längeren Hebel. Wobei ich aber nicht denke, dass ein Drachenreiter seine Pflicht die Fäden zu bekämpfen vernachlässigen würde, auch wenn er damit drohen kann.).

Hier eine Liste der Weyr und ihrer Schutzgebiete in der Reihenfolge ihrer Gründung bis zum 9. Erscheinen des Sterns:

<table cellpadding="3" cellspacing="1" class="forumline"><tr><th>Weyr</th><th>Burgen</th></tr><tr><td class="row1">Fort-Weyr</td><td class="row1">Burg Fort (älteste Burg), Burg Ruatha (zweitälteste Burg), Burg Südboll</td></tr><tr><td class="row2">Benden-Weyr</td><td class="row2">Burg Benden, Burg Bitra, Burg Lemos</td></tr><tr><td class="row1">Hochland-Weyr</td><td class="row1">Hochland Burg, Burg Nabol, Burg Tillek</td></tr><tr><td class="row2">Igen-Weyr</td><td class="row2">Burg Keroon, Teile von Nord(Ober)-Igen, Burg Süd-Telgar</td></tr><tr><td class="row1">Ista-Weyr</td><td class="row1">Burg Ista, Burg Igen, Burg Nerat</td></tr><tr><td class="row2">Telgar-Weyr</td><td class="row2">Burg Telgar, Burg Crom</td></tr><tr><td class="row1">Süd-Weyr</td><td class="row1">Burg des Südens</td></tr></table>

Die neueren Weyr auf dem Süd-Kontinent werde ich versuchen später noch hinzu zufügen.

[align=center]Bild[/align]
Zuletzt geändert von Silverdrak am Di 18 Dez, 2007 18:29, insgesamt 6-mal geändert.

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#5 Beitragvon Silverdrak » Do 01 Nov, 2007 22:26

Personen mit Titel im Weyr und deren Aufgaben


Hier noch mal eine Rangliste mit den jeweiligen Aufgaben der Personen in einem Weyr, auch wenn ich mich hier wiederhole:

Die Weyrherrin ist die Reiterin der mächtigsten/ältesten Drachen-Königin im Weyr. In der Regel geht es meine ich nach dem Alter der Drachin. Ist eine Weyrherrin und ihre Drachin sehr alt kann diese ihr Amt auch an eine jüngere abgeben. Die älteste Goldene behält aber dennoch großen Einfluss im Weyr.
Die Weyrherrin führt den Weyr gemeinsam mit dem Weyrführer und kümmert sich mit ihm um alle wichtigen Angelegenheiten, die den Weyr betreffen. Hier bei liegt ihr Augfabengebiet hauptsächlich bei den sozialen Belangen eines Weyrs. Sie kümmert sich um die Raum Verteilung, schlichtet bei Konflikten und kümmert sich auch um Verletzte, sorgt für ihren Beistand. Nur Goldene können zu einem aufgebrachten, verwirrten oder verängstigten Drachen durchdringen und ihn beruhigen.
Die Weyrherrin hat in einem Weyr den höchsten Rang. Es hängt viel von ihr ab wie die Stimmung im Weyr ist und ob alles rund läuft. Daher wird sehr genau darauf geachtet welche Mädchen für eine goldene in Frage kommen.

Der Weyrführer ist der Reiter dessen Drache, die Goldene der Weyrherrin, beim letzten Paarungsflug fangen konnte. Er kümmert sich mit der Weyrherrin um den Weyr. Sein Hauptgebiet liegt aber mehr bei den Kampfstrategien. Er hat auch ein Auge darauf wer Geschwaderführer wird und wer nicht, denn er führt alle Geschwader in den Kampf und muss entsprechend darauf achten das er sich auf seine Leute verlassen kann. Seine Aufgaben liegen eben überall da wo es um den Kampf gegen die Fäden geht. Er kümmert sich auch um politische Angelegenheiten zusammen mit der Weyrherrin.
Der Weyrführer hat den zweithöchsten Rang. Im großen und ganzen stehen aber beide Weyrführer auf der gleichen Stufe nur mit dem Unterschied, dass die Weyrherrin den Weyrführer beim nächsten Paarungsflug auch wieder wechseln kann - wobei das eigentlich von der Goldenen abhängt. Passen die Weyrführer gut zusammen und sind die anderen Reiter einverstanden, können Paarungsflüge aber auch etwas manipuliert werden, in dem man dafür sorgt das alle bronzenen und braunen Drachen, die nicht mit der Goldenen zusammen kommen sollen, den Ort des Geschehens verlassen, wenn es soweit ist oder am besten schon vorher nicht da sind.
Je besser die Weyrführer zusammen arbeiten desto besser ist es für den Weyr.

Die Königinnenreiterinnen sind allgemein alle Reiterinnen einer goldenen Drachin. Sie haben alle einen hohen Status im Weyr. Jede Reiterin einer Golden wird zu einer Führungskraft ausgebildet und kann somit die Weyrherrin unterstützen. In manchen Situationen sind zwei oder mehr Königinnen auf einmal besser als nur eine. Die führende Königin kann sich ja auch nicht teilen.

Der Geschwaderführer leitet ein Geschwader und steht direkt unter dem Weyrführer. Er achtet darauf das sein Geschwader fit und trainiert ist und befehligt seine Reiter im Kampf. Er hat auch darauf zu achten das seine Reiter im Team arbeiten und das es keine Streitigkeiten gibt. In regelmäßigen Abständen trifft er sich daher mit seinen Leuten, aber auch mit anderen Geschwaderführern um Dinge zu klären oder zu besprechen.
Geschwaderführer können nur Bronzereiter werden.

Die Geschwaderzweiten und -dritten unterstützen den Geschwaderführer, denn dieser kann seine Augen je nach Geschwadergröße nicht überall haben. Oft sind dies Reiter auf die sich der Geschwaderführer 100%ig verlassen kann, denen er blind vertraut. Sollte ihm etwas zustoßen übernehmen sie seine Aufgaben bis er wiederkehrt oder ein neuer Geschwaderführer beschlossen wurde (btw: In Weyr werden Dinge oft auch durch mehrheitsabstimmungen beschlossen). In kleinen Geschwadern ist ein Geschwaderdritter oft nicht nötig.
Geschwaderzweite und -dritte sind meisten bronzene und braune Reiter.

Drachenreiter ist jeder, der einen Drachen reitet und nicht mehr in der Ausbildung ist. Im allgemeinen sind damit auch alle Reiter gemeint, die keinen speziellen Rang inne haben. Die Aufgabe der Drachenreiter dürften klar sein -> Fäden bekämpfen. Alle weiteren Aufgaben sind oben oder in dem Thread zu den [urlb=http://agora.silverdrak.de/viewtopic.php?p=29197#p29197]Drachen von Pern[/urlb] beschrieben.

Weyrlinge und Jungreiter sind Drachenreiter in der Ausbildung. Weyrlinge haben dabei eher den Status eines Lehrlings, sie sind noch am Anfang ihrer Ausbildung und ihre Drachen sind noch zu klein zum fliegen. In erster Linie lernen sie natürlich alles was ein Drachenreiter wissen muss und kümmern sich um ihre Drachen. Zu ihren Aufgaben zählen auch das sortieren der Feuersteine (immer diese Weyrlingsjobs... ^^).
Jungreiter sind schon etwas fortgeschrittener. Ihre Drachen sind groß genug zum fliegen. Damit können sie auch schon Aufgaben wie Botenflüge übernehmen. Während der Fädenkämpfe bringen sie die Feuersteinsäcke zu den Reitern. So bekommen sie schon mal ein Gefühl für das was sie später erwartet. Auch sie befinden sich aber immer noch in der Ausbildung.

Der Weyrlingausbilder ist ein Drachenreiter, der die Ausbildung der Weyrlinge und Jungreiter übernimmt. Er arbeitet den Stundenplan aus und kümmert sich um alle Belange der Drachenreiter in spe.
Weyrlingsausbilder sind oft braune Reiter.

Die Kandidaten sind, die die auserwählt sind, bei einer Gegenüberstellung dabei zu sein, weil die Drachen sie für würdig dafür empfinden. Sie werden nach ihrer Entdeckung und nach Absprache mit den Angehörigen zum Weyr gebracht. Dort werden sie auf das was sie erwartet vorbereitet und bekommen je nachdem auch Aufgaben von den Wirtschaftern um sie zu beschäftigen bis die Drachen schlüpfen. Viele Kandidaten stammen aus dem eigenen Weyr oder aus anderen Weyrn. Sie werden bevorzugt genommen, da sie sich mit dem Leben im Weyr bereits auskennen und es meist wesentlich einfacher ist an sie ran zu kommen - und welche Kinder sollten wohl besser für einen Drachen geeignet sein als die der Drachenreiter? (Das ist zu mindest die Ansicht mancher Drachenreiter).
Gibt es in den Weyrn nicht genug geeignete Jungen und Mädchen für ein Gelege, wird in der Gegend um den Weyr herum nach Kandidaten gesucht, was sich schon mal als anstrengen herausstellt, da nicht alle Familien begeistert davon sind ihre Kinder an die Drachenreiter abzugeben. Da diese Kinder auf dem Hof oder wo sie leben auch Aufgaben erfüllen, müssen diese dann von jemand anderen erledigt werden.
Es gibt aber auch genug Leute, die Stolz sind wenn jemand von ihnen Drachenreiter werden könnte. Nicht jeder der als Kandidat erwählt wurde wird auch einer, das hängt ganz von den Drachen in den Eiern ab.

Die Suchreiter sind die Reiter, die auf die Suche nach Kandidaten aus geschickt werden. Dies sind oft Reiter mit sehr sensiblen Drachen. Nicht jeder Drache ist gleich gut im aufspüren von geeigneten Kandidaten. Oft sind es blaue Reiter die diese Aufgabe bekommen.

Die Wachreiter bewachen den Weyr. Sie haben bestimmte Posten von denen aus sie die Umgebung um den Weyr gut im Auge haben. Wachreiter können auch auf Burgen stationiert werden und da die Geschehnisse überwachen und als Fernmelder agieren.


Die Weyrwirtschafter sorgen dafür das alles im Weyr läuft, so das die Reiter sich nicht um alles kümmern müssen. Die Weyrwirtschfater achten darauf das es überall Licht gibt, das es Essen gibt, das alle nötigen Rohstoffe im Weyr vorhanden sind. Auch organisieren sie alle Festlichkeiten die anstehen und kümmert sich um das übrige Gesinde im Weyr so das jeder was zu tun hat.

Der Weyrharfner kümmert sich um die Unterhaltung im Weyr. Je nachdem beschäftigt er sich auch mit den Schriften im Weyr und hält die Historie fest, wenn das nicht lieber die Weyrführer machen. Außerdem unterrichtet er die Kinder im Weyr.

Die Weyrherdenhüter kümmern sich um die Herdentiere, achten auf ihre Gesundheit und sorgen dafür das genug Futter für die Drachen da ist.

Die Weyrheiler sind speziell auch für Drachen ausgebildete Heiler. Sie kümmern sich um alles im Weyr was irgendwie krank oder verletzt ist. Von ihnen kann man auch Medizin und Salben bekommen.

Andere Gilden werden nicht wirklich im Zusammenhang mit Weyrn erwähnt. Ich bin aber ziemlich sicher, dass in einem Weyr auch ein Schmied, ein Gerber und ein Weber anwesend ist, da deren Materialien und Fertigkeiten auf jeden Fall benötigt werden.
Zuletzt geändert von Silverdrak am Di 18 Dez, 2007 18:28, insgesamt 1-mal geändert.

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#6 Beitragvon Silverdrak » Sa 03 Nov, 2007 17:28

Ein bisschen Geschichte zu den Burgen


Die ersten Siedler hatten auf dem Süd-Kontinent ursprünglich in Siedlungen aus Hütten gelebt, die aus einer Art Kunststoff bestanden (wenn ich das richtig in Erinnerung habe). Durch den roten Stern und die Fäden mussten die Menschen jedoch auf den Nord-Kontinent umsiedeln und ihre damaligen und mitgebrachten Materialien verzichten. Auf Grund der Tatsache, dass sich Fäden durch alles fraßen was nicht aus massives Gestein und Metall bestand, mussten die Menschen ihre Wohnstrategien drastisch ändern.
Nach der Umsiedlung in den seismisch wesentlich ruhigeren Norden wurden die letzten funktionierenden Steinschneider dafür verwendet, Räume in das Felsmassiv von Gebirgen zu schneiden. Ein Großteil der Menschen lebte fortan in solchen Felsenfestungen, die allgemein Burgen genannt werden. Sie boten ausreichend Platz und Schutz vor den Fäden. Nach außen hin wurden die Burgen ebenfalls um einige Steinbauten erweitert.
Mit der Zeit breiteten sich den Menschen im Norden aus, so entstanden nach und nach viele große und kleine Burgen.
Damit die Arbeiten in so einem großen Bauwerk und dessen Umgebung reibungslos funktionieren konnten, war es notwendig einen Anführer zu bestimmen, der einen Überblick über alles behielt und dafür sorgte das alles in geregelten Bahnen lief. Einmal bestimmt hatte dieser Anführer das uneingeschränkte sagen in einer Burg und auch über das Umland. Die Burgherren oder Barone wie man sie nennt, hatten für das Wohl ihrer Untergebenen zu sorgen.
Zuletzt geändert von Silverdrak am Di 18 Dez, 2007 18:28, insgesamt 1-mal geändert.

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#7 Beitragvon Silverdrak » Fr 14 Dez, 2007 21:13

Aufbau der Burgen


Wie gesagt sind Burgen in Fels gehauene Einrichtungen, die hauptlich zum Schutz und zum wohnen dienen. Je nach Burgherr wird das unterschiedlich gehandhabt. Die Burgen sehen auch unterschiedlich aus. Jeder Baron hat natürlich seine eigenen Vorstellungen darüber wie viele Räume er braucht und wofür die verwendet werden. Manche Burgen haben sogar Geheimgänge. In der Regel gibt es auch Gesindewege über die sich die Mägde und anders Gesinde bewegen können ohne den Burgherrn oder seine Gäste zu stören.

Ein paar Dinge haben, die meisten Burgen aber gemeinsam.
Die meisten Burgen haben eine Burgmauer und ein solides Tor zum Schutz vor Fremden oder Angreifern. Nicht bei allen Burgen ist das Tor Nachts verschlossen. Viele haben Wachwhere am Tor angekettet, die auf den Geruch der Burgbewohner abgerichtet sind und fremde entweder vertreiben oder auch töten können oder sie schlagen einfach nur Alarm. Üblicherweise hat der Wher dann auch eine dunkle Unterkunft, in die er sich Tags über zurückzieht in der nähe des Tors.
In der Regel hat jede Burg auch einen Burghof, der groß genug ist, dass ein oder mehrere Drachen darauf landen können. Der Burghof wird auch oft als Marktplatz genutzt, wenn es keinen weiteren Platz für den Markt gibt, das kommt aber ganz auf die Burg an.

Jede Burg verfügt über eine Küche und einen Speisesaal, der auch für Feste verwendet werden kann, wenn es dafür nicht eine eigene Halle gibt.
Natürlich hat der Burgherren auch seine eigenen Gemächer (so viele wie er "braucht") und dann gibt es unzählige andere meist kleinere Räume in denen das Gesinde, alle die sonst irgendwie für den Burgherrn arbeiten, Gäste und Gilde-Mitglieder leben. Die Einteilung der Räume ist von Burg zu Burg verschieden.
Je nach Burg gibt es auch verschiedene Gilde Einrichtungen wie zum Beispiel eine Schmiede.
Jede Burg hat Ställe für Renner. Viele Burgherren haben ein reges Interesse an Rennen und versuchen natürlich die besten Renner auf ganz Pern zu züchten. Daher sind oft auch Weiden in der Umgebung.

Manche Burgen verfügen auch über einen Turm oder einen anderen Aussichtspunkt auf dem sich Wachreiter mit ihren Drachen nieder lassen können.
Oft hat eine Burg auch eine Feuersteingrube in der entweder Feuersteine abgebaut werden oder in der zumindest Feuersteine gelagert werden.

Jede Burg oder jede größere sollte über einen gewaltige Trommeln verfügen. Im großen und Ganzen handelt es sich hier um ein riesiges aufgestelltes Blecht, das man mit Klöppeln schlagen kann. Da es keine Telefone auf Pern gibt, ist dies die beste Methode eine Nachricht schnell und weit zu verbreiten. Oft ist ein Harfner in der Burg stationiert, der diese Trommel bedient und ankommende Nachrichten entschlüsseln kann. Solche Nachrichten werden von Trommel zu Trommel weiter verschickt bis sie den Empfänger erreicht hat. Viele hochrangige Menschen auf Pern wissen den Trommelcode zu übersetzen, aber das können nicht alle und manche Nachrichten sind auch speziell verschlüsselt.
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#8 Beitragvon Silverdrak » Fr 14 Dez, 2007 21:21

Das Leben in den Burgen und auf den Ländereien


Das Leben in den Burgen und deren Einflussbereichen ist nicht so frei. Je nach dem wer rangmäßig über einem steht, kann es sogar sehr hart sein. Je nach Baron wird das Volk unterschiedlich behandelt. Während der eine sich bemüht, dass es den Menschen gut geht, kann ein andere Baron eher von der Sorte Diktator sein, der seine Untergebenen ausbeutet und knechtet.
Der Burgherr hat für gewöhnlich eine Schar von Aufsehern unter sich, die über verschiedene Bereiche seines Landes wachen und die Pächter, also die Bauern und alle anderen die dort leben überwachen und sich darum kümmern, dass die Ländereien bewirtschaftet werden (ähnlich wie im Mittelalter: Der Herrscher verteilt Land an eine handvoll Leute, die er kontrolliert und diese wiederum kümmern sich um eine Handvoll Leute, die sich mit dem Land beschäftigen). Auch bei den Aufsehern gibt es gute und schlechte. Wie es einem ergeht hängt daher doch sehr von dem Vorgesetzten ab, außer vielleicht man lebt abgelegen genug wo faule Aufseher oder Barone nicht suchen wollen.

Oft ist es auch so, dass die Eltern versuchen ihre Töchter und Söhne möglichst geschickt zu verheiraten um gesellschaftlich später vielleicht etwas besser da zu stehen als vorher. Vor allem Mädchen haben es da schwer. Da Männer außerhalb der Weyr in der Regel eine höhere Stellung haben als Frauen, versucht man natürlich seine Tochter mit einem möglichst hochrangigen Mann zu verheiraten.
Diese Heiratssache ist auch mit Grund weshalb es kaum Drachenreiterinnen gibt. Mädchen werden gerne vor den Suchreitern versteckt.
Je nach Gegend kann das aber auch anders sein. Mancherorts ist man stolz wenn die Tochter Reiterin einer Goldenen werden könnte.
Nicht selten kommt es auch vor das Kinder in Pflegefamilien gegeben werden, damit sie dort ein Handwerk erlernen.

Ansonsten führen die Menschen ein einfaches Leben (wie im Mittelalter).
Die Burg selbst beherbergt Menschen aus dem näheren Umland oder die direkt in der Burg arbeiten. Außerdem können sich bei Fäden Fall alle Menschen dort hin zurück ziehen.

Im Grunde können auch die Menschen, die zu einer Burg gehören frei über ihr Leben entscheiden, wenn der Burgherr oder die Familie sie lassen. Ich hatte immer den Eindruck, dass man recht einfach abhanden kommen kann, wenn man nur will. Wer also Willens genug ist, kann sein Leben selbst in die Hände nehmen.
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#9 Beitragvon Silverdrak » Fr 14 Dez, 2007 21:35

Pflichten der Burgen den Weyrn gegenüber


Die Burgen haben den Weyr in Dingen folge zu leisten, die die Fäden betreffen. So haben die Burgherren dafür Sorge zutragen, dass kein Unkraut auf den Burgmauern wächst, denn diese sind Nahrung für die Fäden. Desweitern müssen die Burgen die Weyr mitversorgen, da Drachenreiter selbst, abgesehen von dem Weyr kein Land besitzen dürfen und auch keine Zeit für Feldarbeiten haben. Der Weyr, der eine Burg beschützt, bekommt einen Zehnt der Güter dieser Burg.
Auch haben die Burgherren dafür zusorgen, dass es Unterstände oder Höhlen gibt, in denen sich die Menschen auf dem Land vor den Fäden schützen können. Auch deren Tiere sollten einen sicheren Ort zur Verfügung haben in den sie gebracht werden können, wenn Silbersporen angekündigt sind.
Damit die Drachenreiter die Menschen schützen können, brauchen sie Feuersteine. Ich bin nicht sicher ob die Burgen auch dafür sorgen müssen oder ob das die Bergmanns-Gilde übernimmt.
Eine Burg darf Suchreitern das Suchen nicht verwehren. Die Weyr haben das Recht nach Kandidaten zu suchen, wenn dies nötig ist, egal wo.

Nach einem Fädenkampf haben die Burgherren, über dessen Ländereien Sporen fielen, Boden-Trupps zusammen zustellen, die mit Flammenwerfern ausgerüstet das Land nach Fäden absuchen, die den Reitern entwischt sind. Für gewöhnlich überwachen einige Drachenreiter diesen Vorgang und ziehen sich erst dann zurück, wenn alle Trupps zurückgekehrt sind und Meldung gemacht haben.

Sollte eine Burg ihre Pflichten vernachlässigen, dürfen die Drachenreiter einschreiten, andernfalls haben sie sich aus Burg-Angelegenheiten heraus zu halten. Drachenreiter können sehr überzeugend sein, wenn sie wollen. Sie unterstützen die Burgen aber auch gerne, wenn man sie drum bittet und diese den Reitern wohl gesonnen sind.

Hier noch mal eine Liste darüber welche der großen Burg welchem Weyr verpflichtet ist:

<table cellpadding="3" cellspacing="1" class="forumline"><tr><th>Burg</th><th>Weyr</th></tr><tr><td class="row2">Burg Benden</td><td class="row2">Benden Weyr</td></tr><tr><td class="row3">Burg Bitra</td><td class="row3">Benden Weyr</td></tr><tr><td class="row2">Burg Crom</td><td class="row2">Telgar Weyr</td></tr><tr><td class="row3">Burg Fort</td><td class="row3">Fort Weyr</td></tr><tr><td class="row2">Burg des Hochlands</td><td class="row2">Hochland Weyr</td></tr><tr><td class="row3">Burg Igen</td><td class="row3">Ista Weyr (Igen Weyr: Nord-Igen)</td></tr><tr><td class="row2">Burg Ista</td><td class="row2">Ista Weyr</td></tr><tr><td class="row3">Burg Keroon</td><td class="row3">Igen Weyr</td></tr><tr><td class="row2">Burg Lemos</td><td class="row2">Benden Weyr</td></tr><tr><td class="row3">Burg Nabol</td><td class="row3">Hochland Weyr</td></tr><tr><td class="row2">Burg Nerat</td><td class="row2">Ista Weyr</td></tr><tr><td class="row3">Burg Ruatha</td><td class="row3">Fort Weyr</td></tr><tr><td class="row2">Burg Süd-Boll</td><td class="row2">Fort Weyr</td></tr><tr><td class="row3">Burg des Südens</td><td class="row3">Süd Weyr</td></tr><tr><td class="row2">Burg Telgar</td><td class="row2">Telgar Weyr (Igen Weyr: Süd-Telgar)</td></tr><tr><td class="row3">Burg Tillek</td><td class="row3">Hochland Weyr</td></tr></table>
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#10 Beitragvon Silverdrak » Fr 14 Dez, 2007 21:37

Ränge in einer Burg


Der Burgherr und die Burgherrin
Der Burgherr/Baron ist wie gesagt der Leiter einer Burg. Er hat das sagen und alle Macht in seinen Händen. Zu seiner Seite steht die Burgherrin. Während der Burgherr sich überwiegend um Politisches und um das Vorgehen in und um die Burg herum kümmert, hat die Burgherrin die Aufgabe das Gesinde in der Burg zu beschäftigen, die da für sorgen, dass die Burg läuft. Sie hat eine vergleichbare Aufgabe wie die Wirtschafter in einem Weyr. Wenn sie dem nicht gewachsen ist, kann sie diese Aufgabe natürlich auch an andere vergeben. Natürlich unterstützt sie auch den Burgherrn.

So ist es jeden Falls eigentlich gedacht. Wie das aber so ist mit den Menschen, gibt es da solche und solche. Nicht jeder Burgherr auf Pern ist uneigennützig und behandelt seine Untergebenen gut. Es gab immer wieder Herrscher auf Pern, die nur nach Macht strebten.
Ein Burgherr darf natürlich nicht alles. Auf Pern gibt es Gesetze, die auch für Burgherren gelten, auch wenn der Burgherr auf seinem Land das Gesetz ist. Für gewöhnlich gilt auch, dass ein Burgherr nur eine Burg haben darf, auch wenn auf Pern schon anderes vorgekommen ist.

Die ganze Familie eines Burgherren hat einen gehobenen Status und kann die Untergebenen befehligen, aber über allen steht letztlich der regierende Burgherr. Alte Burgherren geben ihre Aufgabe, wenn sie merken, dass sie dem nicht mehr gewachsen sind, normalerweise an einen ihrer Söhne weiter (überlicherweise an den Ältesten). Neid und Intrigen können da vorprogrammiert sein.

Anders als im Weyr sind Männer und Frauen dort nicht unbedingt gleich gestellt. Es gab nur sehr sehr wenige Frauen, die als Burgherrin das alleinige sagen über eine Burg hatte.
Der Rang des Burgherrn ist der Höchste Rang in der Burg und wird, wie gesagt üblicherweise, vom Vater an den Sohn weiter gegeben/vererbt. Hat der Baron keine Söhne, sollte er rechtzeitig vor seinem Tod einen Nachfolger bestimmen. Sollte er ohne Nachfolger versterben oder der Baron aus anderen Gründen abgesetzt werden, weil er zum Beispiel gegen Grundgesetze verstößt und sich andere Burgherren oder gar die Drachenreiter gezwungen fühlten einzuschreiten, wird eine Konklave einberufen. Das heißt alle Burgherren ( je nach Situation auch Weyrführer (oder zumindest, die die für die Burg verantwortlich sind) und evtl. wichtige Gilde-Meister. Im allgemeinen aber nur die Burgherren.) versammeln sich an einen Ort um darüber zu beraten und abzustimmen wer die Burg übernehmen soll. Normalerweise wird versucht einem Verwandten des Barons oder einem viel versprechenden Menschen der in der Burg lebt diese Aufgabe zu geben.
Damit das nicht passiert, haben manche Burgherren mehrere Frauen. Nur eine davon ist die Burgherrin, aber wenn diese keinen Jungen zur Welt bringt, kommt es vor das sich der Baron Konkubinen zu legt. Manche haben ganz sicher auch einfach so mehrere Frauen.


Die Aufseher oder auch Burgverwalter
Die Aufseher stehen direkt unter dem Burgherrn. Sie übernehmen einige der täglichen Aufgaben, die anfallen so dass sich der Burgherr nicht um jede Kleinigkeit selbst kümmern muss. Für gewöhnlich überwacht jeder Aufseher einen Teil des Burglandes und ist der direkte Ansprechpartner für die Menschen auf diesem Land. Sollte es Probleme geben, können sie sich zu nächst an die Aufseher wenden. So fern es in seinem Aufgabenbereich liegt, kann sich der Aufseher selbst um Probleme kümmern und sie lösen. Sollen es aber größere Probleme geben, wendet er sich an den Burgherrn. Generell hat der Aufseher seinem Burgherrn über alles was vorgeht auf dem Laufenden zu halten.
Aufseher, denen der Burgherr besonders vertraut, übernehmen oft auch eine beratende Funktion. Sie sind dann oft auch die Stellvertreter des Burgherrn, wenn dieser nicht da ist und keiner der Baronssöhne dessen Aufgaben übernehmen kann. In diesem Zusammenhang werden die Aufseher auch Burgverwalter genannt. Nicht selten sind aber die Söhne oder andere Verwandte des Barons in dieser Position. Sollte der Burgherr verstorben sein und sein Nachfolger noch zu jung für sein Amt sein, übernimmt ein Burgverwalter die Aufgaben des Burgherrn bis der Nachfolger alt genug ist dies selbst zu tun.


Die Pächter
Pächter sind jene Menschen, die ein Stück Land auf dem Burgland "besitzen". Besitzen meint in diesem Sinne mehr, dass sie für das Land verantwortlich sind. Letztlich gehört es natürlich immer noch dem Burgherrn. Pächter sind überwiegend Bauern, die das Land bewirtschaften. Als Gegenleistung für das Land auf dem sie Leben und bewirtschaften dürfen, versorgen sie die Burg mit ihren Gütern. Sie unterstehen dem Burgherrn und dem jeweiligen Aufseher.


Die Menschen in der Burg
In der Burg selbst sind zahlreiche Menschen angestellt.

Wenn die Burgherrin die Aufgabe nicht selbst übernimmt, macht es die Wirtschafterin oder der Wirtschafter. Die Wirtschafter regeln den gesamten Haushalt der Burg, von kochen über putzen bis hin zum Leuchtkorb wechseln. Sie führen Liste über die Güter und achten darauf das alle, die in der Burg beschäftigt sind, etwas zu tun haben.

Mägde und Knechte kümmern sich um alle Aufgaben, die in einer Burg anfallen. Sie werden von den Wirtschaftern und der Burgfamilie umher gescheucht.

Die Köche sorgen für das Essen in der Burg. Je mehr Menschen in einer Burg leben, desto mehr Köche arbeiten in der Küche. Oft werden sie auch von Mädgen und Knechten unterstützt.

Zum Schutz der Burg hat jede Burg auch ausgebildete Wachen oder vergleichbare Kräfte. Ernsthafte Auseinandersetzungen wie Kriege gibt es auf Pern im Großen und Ganzen eigentlich eher nicht, auch wenn es da ein oder zwei Barone gab, die da aus der Reihe fallen. Jede Burg hat eine gewisse Menge an Wachpersonal, aber abgesehen von den erwähnten Ausnahmen sind das nicht so übermäßig viele. Als Waffen sind auf Pern auch nur Messer, Schwerter und Armbrüste bekannt (und natürlich alles was sonst noch zum schlagen oder werfen prädestiniert ist). Diese Wachen haben für den Schutz der Burg zu sorgen und halten vor allem Nachts besonders wachsam Wache.

Ansonsten sind Gilde-Mitglieder unterschiedlichster Art auf einer Burg vertreten. Üblicherweise gibt es einen Harfner, der die Kinder unterrichtet und für Unterhaltung sorgt. Heiler, Schmiede, Gerber, Scheider... und so weiter. Die Gilden gibt es ja nicht ohne Grund, sie helfen den Burgen und unterstützen sie mit ihrem Wissen über das jeweilige Handwerk.
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#11 Beitragvon Silverdrak » Fr 14 Dez, 2007 21:42

Die Burgen und das Umland


Zu jeder größeren Burg gehört ein gutes Stück Land. Auf diesem Land können kleinere Burgen stehen, die einer größeren untergeordnet werden. In der Regel gibt es dort auch viele verstreut kleine Siedlungen und Farmen. Die Menschen auf dem Land, das zu einer Burg gehört, unterstehen ihrem Burgherren und haben für diesen zu arbeiten.
Die Burgen sind größtenteils autark und können sich selbst versorgen. Natürlich treibt jede Burg auch Handel über ihre Grenzen hinaus.
Wie das Land genau unter den Burgen aufgeteilt ist, wird nicht näher beschrieben. Klar ist aber dass es Grenzen gibt. Je nach Burgherr können die frei überschritten werden.
Nicht selten beherbergt eine große Burg auch eine Gildehalle. Oft hängt dies von den Gegebenheiten der Umgebung ab. Meist profitiert eine Burg von der Anwesenheit und den Gütern oder dem Handwerk einer Ortsansässigen Gildehalle.

Kleine Burgen werden auch von einem Burgherrn geführt, allerdings untersteht dieser dem Burgherrn der übergeordneten Burg und fungiert meist als ein Aufseher. Die kleinen Burgen dienen auch als größerer Zufluchtsort vor Fädenfällen.

Hier eine Karte mit den von den Burgen. Ich habe versucht auch die kleinen Burgen zu markieren und Grenzen ein zu zeichnen wie sie etwa sein könnten.
[align=center]
Bild
[/align]

Erläuterungen zur Karte:
Nun sie ist nicht sonderlich hübsch geworden, aber sie sollte auch keinen Schönheitswettbewerb gewinnen. Zu sehen sind alle großen und kleinen Burgen, die irgendwie bekannt sind. Die bräunlich durchschimmernden Flächen stellen Gebirge da. Perns hoher Norden besteht nur noch auf Gebirgen und Schnee. Daher sind weiter oben keine Siedlungen mehr zu finden. Die grünen Linien sollen etwa zeigen wie die Grenzen sind. Dies basiert aber auf reinen Vermutungen meinerseits, da ich keine näheren Beschreibungen oder Aufzeichnungen darüber habe. Vielleicht ist im Buch "The Atlas of Pern" von Karen Wynn Fonstad näheres dazu zu sehen, aber da ich dieses Buch nicht besitze, müssen grobe Vermutungen an dieser Stelle reichen. Selbiges gilt für einige der kleineren Burgen, die in der Karte blau markiert sind. Die Burgen mit größerer und leuchtender blauer Schrift sind ganz sicher da wo sie auf der Karte verzeichnet sind. Die blass blauen mit kleiner Schrift basieren auf Vermutungen. Wenn da jemand was genaueres zur Lage weis, bitte melden.
Durch klicken kommt man zu einer größere Version der Karte.



Hier ein Überblick über die Burgen, die es bis zum neunten Vorbeizug des Roten Sterns gab:

<table cellpadding="3" cellspacing="1" class="forumline"><tr><th>Burg</th><th>Wissenswertes</th><th>Die Gegend</th><th>Gildehallen</th><th>Kleine Burgen</th></tr><tr><td class="row1">Burg Fort</td><td class="row1">Die Burg Fort ist die älteste aller Burgen und ist in den meisten Epochen auf Pern eine der wichtigsten Burgen auf Pern. Sie gilt auch als eine der größten Burgen, die im schlimmsten Fall bis zu 3000 Menschen aufnehmen kann.</td><td class="row1">Westen: Das zentrale Fort Gebiet
Süden: Felder und Weiden</td><td class="row1">Harfner und Heiler Gildehalle</td><td class="row1">Die Meeresburg von Fort</td></tr><tr><td class="row2">Burg Süd-Boll</td><td class="row2">Burg Süd-Boll ist die zweite Burg die auf Pern gegründet wurde. Ursprünglich hieß sie nur Burg Boll, nach dem Nachnamen einer der ersten Siedler. Durch ihre südliche Lage hat sich der Name mit der Zeit aber etwas verändert.</td><td class="row2">Auf dem Land der Burg gibt es eine Salz-Miene.</td><td class="row2">Weber Gildehalle</td><td class="row2">Burg Peyton
Burg Gar</td></tr><tr><td class="row1">Burg Telgar</td><td class="row1">Burg Telgar wurde ebenfalls nach einer der ersten Siedler benannt. Sie ist die Dritte gegründete Burg.
Diese Burg befindet sich in einem hoch liegenden dreieckigen Teil eines Gipfel im Gebirge des großen Telgar Tals. Sie hat hunderte von Fenstern auf 5 Etagen in ihren nach Süden, Osten und Westen gerichteten Fronten, die mit bronzenen Fensterläden versehen sind. Sie sollen zeigen, dass Telger mit zu den reichsten Burgen auf Pern zählt. Die Burg ist weltbekannt für ihre Eisen-Mienen.</td><td class="row1">Auf dem Telgar Land gibt es den Großen Dunto und den Telgar Fluss und natürlich die erwähnten Eisen Mienen.</td><td class="row1">Die Schmiede Gildehalle. Früher war dort auch die Bergmanns-Gildehalle stationiert.</td><td class="row1">Burg Balan
Feld-Burg von Campbell
Burg auf der Hügelspitze
Burg Ogren
Burg Radharc
Burg Süd-Telgar </td></tr><tr><td class="row2">Burg Ruatha</td><td class="row2">Ruatha ist mit eine der bedeutendsten Burgen auf Pern und hat eine große Geschichte. Sie ist allgemein gut angesehen und bekannt für ihre Rennerzuchten. Jeder auf Pern, der einen Renner besitzt, würde damit prahlen, wenn sein Tier auch nur einen Tropfen Ruatha Blut in sich trägt.
Auch diese vierte Burg wurde nach einem der ersten Siedler benannt.
Viele (bedeutende) Drachenreiter entstammen der Ruatha Blutlinie. </td><td class="row2">Nahe der Burg gibt es den Eissee. Außerdem besitzt die Burg große Weiden für die Renner.</td><td class="row2">Früher befand sich dort die Gildehalle der Herdner. Drei Bergmanns-Burgen befinden sich auf dem Gelände.</td><td class="row2">Nebelburg
Burg auf der Hochebene
Flussburg zu Ruatha</td></tr><tr><td class="row1">Burg Tillek</td><td class="row1">Die fünfte Burg auf Pern war Burg Tillek, ebenfalls benannt nach einem der ersten Siedler. Diese Burg ist bekannt für seinen herben rötlichen Wein. Auf Grund des relativ flachen Gelendes ist diese Burg relativ klein und hat nur wenige Höhlen.</td><td class="row1">Der Boden ist recht sauer, woraus der saure Wein resultiert. Das Land hat nur wenige Gebirgszüge ist dafür aber sonst sehr hügelig. Dort befindet sich auch ein Lackmus Einlagerungen.</td><td class="row1">Fisch- und Seefahrt-Gildehalle
Ein Ausleger der Wein-Gilde</td><td class="row1">Keine, da kaum Gebierge.</td></tr><tr><td class="row2">Burg Benden</td><td class="row2">Diese Burg ist nach dem großen Anführer der ersten Siedler benannt. Bekannt ist sie für ihre fantastischen Weine. </td><td class="row2">Abgesehen von den üppigen Weinbergen gibt es hier keine weiteren nennenswerten Gegenden.</td><td class="row2">Die Wein-Gilde hat hier einen festen Sitz.</td><td class="row2">Burg am Bucht Kap
Burg von Greystone
Burg auf der Hochebene
Tal-Burg </td></tr><tr><td class="row1">Burg Igen</td><td class="row1">Anders als andere Burgen hat Burg Igen keine Anbauten rund um die Burg. Viele die zur Burg gehören leben in den wind-gepeitschen Steilwänden der Gebirge rund um der Burg. </td><td class="row1">Vom Igen Fluss her wird Wasser zu den Wassergetreide Feldern geleitet.
Desweiteren gibt es dort Höhlen in denen Burglose leben.
Auch ist dort eine Salz-Miene, ein Lackmus-Depo ebenso gibt es dort schweres Wasser (Öl ;)).</td><td class="row1">Gerber-Gildehalle</td><td class="row1">Meeresburg Igen
Burg Katz Field </td></tr><tr><td class="row2">Burg Ista</td><td class="row2">Burg Ista liegt in einer Zone mit tropischem Klima, daher ist es vor allem bei Drachenreitern ein begehrtes Urlaubsziel. </td><td class="row2">Dort gibt es zahlreiche Edelstein-Mienen.
Ansonsten rauhe scharfkantige Hügelketten, tiefe Täler und dichte Vegetation.</td><td class="row2">Ableger der Fisher-Gilde
Ableger der Bergmanns-Gilde</td><td class="row2">Burg Gar
Burg der hohen Palisaden
Burg Lado
Burg des roten Sandes
Felsige Burg
Burg an der Steilküste
Burg am Wasserloch</td></tr><tr><td class="row1">Burg Lemos</td><td class="row1">Die Burg ist nach einem der erst Siedler benannt. Lemos ist bekannt für seine großen Hartholz Wälder. Neben Wäldern gibt es dort viele Berge und Flüsse. Burg Lemos baut kein Getreide an, dort beschäftigt man sich mehr mit Herdenhaltung und vergleichbarem. </td><td class="row1">Wie gesagt gibt es dort große Hartholz Wälder und außerdem auch einen Großen See.</td><td class="row1">Holz-Gildehalle</td><td class="row1">Burg Far Cry
Burg Kadross
Burg am großen See
Burg in der Tiefebene</td></tr><tr><td class="row2">Burg Nabol</td><td class="row2">Burg Nabol ist bekannt für seine Hanf Produktion. Wie viele der großen Burgen, ist sie nach einem der ersten Siedler benannt.</td><td class="row2">Nennenswert ist hier das Esvay Tal.</td><td class="row2">Keine</td><td class="row2">Burg von Greenfield</td></tr><tr><td class="row1">Burg Keeron</td><td class="row1">Hier gibt es nicht viel zu sagen, außer dass die Burg den Namen einer der wichtigsten ersten Siedler trägt. Ansonsten sind da nur unendlich weiten. Sehr viel Grasland.</td><td class="row1">Ein roter Monolith steht mitten aus Keerons weite Ebenen heraus. Er entstand durch ein Erdbeben und dient dient den Drachenreiter oft als anschaulicher Sprungpunkt und Landmarke während der Weyrlingsausbildung.
Außerdem gibt es dort ein Lackmus-Depo.</td><td class="row1">Herden-Gildehalle</td><td class="row1">Burg am Bucht Kap
Burg auf den Hügeln
Burg auf der Hochebene
Burg Lost
Flussburg zu Keroon
Burg Kimmage
Burg in Hochlage
Burg an der weiten Bucht </td></tr><tr><td class="row2">Burg Bitra</td><td class="row2">Burg Birta ist benannt nach einer der ersten Siedler und bekannt für seine Glückspiel (die einen lieben es, die anderen verteufeln es). Abgesehen von etwas Forstwirtschaft, gibt es in Bitra nur wenige andere Wirtschaftszweige. Dort wird hauptsächlich Viehwirtschaft betrieben. Diese Burg baut kein Getreide an und gilt als eine der kleineren Burgen. Die meisten Einnahmen werden sie wohl durch das Glücksspiel machen. ;)</td><td class="row2">Es gibt dort das Streng Tal in dem es ein paar geschlossene Mienen gibt. Des weiteren führt eine Straße durch den Wald zu der Burg und eine vom Nord-Pass aus.</td><td class="row2">Keine</td><td class="row2">Burg an der Gabelung</td></tr><tr><td class="row1">Burg des Hochlands</td><td class="row1">Über die Hochland Burg ist nicht viel bekannt außer dass sie im kalten oft verschneiten Norden liegt. Außerdem soll sie bekannt für ihren Schiffsbau sein.</td><td class="row1">Es ist recht kalt und windig dort.</td><td class="row1">Keine</td><td class="row1">Burg Balen
Burg Keogh
Burg Lewis
Burg Murfy
Burg Pars
Burg an der Flussbiegung</td></tr><tr><td class="row2">Burg Crom</td><td class="row2">Crom ist die Hauptburg der Bergleute. Sie haben mehrere kleinere über ganz Pern verteilt.</td><td class="row2">Nichts besonderes dort</td><td class="row2">Die Bergmanns-Gilde</td><td class="row2">Feuerburg</td></tr><tr><td class="row1">Burg des Südens</td><td class="row1">Diese Burg wurde kurz vor den 9ten Vorbeizug des roten Sterns gegründet.</td><td class="row1">Das Klima dort ist tropisch und die Gegend mit dichtem Dschungel bewachsen.</td><td class="row1">Ausleger der Schmiede-Gilde</td><td class="row1">Burg an der großen Lagune
Zentral-Burg
Burg an der großen Bucht </td></tr><tr><td class="row2">Burg Nerat</td><td class="row2">Der Burg Name entstand aus den Initiallien der Siedler, die die Burg gründeten. Das Klima dort ist warm, daher gedeihen dort Feldfrüchte besonders gut. In Nerat gibt es daher kein großes Vieh. Die Menschen dort ernähren sich Hauptsächlich von Fisch, Geflügel, Wherries und von dem was sie anbauen. Für anderes Fleisch müssen sie Handel mit anderen Burgen treiben. Dafür gibt es dort Früchte und Gemüse sowie sonstige Pflanzen aller Art, was wohl auf die Saat-Gilde zurück zuführen ist. </td><td class="row2">Viele Felder gibts dort und alles was nicht Feld ist, ist Regelwald und undurchdringlicher Dschungel. Südlich der Halbkreis-Bucht befinden sich im Wasser Felsdormationen die als Drachen-Steine bezeichnet werden. Südlich von diesen Steinen wiederum gibt es eine Stelle mit tiefem Wasser die Nerat Tiefen genannt wird.</td><td class="row2">Die Saat-Gildehalle</td><td class="row2">Burg von Greystone
Meeresburg an der Halbkreis-Bucht
Burg Loscar
Burg Mardela</td></tr><tr><td class="row1"></td><td class="row1"></td><td class="row1"></td><td class="row1"></td><td class="row1"></td></tr></table>
Zuletzt geändert von Silverdrak am So 23 Dez, 2007 03:05, insgesamt 2-mal geändert.

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#12 Beitragvon Silverdrak » Di 18 Dez, 2007 18:26

Ein bisschen Vorgeschichte zu den Gilden


Den ersten Siedlern war schon früh bewusst, dass kein Mensch alles Wissen konnte und um zu gewährleisten, dass möglichst wenig Wissen über ein Handwerk verloren ging, wurden Gilden geschaffen. Dessen Mitglieder sollten das Wissen über ihre Zunft bis in alle Ewigkeit hüten und weiter geben. Die erste Gilde auf Pern war die Heiler-Gilde, da die Fähigkeiten eines Heilers einfach am häufigsten benötigt wurden. Auch die Bergarbeiter, Schmiede und Herdner zählen zu den ersten die sowas wie Gilden formten. Viele weitere Gilden folgten später und siedelten sich nach der Umsiedelung in den Norden bevorzugt da an wo sie am meisten gebraucht wurden. Manche Gilden splitteten sich mit der Zeit auch in mehrere Bereiche ihres Handwerks auf, um so besser gewährleisten zu können, dass nichts in Vergessenheit geriet.
Neben der Aufgabe Altes zu bewahren steht natürlich auch jene Neues zu schaffen. Die Gilden sollen je nach Handwerk natürlich auch Forschungen auf ihrem Gebiet anstellen, um zum Beispiel Abläufe oder Güter zu verbessern.
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#13 Beitragvon Silverdrak » Di 18 Dez, 2007 18:47

Das Leben in einer Gilde


Das Leben in einer Gilde ist freier als das Leben in einer Burg aber dennoch nicht so frei wie in einem Weyr. Die Männer sind auch hier den Frauen übergeordnet, aber besonders durchsätzungfähige Frauen können hier durch aus auch Posten bekommen, die sonst nur Männer inne haben. Abgesehen von den Pflichten ihrer Gilde, sind die Menschen dort frei zu entscheiden was sie aus ihrem Leben machen.
Eine Gilde ist keiner anderen Instanz unterworfen, was meint dass sie keinem Burgherrn hörig sind. Gilden stehen also auf gleicher Stufe mit Burgen und Weyrn. Natürlich folgen Mitglieder einer Gilde den Anweisungen des Burgherrn, wenn sie dort arbeiten, aber der Burgherr hat im Großen und Ganzen kein Sagen über eine Gilde. Eine Gilde kann ihre Mitglieder auch jederzeit (wenn der Vertag nichts anderes sagt) von ihrem Beschäftigungsort zurückziehen, sollte dies nötig sein. Fakt ist aber das Gilden für Burg und Weyr arbeiten und von diesen für ihre Tätigkeit in irgendeiner Weise bezahlt werden und sei es nur Kost und Logis.

Die meisten Gilden haben eine Gildehalle in der Nähe einer Burg. Diese Hallen sind das Zentrum des Wissens einer Gilde. Dort wird zum einen das Wissen und alle Schriften einer Gilde gelagert, aber auch die Ausbildung der Gildemitglieder findet dort statt.

Wie wir man Gildemitglied?
Ganz einfach: Entweder jemand stellt fest, dass jemand besonders gut in Handfertigkeiten einer Gilde ist und schick diesen jemand daraufhin zu dieser entsprechenden Gilde oder jemand findet das jemand in eine Gilde soll (Eltern finden sowas schon mal, egal ob das Kind dafür geeignet ist oder nicht) oder man findet selbst irgendwie den Weg dort hin. Die meisten kommen im Kindesalter in eine Gilde. Dort durchläuft man dann verschiedene Lern- bzw. Rangstufen.

Zunächst wird man nur Probe halber dort aufgenommen als Student. Als solcher bekommt man kleine Aufgaben und wird beobachtet um auszumachen ob die jeweilige Person wirklich geeignet für die Arbeit in der Gilde sein könnte.
Ein Student kann aber auch einfach jemand sein, der sich etwas über das Handwerk einer Gilde schlau machen möchte. Letztere zahlen normalerweise dafür dort lernen zu dürfen.
Studenten leben zwar je nachdem in einer Gildehalle oder bei einem Gildemeister, sind aber keine Gildemitglieder.

Hat man das Dasein als Student überstanden und sich als fähig gezeigt, kann man als Lehrling bei einer Gilde aufgenommen werden. Als Lehrling wird man dann in allem unterrichtet was man als Gildemitglied dieses Handwerks auf jeden Fall können und wissen sollte, die Grundlagen quasi.
Diese Ausbildung findet in der jeweiligen Gildehalle statt oder aber bei einem Gildemeister, der sich dazu bereit erklärt hat. Während dieses Zeitraums stellt sich meist heraus ob jemand wirklich für die Gilde geeignet ist und auch für welchen Zweig oder welches spezielles Handwerk einer Gilde. Manche Gilden haben mehrere Unterbereiche.
Während dieser Phase entscheidet sich ob jemand wirklich in die Gilde aufgenommen wird. Der Zeitraum der Ausbildung kann variieren und hängt vom jeweiligen Lehrling ab.
Hat ein Lehrling ausreichend viele Aufgaben gemeistert, bewiesen was er drauf hat und so die Gildemeister überzeugt, dann wird er zum Gesellen ernannt. Ist man einmal Geselle, kann man sicher sein, dass man so schnell nicht mehr rausfliegt, außer man stellt etwas sehr dummes an. Sollte jemand es auf längere Sicht nicht bis zum Gesellen schaffen, wird die Gilde den Lehrling darauf hinweisen und ihm anraten besser einen anderen Beruf auszuüben. Je nach dem wird ein Lehrling auch an eine andere Gilde weiter vermittelt, sollte man feststellen, dass er dort möglicherweise besser aufgehoben ist.

Während Lehrlinge meistens Kinder sind, sind Gesellen meistens schon fast erwachsene Jugendliche.
Als Geselle gilt man als kundig auf seinem Gebiet. Zu Beginn wird ein Geselle normalerweise von einem Meister unter seine Fittiche genommen und erhält von diesem eine spezialisiertere Ausbildung. Er lernt nun tiefergehendes und schwereres Wissen.
Ab einem gewissen Grad und Alter bekommen Gesellen verantwortungsvolle Aufgaben, wie zum Beispiel Lehrlingen etwas bei zu bringen oder diese zu überwachen oder aber sie bekommen Aufgaben in Burg und Weyr zugewiesen. Je nach Erfahrungsgrad können diese mehr oder weniger schwer sein. Gesellen sind daher oft viel auf Reisen und lernen so auch etwas von anderen Meistern an anderen Orten.

Wenn der Geselle dann ein gewisses Alter und eine Menge Erfahrung und Wissen gesammelt hat, kann er in den Rang eines Meisters erhoben werden. Damit ist man dann ein sehr hochrangiges Mitglied der Gilde und kann dann etwas mitbestimmen bei bestimmten Angelegenheiten. Bis zum Meister können allerdings einige Jahre vergehen. Meister sind oft schon was älter. Sie verfügen um einen großen Wissensschatz und sind natürlich entsprechend gefragt. Gesellen sind ja schön und gut, aber auf einen Meister hört ein Burgherr natürlich eher. ;)
Meister können, wenn sie wollen, und sollten sie gefragt sein, in Burgen oder Weyrn dauerhaft stationiert sein und dort arbeiten. Je nach Tätigkeit werden ihm unter anderem auch Gesellen oder Lehrlinge zur Seite gestellt.

Über den Meistern steht dann nur noch der Meister einer Gildehalle. Er leitet die Halle und ist sowas wie das Oberhaupt der Gilde bzw. der Gildemitglieder, die in der Gildehalle leben. Das kann aber je nach Gilde anders sein. Manche Gilden haben keine Gildehallen, andere haben gleich mehrere auf Pern verteilte Hallen. Der Hallenmeister wird durch das vorstellen des Begriffs "Meister" gekennzeichnet. Hier ein Beispiel:

So lauten die Ränge in der Heilerhalle (angenommen Sylvara wäre eine Heilerin):

Lehrling: Heilerlehrling Sylvara
Geselle: Heilergesellin Sylvara
Meister: Heilermeisterin Sylvara
Meister der Halle: Meisterheilerin Sylvara

Ich hoffe der Unterschied zwischen den beiden Meisterversionen ist aufgefallen. Selbiges kann auf die meisten anderen Gilden ebenso angewendet werden.

Man kann Gildemitglieder an ihren Schulterknoten erkennen. Diese zeigen sowohl den Rang, anhand der Komplexität, als auch die Zugehörigkeit zu einer Gilde, anhand der Farbe des Knotens, an.
Zuletzt geändert von Silverdrak am Di 25 Dez, 2007 23:40, insgesamt 1-mal geändert.

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#14 Beitragvon Silverdrak » Di 18 Dez, 2007 18:50

Die Gilden im Überblick


Ich gehe hier mal alphabethisch vor.


Bäcker-Gilde

Wissenswertes: Diese Gilde befasst sich mit allem was mit Essen zu tun hat.

Unter-Gilden: Die Köche spalten sich von dieser Gilde ab. Soweit ich weis können die meisten ihren Zunft aber sowohl kochen als auch Backen.

Gildehalle: Mir ist keine Gildehalle bekannt ebenso wie ich nicht den Eindruck haben das sie speziell organisiert wären. Bäcker und Köche leben Überall auf Pern verteilt in den Burgen und Weyrn und wo sie sonst benötigt werden. Da sie nicht organisiert scheinen gehe ich davon aus das ein Koch oder Bäcker sein wissen an interessierte und entsprechend begabte Kinder und Jugentliche weiter gibt, die irgendwann seine Nachfolge antreten. Wenn jemand was genaueres weis nur her damit.

Farbe: Unbekannt. Es ist nicht bekannt ob Bäcker oder Köche Knoten tragen. Normalerweise erkennt man sie aber sofort an ihrer mehr oder weniger weißen Schürze.


Bergmanns-Gilde

Wissenswertes: Die Bergmanns-Gilde ist in allen Bereichen tätig, die mit dem Tagebau zu tun haben. Dementsprechend sind sie überall da vertreten wo es etwas abzubauen gibt. Auch wenn es so durch zu scheinen scheint sind sie nicht unbedingt die die unter Tage graben. Sie sind mehr die die Wissen wo gegraben werden muss und wie. Natürlich werden auch sie mit anpacken, aber eigentlich sind sie mehr die die helfen an die Rohstoffe und Schätze heran zukommen.

Unter-Gilden: Diese Gilde spaltet sich dabei in mehrere Teilbereiche/-Gilden auf:

Zum einen gibt es da die reinen Bergmänner die sich ausschließlich mit dem Bergbau beschäftigen. Sie wissen wo und wie man welchen Rohstoff aus der Erde holt. Vorallem kennen sie sich aber auch mit dem wie aus. Wenn eine Miene nicht stabil ist, kann man nicht darin arbeiten. (Soweit ich weis kennen sie sich auch etwas mit Sprengstoffen aus. Mein ich jedenfalls.)
Zum anderen gibt es die Experten für Edelsteine aller Art. Sie kennen sich mit den wertvollen Steinen aus (wobei sie auf Pern soweit ich weis nicht sonderlich wertvoll sind weils da so viele davon gibt.) und natürlich wissen auch die Edelstein-Experten wo man die Klunker finden kann.
Des weiteren gibt es die Steinmetze, die sich mit Steinen und deren Bearbeitung auskennen.
Und nicht zuletzt sind da die Wherführer, die Where für den Bergbau ausbilden, damit diese die Bergarbeiter vor giftigen Gasen und anderen Gefahren warnen.

Gildehalle: Die Bergmanns-Gilde hat eine große Gildehalle in Crom. Früher war sie in Telgar. Neben dieser Halle verfügen die Bergmanner aber noch über zahlreiche Bergmannsfestungen auf ganz Pern verstreut.

Farbe: schwarz; Gildemitglieder tragen die typischen Knoten.


Fischer und Seefahrts-Gilde

Wissenswertes: Diese Gilde befasst sich mit allem Rund um die Meere und Ozeane von Pern. Sie wissen um Strömungen, Fischbestände, Schiffbau und Schifffahrsruten.

Unter-Gilden: Diese Gilde teilt sich in drei Bereiche auf: Fischerei, Schiffahrt und Delfine.

Die Fischer-Gilde kennt sich mit Fischen und deren Lebenräumen aus während sich die Schiffahrts-Gilde mit dem Bau von Schiffen versteht und mit dessen Steuerung.

Die Delfin-Gilde gibt es erst seit dem 9. Erscheinens des Roten Sterns wieder. Die Zusammenarbeit mit Delfine waren über die Jahre in Vergessenheit geraten und kam erst wieder auf als man wieder entdeckte, dass sie sprechen können. Die Delfineure (so nennt man die Menschen der Gilde) kümmern sich um das Wohl der Delfine während die Delfine im Gegenzug den Menschen helfen. Zu den Aufgaben der Delfineure zählen das entfernen von Parasiten wie den Blutfisch, der sich oft an den Delfinen festsaugt, ebenso wie das Versorgen von Wunden aller Art, das retten von gestrandeten Delfinen und natürlich die Beschäftigung mit ihnen. Aufgaben der Delfine wiederum sind die Rettung von in Seenot geratenen Menschen, das Überprüfen von Schiffsrümpfen auf Schäden, das Warnen vor schlechtem Wetter und vor Gefahren unterwasser und das melden von Fishschwärmen. Einiges tun Delfin und Delfineur natürlich gemeinsam wie z. B. das Kartieren von Fischschwärmen und Küstenlinien ebenso wie die Suche nach Verunglückten. Außerdem können Delfine durch ihren Ultraschall auch den Heilern ab und an bei der Diagnose helfen.
Ein Delfineur sollte daher nicht wasserscheu sein, da her die meiste Zeit seines Lebens wohl am oder im Meer verbringt.

Gildehalle: Die Fischer und Seefahrts-Gilde hat eine Gildehalle in Tillek. Die Delfin-Gilde hat eine an der Meeresburg von Fort.

Farbe: hellblau; Fischer und Seefahrts-Gildemitglieder tragen die Knoten, wie das Delfineuren ist weis ich nicht. Die Dinger würden im Wasser wohl nur stören.


Gerber-Gilde

Wissenswertes: Die Gerber bearbeiten Häute und Felle so dass man sie sinnvoll nutzen kann. Unter anderem stellen sie Geschirre für alle erdenklichen Zwecke her. Auch andere Utensilien aus Leder wie zum Beispiel Taschen werden von ihnen gefertigt. Es heißt, dass sie ihr Handwerk auch gerne anderen beibringen, die nicht zu ihrer Gilde gehören.

Unter-Gilden: keine

Gildehalle: Es gibt eine Halle bei Burg Igen.

Farbe: braun


Handels-Gilde

Wissenswertes: Die Handels-Gilde ist anders als die meisten anderen Gilden. Die Menschen dieser Gilde ziehen in großen Karavanen mit schweren Wagen, die von großen Zugtieren gezogen werden, durch die Länder um überall ihre Waren zu verkaufen bzw. zu tauschen. Auf Pern gibt es keine Währung. Dort wird üblicherweise getauscht. Manche Gilden haben auch Marken. Das sind Holzplättchen mit dem Zeichen der jeweiligen Gilde darauf. Wie das Markensystem genau funktioniert weis ich nicht. Ich glaube nur Mitglieder der entsprechenden Gilde können mit den dazugehörenden Marken zahlen und Händler können diese Marken später in den jeweiligen Gilden für deren Güter einlösen.
Aber als normaler Mensch tauscht man. Vor allem feilschen ist dabei wichtig wenn am etwas günstig ergattern möchte. Besonders bei Mitgliedern dieser Gilde kann das anstrengend sein. Aber nicht nur um das Feilschen wissen diese Gildeleute Bescheid, sondern auch um Schleichwege. Vermutlich kaum einer sonst kennt sich auf Pern so gut aus wie sie. Da sie keine feste Unterkunft haben, kennen sie meist auch viele Höhlen in denen sie bei Fädenfall unterkommen können.
Menschen dieser Gilde sind auch die einzigen die auf Pern einen Nachnamen haben. Das ist der Name den die Karavane trägt.
Jyllana Drakefield stammt also von der Drakefield Karavane. In der Regel bestehen diese aus Karavanen aus einer oder mehreren Familien. Wie dem auch sei, die Karavane wird nach der Gründer-Familie benannt und alle anderen Mitglieder dieser Karavane trägt da diesen Namen als Zunamen.

Unter-Gilden: keine

Gildehalle: keine; wie gesagt sie ziehen umher.

Farbe: stahlgrau


Harfner-Gilde

Wissenswertes: Die Harfner-Gilde ist mit eine der vielseitigsten Gilden auf Pern. Die Haupt-Aufgabe dieser Gilde ist es Wissen und Geschichte zu wahren und vorallem zu vermitteln. Damit das klappt haben sich die ersten Siedler was ziemlich cleveres einfallen lassen. Am einfachsten lässt sich Wissen über Musik vermitteln. Mit der richtigen Melodie bleibt das ganze dann auch in den Köpfen der Menschen. Daher besteht die Gilde aus allerlei unterschiedlichen Handwerken, die dazu dient Wissen auf jede erdenkliche Weise zu vermitteln.
Diese Gilde neigt da zu ihre Ohren überall zu haben (was auch notwendig für ihre Aufgabe ist). Die Harfner oder zu mindest der Meisterharfner scheint immer gut über alles informiert zu sein was auf Pern vor sich geht. Bekannt ist das sie einige Leute haben, die als eine Art Spione überall auf Pern verteilt sind. Die Harfner verfügen jedenfalls über ein ausgezeichnetes Informations-Netzwerk. Zu ihren Aufgaben zählt es auch Trommelbotschaften weiter zuleiten und zu entschlüsseln.
Bei den meisten Menschen auf Pern sind sie aber eher für die Unterhaltung auf Pern zuständig. Die meisten Harfner sind in irgendeinem Instrument geübt oder können Singen, was wie oben erwähnt ein wichtiger Aspekt ihrer Aufgabe ist.
Harfner kennen fürgewöhnlich die Gesetze und agieren daher auch als Schlichter bei Streitigkeiten.

Unter-Gilden: Wie gesagt teilt sich diese Gilde in allerhand Bereiche ein.
Zu allererst einmal die Musiker und Sänger. Sie dienen zum einen der Unterhaltung zum anderen aber auch als Lehrer. Der Harfner einer Burg unterrichtet die Kinder in den wichtigsten Fächern und bringt ihnen neben lesen und schreiben Lehrlieder oder Reime bei, die wichtige Informationen zu den verschiedensten Themen enthalten. Da man es singen oder Reimen kann, bleiben diese Lieder meist im Kopf und kommen einem bei bestimmten Situationen wieder in den Sinn.
Natürlich sind die Musiker und Sänger auch zur Unterhaltung da und nicht alle Lieder erzählen Geschichten oder lehren etwas obwohl die Geschichten schon gerne gehört werden. Es gibt auch Tanzmusik. Auf Perns Festen soll es richtig ab gehen.
Damit man musizieren kann braucht man Instrumente und Lieder oder Notenblätter. Bei den Harfnern gibt es daher auch die Instrumentenbauer und die Liederschreiber und Komponisten, die sich zum einen eingehende Texte für die Lehrballaden aufdenken oder eben die Texte die eine Geschichte aus Pernsgeschichte erzählen oder aber die die eingängigen Melodienen zu den Texten oder auch nicht zu den Texten schreiben. Diese zählen wohl mit zu den kreativsten Menschen der Gilde.
Wie erwähnt müssten Harfner oder zu mindest ein paar von ihnen Trommelcodes entschlüsseln und verschlüsseln und versenden können. Es gibt da also die Trommler, die eben nicht bloss Musik machen sondern so auch eine wichtige Aufgabe haben. Trommelbotschaften sind in der Regel wichtige Botschaften. Daher haben normalerweise nur vertrauenswürdige und verschwiegene Harfner diesen Job. Das selbe gilt für die Spione. Wobei diese wohl besonders geschickt darin sind unsichtbar zu sein und Informationen sammeln.
Einige Harfner haben wie gesagt auch die Funktion eines Schlichters. Meist sind das hochrangige Harfner, also Meister.
Eine weitere Gruppe sind die Schreiber, Maler und Zeichner.
Die Schreiber halten Pernsgeschichte fest während die Maler aus meiner Sicht eher ein entfernter Zweig der Harfner sind. Man verbindet sich nicht direkt mit den Harfnern, aber auch sie halten Perns Geschichte fest, nur eben in Bildern. Sie haben eher nichts mit Musik zu tun.
Neben der Aufgabe Geschichte fest zuhalten, verfügen sie natürlich auch über das Wissen wie man die schönsten Farben zusammen mischt. Ich denke sie werden auch als Kartographen verwendet.

Gildehalle: Eine Halle am Fuße des Fort Weyrs.

Farbe: blau


Heiler-Gilde

Wissenswertes: Die Heiler Gilde gilt als eine der ersten Gilden. Wie der Name schon sagt handelt es sich hierbei um Heilkundige. Für gewöhnlich behandeln sie äußerlich. Operationen kommen erst mit dem neunten Vorbeizug des Roten Sterns wieder in die Erinnerung der Heiler. Das Problem mit den Operationen ist, dass es auf Pern schlicht weg keine sterilen Räume gibt in denen man sowas hätte tun können. Auch Maschinen wie es sie in unseren Krankenhäusern gibt, gibt es dort nicht. Daher beschränkt sich Perns eher auf alles was ohne OP möglich ist.

Unter-Gilden: Die Heiler-Gilde spaltet sich in drei Bereiche auf. Da sind die Kräuterkundigen, die wissen welche Pflanze auf Pern welche heilende oder nicht heilende Wirkung hat. Sie wissen in der Regel wo man diese Pflanzen finden kann, wie man sie einsetzt und Medikamente daraus macht.
Dann gibt es natürlich die Heiler für Allgemeinmedizin und die Spezialisten. Zu den Spezialisten zählen denke ich auch die Heiler die sich mit Drachen und Wheren auskennen.

Gildehalle: Die Gildehalle ist bei Burg Fort.

Farbe: lila


Herden-Gilde

Wissenswertes: Die Herdner kümmern sich um alles was mit Tieren, deren Zucht und Haltung zu tun hat.

Unter-Gilden: Die Herdner teilen sich in drei Bereiche auf. Zum einen gibt es da die Hirten, die sich mit der Kunst des Viehhütens bestens auskennen. Des weiteren sind da die Tierpfleger und die Tierheiler, die sich um das Wohl der Tiere kümmern. (vielleicht sind ja doch die Tierheiler die die sich um verletzte Drachen kümmern? man weis es nicht so genau.)

Gildehalle: Es gibt eine Halle bei Keroon

Farbe: gelb


Läufer-Gilde

Wissenswertes: Die Läufer-Gilde ist ebenfalls eine recht alte Gilde. Sie übernehmen die Aufgabe Nachrichten von A nach B zu bringen und das überwiegend zu Fuss, im Laufschritt.
Nach Fädenfällen begleiten sie meist die Bodentruppen weil die das Gelände besser kennen.

Unter-Gilden: Nicht das ich wüsste, evtl. gibt es eine Aufteilung zwischen Läufern und Reitern, welche es meiner Meinung nach auch gibt, zu mindest da wo es sich anbietet. Läufer kennen die geheimsten Schleichwege und können zu Fuss nahe zu überall hinkommen. Die meisten Läufer sollen sogar Barfuss unterwegs sein, ansonsten haben sie spezielles Schuhwerk, das nicht drückt und keine Blasen verursacht. Als legendär gelten die sogenannten Schreiter, die unglaubliche Strecken an einem Tag zurücklegen können. Sie sollen sich in eine Art Trance versetzen können die ihnen nicht nur erlaubt so weit zu Laufen, sondern auch während Schneestürmen warm zu bleiben.
Von ihnen gab es aber nur wenige.

Gildehalle: Sie haben keine Gildehalle. Jedoch sind Botenstationen überall auf Pern verteilt zu finden. In der Regel stehen da auch Ställe mit Rennern, so das ein Botenreiter dort zu einem frischen Renner wechseln können.

Farbe: Die Läufer haben keine Knoten. Sie tragen für gewöhnlich ein oranges Stirnband mit langen herunter hängenden Enden. Das ist ihr Erkennungsmerkmal.


Saat-Gilde

Wissenswertes: Die Saat-Gilde kennt sich mit dem anpflanzen und ziehen von Pflanzen aller Art aus. Im allgemeinen wissen sie alles über die Ackerbearbeitung und beraten die Burgherrn oder Pächter auch darüber wo sie den besten Boden für welche Pflanzen auf dem Land haben. Diese Gilde züchtet auch neue Pflanzen-Arten um die alten zu verfeinern, hütet aber stets auch die alten Arten.

Unter-Gilden: keine.

Gildehalle: Die Gildehalle ist bei Burg Nerat.

Farbe: goldgelb


Schmiede-Gilde

Wissenswertes: Diese Gilde beschäftigt sich hauptsächlich mit Metallen und mit Maschinen und verfügen daher unter anderem auch über technische aber auch über chemisches Wissen. Zu den wenigen Maschinen auf Pern zählen zum Beispiel die HNO3-Flammenwerfer der Goldreiterinnen. Diese werden von dieser Gilde hergestellt und mit Brennstoff versorgt.
Generell hat diese Gilde einen starken Forscherdrang und experimentiert gerne herum. Nicht zuletzt deshalb ist diese Gilde in so viele verschiedene Bereiche verzweigt, die mit den unterschiedlichsten Materialien arbeiten.
Der Hauptzweig der Gilde befasst sich aber mit Metallen, der Schmiedekunst und der Herstellung der wenigen Maschinen auf Pern.

Unter-Gilden: Diese Gilde hat einige Unter-Gilden. Neben den oben erwähnten Metall-Schmieden, gibt es die Schmuck-Schmiede. Was diese tun dürfte fast klar sein: Sie arbeiten mit Edelmetallen und mit Edelsteinen und stellen Schmuck her. Des weiteren ist da die Glas-Gilde, die sich mit der Herstellung von Gläsern aller Art befasst. Auch Töpferarbeiten zählen zu ihrem Fachgebiet. Sie gehören zu den Schmieden, da sie wie die anderen Schmiede Materialien stark erhitzen und formen.
Seit dem neunten Erscheinen des roten Sterns gibt es die Sternen-Gilde. Sie befasst sich mit Astrologie. Was das mit Schmieden zu tun hat? ^^ Naja für so ein Teleskop braucht man Metall und Glas. Welche Gilde arbeitet mit diesen Materialien? Richtig, die Schmiede! Außerdem haben die Schmiede wie gesagt einen starken Forscherdrang. Die ersten die auf die Idee kamen Gläser für Brillen oder Lupen für andere Zwecke wie das betrachten des Himmels um zu funktionieren, waren daher die Schmiede und deshalb zählt diese Gilde als Zweig der Schmiede-Gilde.
Ein letzter Zweig, und da passt der Begriff schön, ist die Holz-Gilde. Sie gilt wegen dem herstellerischen und auch dem chemischen Aspekt als Unter-Gilde der Schmiede. Man kann sie aber fast als eigenständige Gilde betrachten. Diese Gilde arbeitet wie nicht anders zu erwarten mit Holz und stellt zum Beispiel Möbel her. Auch die Herstellung von Pergamenten fällt in ihr Aufgabengebiet. Ob sie sich auch um Forstangelegenheiten kümmern weis ich nicht, aber ich vermute, dass das eher Sache der Saat-Gilde ist.

Gildehalle: Die Schmiede-Gildehalle ist in Telgar.
Die Holz-Gilde hat eine eigene Halle in Lemos.

Farbe: Schmiede tragen rote Knoten während die Holz-Gilde grüne Knoten hat. Wie gesagt man kann die Holz-Gilde eigentlich auch als eigene Gilde betrachten.


Weber-Gilde

Wissenswertes: Die Weber kennen sich mit der Herstellung von Fäden und Stoffen aus. Zu ihren Produkten zählen neben den Rohmaterialien auch (Wand-)Teppiche, Kleider und andere Dinge die aus Stoffen gefertigt werden.

Unter-Gilden: Eine Unter-Gilde der Weber sind die Schneider, die sich ausschließlich mit der Herstellung von Kleidung befassen. Natürlich kann jeder auf Pern irgendwo nähen und viele machen sich ihre Kleider selber, aber wenn es passgenau und/oder für besondere Anlässe wie Feste sein soll, dann wenden sich Perns Bewohner in der Regel an die Schneider.

Gildehalle: Bei Burg Süd-Boll gibt es eine Halle.

Farbe: Lavendel


Wein-Gilde

Wissenswertes: Die Winzer stellen Weine her und kümmern sich daher um den Weinanbau, dessen Ernte und dessen Produktion.

Unter-Gilden: Nicht direkt. Die Gilde spaltet sich ihn mehrere Standorte und stellt dort unterschiedliche Arten von Weinen her. Ich denke dass sie untereinander konkurrieren.

Gildehalle: Ich würde es eher Anbau und Wein-Produktionsstätten nennen. Eine gemeinsame Gildehalle gibt es meines Wissens nach jedenfalls nicht.
An folgenden Orten werden Weine hergestellt:
Burg Benden - Wein von besonders guter Qualität (sehr beliebt)
Burg Tillek - Wein mit eher nicht so guter Qualität bzw. saurem Geschmack
Burg Lemos - stellt sprudelnden weißen Wein her
Burg Crom - stellt rote Weine her
Burg des Südens - stellt auch Wein her

Farbe: Dunkelrot... bzw. Weinrot in diesem Fall natürlich. ;)
Zuletzt geändert von Silverdrak am Mi 26 Dez, 2007 00:30, insgesamt 1-mal geändert.

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#15 Beitragvon Silverdrak » Sa 22 Dez, 2007 18:37

Die Gesetzlosen


Wie überall, gibt es natürlich auch auf Pern Kriminatität. Renegaten, Banditen und Diebe so wie andere Kriminelle sind auch dort vertreten.
Die einen sind einfach gegen irgendwas und organisieren sich in Gruppen um dagegen vor zu gehen. Oft sind dies Menschen, die sich an alte Traditionen klammern und Neues verabscheuen.
Das Problem an ihnen ist, dass man diese Intriganten nur schwer aufspüren kann und dass es sie quasi überall gibt. Zum Teil leben sie unter den anderen Menschen und können diese je nachdem sogar gegen etwas aufhetzen, wenn sie geschickt sind.
So wird es auf Pern nie langweilig.
Wenn nicht grade ein Baron Unfug anstellt, es eine Pest gibt oder eine Katastrophe ansteht, dann zettelt mit Sicherheit eine dieser Gruppen irgendwas an.

Banditen sind nicht selten hinter dem Zehnt her, den Tributlieferungen der Burgen an die Weyr. Wenn also eine Lieferung ausbleibt sind entweder die Burgherren stinkig oder aber sie wurden von Banditen gestohlen.
Diebstähle kommen immer wieder mal vor. Die einen tun es um zu überleben, die anderen um reich zu werden.
Manche Kriminelle sind auch einfach nur auf Macht aus, wie das eben so ist. Kriminelle gibt es in allen Reihen, Burgen, Gilden,... außer vielleicht bei den Drachenreitern. Abgesehen von ein paar der "Alten" während des 9. Vorbeizugs des roten Sterns, ist mir da nichts bekannt. Drachenreiter sind normalerweise alle recht tugendhaft.

Auf Pern gibt es natürlich auch Gesetze, die Vergehen jeder Art ahnden. Diese stehen in der Charta, dem großen Gesetzbuch Perns. Es wurde von den ersten Siedlern verfasst und hat bis in die späteren bekannten Pernzeiten überlebt (immerhin etwa 2000 Umläufe) und enthält Grundrechte, Gesetze und eben Maßnahmen für Verbrecher.
Jeder hat das Recht sich frei auf Pern zu bewegen ebenso wie das Recht auf eine faire Verhandlung.

Hier ein kleiner Überblick über die Strafmöglichkeiten:
Je nach Schwere des Verbrechens ist die Strafe natürlich unterschiedlich schwer.
Bei schweren Verbrechen wie zum Beispiel Mord wird der Täter ins Exil geschickt, also verbannt. Dies geschieht in dem der Täter von den Drachenreitern nach seiner Verhandlung auf eine Insel im Osten gebracht wird. Nur die Drachenreiter kennen die Lage diese Insel. Um sie herum sind starke Strömungen, die eine Flucht unmöglich machen. Ausgestattet werden dort Ausgesetzte für gewöhnlich mit Proviant für 7 Tage. Je nach Wunsch der Angehörigen können diese mit auf die Insel gebracht werden.
Die Drachenreiter schauen regelmäßig bei der Insel vorbei um einen Überblick über die Schwerverbrecher zu behalten.
Eine andere Strafe ist die Ächtung. Ein Geächteter wird von der Gesellschaft ausgeschlossen, niemand darf ihm Unterkunft gewähren und er ist vogelfrei, das heißt man darf ihn töten ohne dafür bestraft zu werden.
Bei Vergewaltigung ist Kastration die Strafe oder wenn der rote Stern gerade am Himmel steht, das draußen lassen bei Fädenfall. Letzteres kann auch bei anderen schwereren Vergehen angewendet werden.
Zum Schluss ist da noch die Arbeit im Bergbau als Strafe zu nennen und ist wohl fast eine der harmloseren Strafen, wäre der Bergbau nicht gefährlich (giftige Gase, Einstürze...).

Das alles scheint aber nicht abschreckend genug für manche Leute zu sein. Allgemein fürchten oder hassen Kriminelle die Drachenreiter. Diese sind auf Pern fast so etwas wie eine Polizei. Sie werden zumindest oft mit einbezogen wenn es darum geht wieder Ordnung zu schaffen.

Im Zuge der Rechtsklärung sollten eventuell noch die Duelle erwähnt werden. Bei Uneinigkeit um eine Sache oder Bruch eines Versprechen, kann ein Problem auch durch einen (fairen) Kampf Mann gegen Mann endgültig geklärt werden. Nicht selten enden diese Duelle tödlich für einen der beiden Kontrahenten. Normalerweise reicht es aber wenn sich einer der beiden als geschlagen erklärt am besten vor Zeugen.


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